Bericht: MSV – Lautern (1:3)

,,Pleite zum langersehnten Auftakt“
Die Vorfreude auf den ersten Spieltag der langersehnten zweiten Liga stieg umso mehr, als der Spielplan-Rechner in Frankfurt die Fluchtlichtpartie MSV vs. Lautern ausspuckte. Flutlichtspiel anne Wedau gegen einen attraktiven Gegner, was will man nach zwei Jahren gegen Großaspach und diverse Zweitvertretungen mehr!

Da wir keine choreografische Arbeit zu verrichten hatten, trafen wir uns am frühen Nachmittag in den eigenen Räumlichkeiten, um mit einer feinen Meute frühzeitig die Festung Wedau zu erreichen. Weit vor Anpfiff konnte man bereits reges Treiben im Stadionumfeld erkennen. Gemeinsam mit den Blue Brothers, die erstmalig ihren Standort vom Block I in den Stimmungsblock verlagerten, und Superbia wurde der Stimmungsblock etwas eher als gewohnt betreten und beflaggt. Super bitter, dass weiterhin so viele Brüder vor den Toren die Rückkehr ins Unterhaus vor der Glotze „erleben“ durften… Weiter durchhalten Jungs!

Unsere Nordkurve zeigte zum Anpfiff eine Choreo der Kohorte, mit einer bereits bekannten Blockfahne und einem dem Anlass entsprechend treffenden Spruchband am Zaun:
„Der MSV ist wieder da“! Dieser Ausruf, so wurde es leider sehr schnell deutlich, konnte höchstens auf die Blau-Weißen auf den Tribünen bezogen werden. Denn die Truppe auf dem Rasen verpennte ihre erste Halbzeit Liga 2 nach allen Regeln der Kunst. Nach haarsträubenden individuellen Fehlern stand es bereits nach 29 Minuten 3:0 für KL und die Messe war gelesen. Waren noch Wochen vor Ligastart Phrasen wie „Man muss sich an das Tempo und die Spielweise der zweiten Liga gewöhnen“ in allen Zeitungsartikeln zu lesen, wusste man nun, was damit gemeint war. Wirklich spannend wurde es selbst nach dem Anschlusstrefer durch Käpt´n Bajic aus Minute 80 nicht mehr. Der MSV verlor sein Auftaktspiel völlig verdient mit 1:3.

23.686 Zuschauer wollten sich den Auftakt der Zwoten nicht entgehen lassen. Bis zum 0:2 konnte die ausverkaufte Nordkurve ganz gut rocken, ehe spätestens ab dem 0:3 fast gar nichts mehr ging. Absolut positiv jedoch die Reaktion vom Großteil des blau-weißen Publikums, dass ab der 60. Minute wieder richtig an Fahrt aufnahm und eine schöne Trotzreaktion zeigte. Zwar waren es nur 2-3 Gassenhauer, aber diese wurden recht emotional und mit guter Laustärke bis zum Schlusspfiff auch von den Gegengeraden mitgetragen. Die Aufstiegs-Euphorie lässt sich der Duisburger eben nicht sofort nach der ersten Niederlage nehmen!
Die 2.500 angereisten Pfälzer hatten bereits ab Mitte der ersten Hälfte leichtes Spiel, als da schon feststand, dass sie mit einem Auftaktsieg in die neue Saison starten würden. Die 3 Ultràgruppen im Stehplatzbereich schafften es zwischendurch auch, die angrenzenden Sitzplatzblöcke zu animieren. Insgesamt also ein guter Vorgeschmack auf eine hoffentlich ereignisreiche Saison auf den Rängen!

Bericht: Wiesbaden – MSV (1:0)

„Und wir, sind nur zum Feiern hier!“

Als die feierwütigen Duisburger ihre Aufstiegs-Kater unter der Woche überstanden hatten, wurde wieder die letzte noch zur Verfügung stehende Kraft gebündelt, um aus dem vorerst letzten Drittligaspiel in Wiesbaden ein Highlight zu zaubern. Gemeinsam mit Block 10 und Zebrabande, einer Kombination, die übrigens in den letzten Monaten und Wochen sehr viel Positives in und für Duisburg auf die Beine gestellt hat, wurde der Verkauf eines Mottoshirts passend zum Aufstieg vorangetrieben. Man merkte bereits am ersten Verkaufstag, auf welch einer krassen Welle der Euphorie Duisburg schwimmt. So wurden innerhalb von nur 3 Verkaufsstunden fast alle 3.500 gedruckten Shirts leergekauft. Der erzielte Erlös wird in eine gemeinsame Choreo der drei Gruppen in der neuen Saison fließen. Trotz organisatorischer Schwierigkeiten bedingt durch den Zugstreik freute sich jeder auf das letzte Auswärtsspiel der Saison. Glücklicherweise wurde auch der Streik vorzeitig beendet und man konnte die im Vorfeld ausgerufene Zugverbindung ohne jegliche Schwierigkeiten antreten.

Am Spieltag machten sich 40 (!) Busse, diverse PKW-Besatzungen und unser Zughaufen auf den Weg in die Landeshauptstadt Hessens. Trotz einer Verspätung von einer Dreiviertelstunde erreichten wir nach einem netten Spaziergang die Blechhütte zu Wiesbaden halbwegs pünktlich. Von den 9.000 anwesenden Zuschauern bevölkerten über 7.500 überwiegend in blau gekleidete Ruhrpottkanaken das Stadion. Dadurch ergab sich ein ziemlich eindrucksvolles Bild auf den Rängen. Da das Spiel keine sau mehr interessierte, beschränkte sich das Duisburger Publikum auf die Feierei. Da störte auch der frühe Rückstand aus Minute 12 nicht. Die Stimmung war zwischendurch ziemlich beeindruckend, da auch die voll mit Zebras besetzte Gegentribüne des Öfteren in die Gesänge einstimmte, die vom Stehplatzbereich angestimmt wurden. Aufgrund der Masse mangelte es zwischendurch zwar an der Koordination, aber wann fährt man schon mit über 7.000 Schlachtenbummlern zu einem Auswärtsspiel, in welchem sich die Anhänger auf das ganze Stadion verteilten. Über die gesamte Spieldauer wurde das akustische Level auf einem guten Niveau gehalten. Kurz vor Abpfiff machten sich die Ersten bereit, um erneut mit der Mannschaft auf dem Rasen zu feiern. So wurde nach Abpfiff zum zweiten Mal hintereinander der Platz friedlich gestürmt.

Trotz der Niederlage auf dem Platz verabschiedete man sich also eindrucksvoll von dieser Drecksliga. Nun stehen einige Wochen MSV-freie Zeit auf dem Programm, die sicherlich vielen gut tun wird um die Akkus wieder aufzuladen. Wir hoffen, die momentan bombastische Stimmung in Stadt und Region so weit wie möglich in die kommende Zweitligasaison mitnehmen zu können. Wie immer möchten wir kurz die Gelegenheit nutzen, uns bei all unseren Wegbegleitern zu bedanken, die vor allem in den schwierigen Zeiten zu Beginn dieses Kalenderjahres zu uns gestanden haben.

Man sieht sich im Sommer wenn es heißt: Mission Klassenerhalt!