Kategorie: Spielberichte

Bericht : MSV Duisburg vs. Holstein Kiel (0:0)

MSV-Sturm zeigt Ladehemmungen Der Verein Holstein Kiel war lange Zeit für so gut wie jeden MSV-Fan ein völlig unbeschriebenes Blatt. Dann folge im Jahr 2012 das erste Aufeinandertreffen nach vielen vielen Jahren im DFB-Pokal, als sich der MSV gegen den damaligen Viertligisten vom Pokalwettbewerb verabschieden musste. Es folgten 4 Spiele in den vergangenen beiden Drittligajahren, wovon eines vor allem uns für immer in sehr positiver Erinnerung bleiben wird: Natürlich reden wir vom Aufstiegsspiel im Mai 2015. Das Wiedersehen  stand diesmal unter völlig anderen Vorzeichen. Der Termin wurde auf einen Dienstagabend gelegt, was für die anreisenden Kieler mehr als ätzend war. Die Kieler haben seit der vergangenen Saison zudem nicht mehr viel mit dem Thema Aufstieg am Hut, auch eine Änderung im Vergleich zum vorherigen Aufeinandertreffen. Wir waren indes gespannt, wie die Mannschaft die recht herbe 0:3 Niederlage von Wiesbaden verdauen würde. Nun muss man festhalten: Es gibt noch leichte Verdauungsschwierigkeiten. Die wirklich stark aufspielenden Gäste aus Norddeutschland überzeugten während des gesamten Spiels mit gefährlichen Kontern und einer recht stabilen Defensivarbeit. Meiderich war zwar bemüht, dem Gegner das eigene druckvolle Spiel aufzudrücken, doch die Balance zwischen Offensivbemühungen und Abwehrarbeit stimmte diesmal oft nicht. In einer ansehnlichen Partie mit Chancen auf beiden Seiten muss man am Ende mal mit dem Remis zufrieden sein. Umso unverständlicher für uns die Reaktion von einem nicht gerade kleinen Teil des Publikums, welches die Truppe tatsächlich nach dem Schlusspfiff mit unüberhörbaren Pfiffen in die Kabine begleitete. Bitte mal die Kirche im Dorf lassen, die Saison ist weiterhin… Read more →

Bericht : Wehen Wiesbaden vs. MSV Duisburg (3:0)

Erste Saisonniederlage der Zebras

Wie es der DFB so wollte, mussten die Zebras an einem Freitag nach Wiesbaden, wobei man sich sofort an das letzte Spiel im Mai 2015 erinnerte, welches die Zebras zwar verloren hatten, jedoch man mit den anwesenden 7.500 Zebras einen unvergesslichen Auftritt inklusive Platzsturm zelebrierte.

So machte sich ein Bus und für die Arbeiterfraktion drei PKW’s auf die Reise gen Wiesbaden. Nach einer ruhigen Fahrt hielt der Busfahrer 3 Kilometer vor dem Stadion an einer Tankstelle an, da die Cops uns eskortieren wollte. SO nicht! Kurzerhand entschloss man sich den restlichen Weg zu Fuß zu bestreiten. Die Bullen brauchten auch nicht lange, bis man uns nach 10 Minuten mit einer unnötig hohen Anzahl an Polizisten zum Stadion begleiten wollte. Wiesbaden scheint wohl ein heißes Pflaster zu sein. Nach überzogenen Einlasskontrollen, beflaggten wir den Zaun und verbrachten die restliche Zeit bis zum Anpfiff mit den üblichen Dingen.

Auf den Rängen spielte sich ein eher durchwachsenes Bild ab, welches wahrscheinlich auch dem Spielverlauf geschuldet war. Die Klassiker wurden bis auf den Ultrahaufen kaum mitgetragen, wodurch es sich schwierig gestaltete das richtige Liedgut zu finden. Ziemlich laut wurde es bei dem neuesten Lied, da der Sitzblock nebenan voll einstieg. Leider ist dies uns viel zu selten gelungen. Somit kann man diesen Auftritt als den schlechtesten der jetzigen Saison abstempeln. Vor Ort waren übrigens 3.052 Zuschauer, wobei davon mehr als die Hälfte das Zebra auf der Brust trugen. Dem Heimanhang vernahm man das ganze Spiel über gar nicht.

In den ersten 15 Minuten haben sich beide Mannschaften nichts geschenkt und die Blau-Weißen spielten sich die eine oder andere Chance raus. Man merkte schnell, dass das heute kein Selbstläufer wird, da Wiesbaden viel investierte und hinten gut stand. In der 29. Minute ging Wiesbaden durch einen unnötigen Foulelfmeter in Führung. Kurz vor der Halbzeit die nächste Riesenchance für Wiesbaden, aber Dustin Bomheuer rettet in letzter Sekunde. In der zweiten Halbzeit lief es leider nicht besser. In der 59. Minute vergab Iljutcenko eine gute Chance, welches in der 63. Minute von Wiesbaden sofort bestraft wurde. 2:0 für Wiesbaden. Danach dominierte Wiesbaden weiter die Partie und erhöhte in der 87. Minute auf 3:0. Vielleicht ist ein Dämpfer in der jetzigen Situation gerade recht gekommen, die Höhe des Ergebnisses fiel aber zu hoch aus.
Somit begab man sich enttäuscht auf den Heimweg und verdaute die erste Saisonniederlage mit einigen Bierchen.

Somit heißt es am Dienstag:
Alle zusammen alles geben gegen die scheiß Störche aus Kiel, damit die 3 Punkte anne Wedau bleiben!

Bericht : MSV Duisburg vs. SV Werder Bremen 2 (1:0)

Zebras machen Heim-Hattrick perfekt

 

Sommer, Sonne, Fußball! Unter diesen Vorzeichen stand der sportlich eher unattraktive Kick gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen, womit wir die beiden Zweitvertretungen der Liga direkt mal zu Beginn der Saison abgefrühstückt hätten. Mit bester Laune wurde sich in den heimischen Räumlichkeiten versammelt und der übliche Weg zum Wedaustadion beschritten. Dort versammelten sich über 12.000 Zuschauer.

Gleich vom Anpfiff weg versuchte der Meidericher Spielverein, den Gegner in die eigene Hälfte zu schnüren. Man kann folgendes vorweg nehmen: Die Gäste von der Weser hatten in 90 Minuten gerade mal eine halbwegs gute Torchance zu verzeichnen. Der MSV tritt vor allem bei Heimspielen in dieser Saison bislang sehr dominant, offensiv und spielfreudig auf. In der 23. Minute wurde die blau-weiße Drangphase mit dem Führungstreffer durch Erat belohnt, der schon in Magdeburg zum Matchwinner avancierte. Auch nach dem Treffer spielten die Zebras weiter zielstrebig nach vorn. Wenn diese Mannschaft eine Schwäche aufweist, dann ist das in der Tat die etwas verschwenderische Art und Weise, mit allerbesten Torchancen umzugehen. Alleine Janjic und in der 2. Hälfte auch Onuegbu hätten noch mindestens 2 weitere Treffer beisteuern können. Doch am Ende war die Freude über den 3. Heimspielerfolg hintereinander wesentlich größer als das Nachtrauern von vergebenen Chancen. Mit noch besserer Laune als schon vor Spielbeginn wurde die Heimreise angetreten und die Tabellenführung wurde bis in die späten Abendstunden standesgemäß abgefeiert.

Gut gefeiert wurde auch in der brühend heißen Nordkurve. In der ersten Hälfte konnte man insgesamt mit der Stimmung zufrieden sein. Aufgrund des extrem einseitigen und wenig spannenden Spiels flachte die Stimmung bis auf kurze Ausreißer nach oben in der 2. Hälfte etwas ab, aber da gab es schon schlechtere Auftritte. Fing man gegen Paderborn eher schwach an, konnte man eine leichte Steigerung gegen Mainz II und Bremen II vernehmen.
Kurzer Bezug zu den Spruchbändern: Positiv für uns war die Anwesenheit eines unserer Mitglieder im Rolli-Bereich trotz erst kürzlich erfolgter OP. Des Weiteren verfolgte eine szenenahe Person mal wieder nach langer Zeit ein Spiel der Zebras, wir hoffen das noch viele weitere Spiele folgen werden!

Bericht : Post SV Solingen vs. MSV Duisburg (0:7), Niederrheinpokal 1.Runde

Erfolgreicher Aufgalopp im Niederrheinpokal

 

Da hat er uns wieder, der Niederrheinpokal. Auf der einen Seite winken haufenweise Gegner, die in den Niederungen des Amateurfußballs unterwegs sind, auf der anderen Seite kann eben ein Sieg des Pokals die direkte Teilnahme am DFB-Pokal sichern, sollte man am Ende der Saison nicht auf eines der vier Plätze der Tabelle landen. Als erster Gegner wurde uns Post SV Solingen zugelost. Attraktiv war immerhin der Austragungsort, zählt die Jahnkampfbahn in Solingen zu eines der wenigen verbliebenen Grounds mit „echtem“ Fußballcharme.

Beide Ultràgruppen, gleichwohl numerisch etwas dezimiert, reisten per S-Bahn nach Solingen. Erste gegnerische Gestalten wurden bereits bei Ankunft des örtlichen Bahnhofs erspäht, am Stadion angekommen erblickte man einen netten Hool-Haufen, vermutlich bestehend aus diversen örtlichen Städten am anderen Ende des Stadions. Wir entschlossen kurzfristig, unseren Standort auf die akustisch vorteilhafte Haupttribüne zu verlegen. Den Spurt dorthin werteten die Einheimischen C-ler scheinbar als Angriff, weshalb diese sich nicht lange bitten ließen. Dass jedoch in der Presse im Anschluss an die Partei von „wüsten Prügeleien“ die Rede war, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Es kam nicht zu einem direkten Schlagabtausch, dafür waren beide Seiten nicht entschlossen genug und die Cops zu zeitig vor Ort. Alles also halb so wild. Nachdem sich Kohorte und wir allmählich sortieren konnten, wurden die Zaunfahnen ausgepackt und es wurde begonnen, unseren MSV zu unterstützen. In unseren Reihen war ehrlicherweise schnell die Luft raus, sodass man nicht von einem würdigen Auftritt sprechen kann. Der MSV ließ auf dem Rasen gegen wacker kämpfende Kreisligisten nichts anbrennen und entschied das Spiel am Ende mit 7:0 standesgemäß für sich. Die Abreise gestaltete sich unproblematisch, da der Hool-Mob die letzten Patronen bei einem missglückten Angriff kurz vor Abpfiff des Spiels verschossen hatte. So erlebte man einen überraschend munteren Auftakt im Niederrheinpokal.