Bericht : MSV Duisburg vs. Union Berlin (1:2)

Zebras verabschieden sich mit viel Applaus aus dem DFB Pokal

MSV Duisburg vs. Union Berlin. Als uns mitten in der Sommerpause diese Begegnung zugelost wurde, schwankten die Meinungen über den Kontrahenten: Einerseits hat Union noch nie die Massen an der Wedau elektrisieren können, andererseits hatte man auch nicht direkt einen Übergegner vor der Brust und durfte sich realistische Chancen aufs Weiterkommen ausrechnen. Spiele gegen die Köpenicker zählten in der Vergangenheit wahrlich nicht zu der Marke: „Weißte noch damals, gegen Union, das war ein krankes Spiel…“. Das Erstrundenspiel im diesjährigen Pokal dürfte im Nachhinein betrachtet zumindest das Potenzial haben, nicht komplett in Vergessenheit zu geraten.

Im Gegensatz zum breiten Publikum (lediglich 14.209 Zuschauer waren anwesend), bereiteten beide Fanszenen dem Spiel einen würdigen Rahmen. Der gut gefüllte Gästeblock zeigte eine Choreo bestehend aus großen Zaunfahnen, welche den gesamten Gästeblock umrahmten, Luftballons und Schwenkfahnen in Vereinsfarben. Unsere Nordkurve wurde choreografisch komplett einbezogen: Eine riesige und sehr aussagekräftige Blockfahne schmückte die gesamte Kurve, umrandet von dunkelblauen Schwenkfahnen. Sehr schön anzuschauen das Ganze. Schön anzuschauen war auch die aufopferungsvolle Darbietung unserer Truppe auf dem Rasen. Während der gesamten 120 Minuten konnte kein Klassenunterschied erkannt werden. Vor allem in Halbzeit 1 hatte man mehr vom Spiel als die ziemlich passiven Gäste. Nach dem unnötigen Rückstand in der 62. Minute hauten unsere Spieler endgültig alles raus, was sie hatten und wurden belohnt: An der Eckfahne setzt sich Wiegel durch, in der Mitte lässt Iljutcenko einen Berliner stehen und versenkt den Ball anschließend gekonnt in die lange Ecke! Alles war wieder drin. In der Folge wurden die Berliner jedoch immer stärker und man merkte unserer Truppe das enorme zuvor abgespulte Laufpensum an. Die Verlängerung kam uns nicht wirklich entgegen und so kassierten wir fast logisch durch ein ziemlich bescheuertes Eigentor das entscheidende Gegentor in der 95. Minute. Meiderich kämpfte weiter, kam auch noch zu 1-2 guten Tormöglichkeiten, doch es hat am Ende nicht sollen sein. Dennoch ziehen wir den Hut vor dieser mutigen und couragierten Leistung unserer Mannschaft!

Auf den Rängen zeichnete sich ein ähnliches Wechselbad der Gefühle ab: Während die Nordkurve in den ersten 20 Minuten gut an Fahrt aufgenommen hatte, schaltete sie bis zum Pausenpfiff vom 4. in den 2. Gang runter. Teilweise sind diese Stimmungseinbrüche wirklich nicht zu erklären. Zum Glück gab es in der 2. Hälfte noch einige lautere Phasen, die den Gesamtauftritt einigermaßen retten konnten.
Die roten Berliner lieferten wie in den Vorjahren einen sehr soliden Auftritt an der Wedau ab. Die fast durchweg gute Beteiligung sorgte dafür, dass der Gästeblock das eine oder andere Mal gut bei uns vernommen wurde.

Bericht : MSV Duisburg vs. FSV Mainz 2 (4:0)

Der Knoten ist geplatzt!

Es geht doch! Endlich haben die Zebras ihre erneut drückende Überlegenheit auch in Tore umgemünzt. An einem schönen Samstagmittag fegte Meiderich die durchaus ambitionierte Zweitvertretung der Mainzer mit 4:0 aus dem Wedaustadion. 11.577 Menschen sahen erstmals einen MSV, der sich vor dem Tor eiskalt gezeigt hat und einen Onuegbu, auf den man zukünftig nicht allzu häufig verzichten sollte, steuerte dieser mit seinen 2 Treffern das MSV-Schiff maßgeblich auf 3 Punkte-Kurs.

Ebenfalls sahen alle Anwesenden eine kleine Choreo, welche von uns vor dem Spiel erstellt wurde. Eine Weltkugel umrahmt vom schönsten Vereinslogo auf Erden, eine dazu passende Botschaft auf 2 Bannern und farblich abgestimmte Fähnchen bildeten das Intro zum Spieltag.
Die Nordkurve legte auch gleich sehr gut los und durfte bereits in der 13. Minute den ersten Treffer des Tages durch Janjic bejubeln. Ab der 20. Minute flachte die Stimmung merklich ab, was sich in der zweiten Halbzeit ändern sollte. Selten hatte es eine produktivere Zusammenarbeit zwischen Stimmungsblock und Oberrang gegeben. Diverse Wechselgesänge wurden ins weite Rund geschmettert und die Stimmung wurde immer ausgelassener, als der MSV in den Minuten 57, 69 und 70 den Gegner kurzerhand zerlegte. Es war einfach schön, mal wieder einen völlig unbeschwerten Stadionbesuch mit einem nie gefährdeten deutlichen Sieg von unserer Truppe zu erleben. Wenn jetzt noch auswärts die Performance besser wird, können wir sicher sein, bis zum Schluss ganz oben mitspielen zu können.

Eine kurze Erklärung sind wir euch noch schuldig: In Form einer kleinen Fahne, welche heute 90 Minuten am Zaun zu sehen war, richteten wir unsere Solidarität ins kroatische Split im Kampf gegen einen der korruptesten Fußballverbände auf diesem Planeten aus. Kontra HNS!

So, als nächstes erwartet uns ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Zweitligakonkurrenten aus Berlin Köpenick. Wir hoffen, eine ähnlich couragierte Duisburger Mannschaft zu sehen, die uns einen packenden Pokal-Fight bescheren wird!

+++ INFO FÜR DAS SPIEL IN MAGDEBURG +++

Zebras!

Deckt euch für das Spiel in Magdeburg ausschließlich mit Sitzplatz-Karten (Block 15) ein! Wir wollen ein möglichst einheitliches Bild abgeben und die Ticketpreise unterscheiden sich zwischen Sitz- und Stehplatz kaum.

Alle in Block 15! Alles für den MSV!

Bericht: Preußen Münster vs. MSV Duisburg (1:1)

Gemischte Gefühle nach Punkteteilung in Münster

Nur wenige Tage „Erholung“ blieben nach dem Match in Osnabrück. Fluchs war es schon wieder Mitte der Woche und unser Spielverein gastierte in Münster. Glück im Unglück, das am wenigsten entfernte Auswärtsspiel der Saison unter der Woche bestreiten zu müssen. Es hätte ja auch schlimmer kommen können… So schafften es am Ende auch wieder knapp 1.500 Duisburger, entweder abgehetzt von der Arbeit oder entspannt aufgrund von Krankenschein/Urlaub, dem Spiel beizuwohnen. Insgesamt waren 9.544 Zuschauer im Preußenstadion zu Gast, welches für unsere Gruppe aufgrund der Repressionen, die wir im Anschluss an die letzte Begegnung im dortigen Stadion über uns ergehen lassen mussten, von besonderer Bedeutung war.

Wie auch schon beim Gastspiel in Osna brauchte unsere Truppe ein wenig, um auf Touren zu kommen. Als die Gastgeber gerade ein wenig die Kontrolle über das Spiel gewonnen hatten, schlugen unsere Zebras eiskalt zu: Nach einer Ecke von Janjic stieg der neu in die Mannschaft gerückte Bomheuer in die Luft und wuchtet den Ball per Kopf in die Maschen! Beflügelt vom Führungstreffer übernahm fortan blau-weiß das Kommando. Doch wieder stimmte die Chancenverwertung nicht: Alleine Brandstetter hätte eines seiner guten Möglichkeiten zum Ausbauen der Führung verwerten müssen. So ließ man den Gegner unnötig lange im Spiel. Was sich in der 74. Minute rächte: Der Schiri stufte ein Handspiel von Wolze als absichtlich ein und gab den Gastgebern den Elfer. Dieser wurde zum Ausgleich verwandelt und die schöne Ausgangssituation mit der recht frühen Führung war dahin. Im Anschluss drängten die Münsteraner auf das Meidericher Tor, doch am Ende sollte es bei der Punkteteilung bleiben. Wieder kein Sieg aus dem Preussen Stadion mitgebracht.

Auf den Rängen herrschte recht buntes Treiben. Die Heimseite rund um die Fiffi-Gerritzen-Kurve zeigte eine Choreo unter dem Motto „90 Jahre Preußenstadion“ bestehend aus einer langgezogenen Blockfahne und einem Zweiteiler am Zaun. Vom Support her hatten wir schon ansprechendere Auftritte der beiden Ultràgruppen erlebt, vermutlich hemmte der recht frühe Rückstand und der eher schlechte Saisonstart etwas die Stimmung.
Im Gästeblock konnte rückblickend der stärkste Auftritt verzeichnet werden, seit man nach dem ersten Abstieg in Liga 3 regelmäßiger in Münster zu Gast ist. Zwar wurde, anders als in den Vorjahren, auf pyrotechnische Intros verzichtet, doch der Support war durchaus zufriedenstellend. So darf es zukünftig weitergehen!