Kategorie: Spielberichte

Bericht: 1. FC Köln vs. MSV Duisburg (1:2)

Auswärtssieg beim Ligakrösus 

 

Zuschauer: 49.600 (ca. 3500 Gäste)

Geht doch! Am neunten Spieltag gelingt dem MSV beim ersten Spiel von Trainer Torsten Lieberknecht als Tabellenletzter der Überraschungssieg beim Spitzenreiter. Von Beginn an nahmen die Zebras das Spiel vollkommen an und kamen schon innerhalb der ersten zehn Minuten zur frühen verdienten Führung durch einen verdeckten Schuss von Souza nach einer Ecke. Auch danach kamen die Zebras zu den gefährlicheren Abschlüssen jedoch kamen die Kölner ebenfalls nach einer Ecke zum zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich, mit dem es auch in die Halbzeitpause ging. Im zweiten Abschnitt hatten die Ziegen mit zunehmender Spieldauer immer mehr Spielanteile, doch das erlösende Tor fiel zugunsten unserer Zebras. Nach schöner Vorarbeit von Engin erzwang Souza im Fünfmeterraum ein Eigentor von Abwehrspieler Bader. Danach passierte nicht mehr viel auf dem Platz und so war der erste Sieg in dieser Saison endgültig perfekt. Weiter geht’s am kommenden Montag gegen den FC St.Pauli, gegen den man den gewonnenen Aufschwung am besten direkt in den ersten Heimsieg ummünzt.

Heimkurve: Die Südkurve erwischte keinen guten Tag. Der Stimmungskern im Zentrum konnte zwar eine gute Mitmachquote bei Klatsch- und Hüpfeinlagen verzeichnen, doch der Rest des Stadions schien wohl auch aufgrund der Leistung auf dem Rasen etwas ruhiger gewesen zu sein.

Gästeblock: Der nicht ganz ausverkaufte Gästeblock konnte qualitativ einen deutlich besseren Auftritt hinlegen, als noch beim letzten Gastspiel. Der Oberrang war gut aufgelegt und so trug man einige Wechselgesänge und Gassenhauer in sehr zufriedenstellender Lautstärke durchs Stadion. Zwischendurch gab es auch mal leisere Phasen, doch spätestens gegen Ende des Spiels war die Unterstützung wieder voll da, sodass man den Sieg nach der Partie noch ausgelassen feiern konnte.

 

Bericht: MSV Duisburg vs. Jahn Regensburg (1:3)

Freier Fall und Trainerwechsel bei den Zebras
 
Zuschauer: 11096 (ca. 150 Gäste)
 
Nach dem spektakulären, aber sieglosen Spiel unter der Woche in Magdeburg kamen am Samstag die Regensburger an die Wedau, die zuvor schon zwei Siege aus der englischen Woche ergatterten konnten. Dem unbeeindruckt starteten die Zebras wieder einmal gut in die Partie, doch durch einen Doppelschlag lag man bereits nach der Anfangsviertelstunde mit 0:2 zurück. Trotzdem probierten es die Jungs weiter und kamen in Verlauf der ersten Halbzeit noch zum verdienten Anschlusstreffer.
Im zweiten Durchgang schnürte man den Jahn weitestgehend in der eigenen Hälfte ein, ohne jedoch vor dem Tor gefährlich zu werden. So entstand durch einen Konter nach einem Foul von Wiegel im Strafraum die endgültige Entscheidung und auch das vierte Heimspiel dieser Saison ging verloren. 
Am Montag griffen dann die zu erwartenden Mechanismen des Profifußballs und unser Trainer Ilia Gruev musste seinen Platz auf der Trainerbank räumen. An dieser Stelle einmal ein dickes DANKE für drei Jahre gute und professionelle Trainerarbeit und den Aufstieg in die zweite Liga. Neuer Trainer wurde Torsten Lieberknecht, mit dem es jetzt gilt, die Hypothek von acht sieglosen Spielen auszublenden und die 40 Punkte für den Klassenerhalt noch zu erreichen.
Nächsten Montag erwartet uns das brisante Spiel beim Spitzenreiter aus der der Domstadt. Cologne, Cologne, die Scheiße vom Dom!
 
Heimkurve: Die Nordkurve zeigte sich von Beginn an gut aufgelegt und auch der frühe Rückstand ließ keinen großen Stimmungseinbruch zu, sodass man versuchte, die Mannschaft teilweise mit dem kompletten Rund zur Aufholjagd zu schreien. In der zweiten Halbzeit versuchte man dies ebenfalls, doch mit zunehmender Spieldauer schwunden die Kräfte und nach der endgültigen Entscheidung auf dem Rasen wurde es erstmal unheimlich still im Wedaustadion. Aber selbst nach dem Spiel gab es als die Mannschaft nach dem nächsten verlorenen Spiel gab es keine Pfiffe, sondern aufmunternde und motivierende Schlachtrufe.
 
Gästeblock: Die spärlich angereisten Gäste positionierten sich kompakt im Block und konnten ein optisch abgerundetes Bild abgeben. Hörbar wurde der kleine Haufen nur kurz zum Ende der Partie als der Support im Stimmungsblock eingestellt wurde.
 

Bericht: 1. FC Magdeburg vs. MSV Duisburg (3:3)

Duisburg trotz Kampfgeist weiter sieglos

Zuschauer: 18696 (ca. 200 Gäste)

Am Mittwochmittag ging es zum nächsten Spiel des Spielvereins. Englische Woche. Es ging also nur vier Tage nach der bitteren Heimniederlage gegen Aue schon weiter für unsere Truppe. Diesmal führte uns der Weg wieder einmal in den Osten. Es ging zum Drittletzten ins 410km entfernte Magdeburg. Da der FCM so wie wir ebenfalls sieglos war, ging man ausnahmsweise mal etwas optimistischer gestimmt in dieses Spiel. Die ersten 15 Minuten passierte auf dem Feld so ziemlich gar nichts. Doch dann gingen die Meidericher plötzlich durch Iljutcenko mit 1:0 nach schöner Vorarbeit von Wolze in Führung. Durch viele Fehlpässe gab es danach jedoch kaum Torraumszenen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang den Gastgebern etwas mehr und es wurde 1-2 Mal gefährlich vor dem Duisburger Tor. Dann der Pfiff zur Halbzeit. Eigentlich sah es gut aus für den ersten Duisburger Saisonsieg. Doch wir wurden erneut enttäuscht. Innerhalb von 2 Minuten drehte der FCM das Spiel durch Beck (62.) und Türpitz (64.). Zwei unnötige Gegentore, die beide hätten verhindert werden können. Doch die Zebras auf dem Rasen konnten zurückschlagen. Wolze verwandelte nur kurz danach einen Freistoß. 2:2, also war alles wieder drin. Jeder hatte anschließend die eine oder andere Chance, doch erst in der 84. Minute wurde es wieder hitzig. Ein Magdeburger Spieler bekommt den Ball an den Rücken und der Ball geht ins Toraus. Fassungslosigkeit überdeckte den Gästeblock, als dieser dann auch noch nach der unberechtigten Ecke zum 3:2 für Magdeburg führte. Daschner konnte in der 88. Minute zumindest noch dafür sorgen, dass man noch einen Punkt mitnahm und den Gegner nicht davonziehen ließ. 3:3 war also der Endstand. So richtig zufrieden kann man mit dem Ergebnis nicht sein. Da war mal wieder mehr drin für den Spielverein. Duisburg wartet also weiterhin auf den nun lange ersehnten ersten Saisonsieg. 

Heimkurve: Legte sehr stark los. Im Gegensatz zu vielen anderen Fanszenen nahmen die Magdeburger nicht am Aktionsspieltag teil und konnten in den ersten 15 Minuten fast das ganze Stadion mitnehmen. Nach dem Gegentor lief es nicht mehr so gut. In der heiklen Phase Mitte und Ende der zweiten Halbzeit konnte die Heimkurve aber immer mal wieder lauter werden. 

Gästeblock: Nach dem 20-minütigen Schweigen durch den Aktionsspieltag, konnten die Zebras auf den Rängen beflügelt durch das Tor einiges aus sich rausholen. Bis zur Halbzeit legte man für die Zahl der mitgereisten Duisburger einen ordentlichen Auftritt hin. In der zweiten Hälfte konnte man dieses Level nicht mehr ganz erreichen, blieb aber trotzdem auf einer guten Basis.

 

Bericht: MSV Duisburg vs. FC Erzgebirge Aue (1:2)

Wieder keine Punkte an der Wedau

13119 Zuschauer (ca. 200 Gäste)

Nach dem ersten Punktgewinn und einer zufriedenstellenden Leistung bei starken Berlinern galt es gegen das Kellerkind aus Aue den ersten Sieg einzufahren. In einer spielerisch starken ersten Hälfte gelang Wolze vom Punkt aus die verdiente Halbzeitführung. Der zweite Abschnitt gestaltete sich etwas unspektakulärer, was mit der Zeit aber dazu führte, dass das Spiel kippte. Mit einem unberechtigten Strafstoß und einem Sonntagsschuss kurz vor Schluss besiegelte die Mannschaft aus dem Erzgebirge die mittlerweile fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Nun gilt es aus der englischen Woche in Magdeburg und gegen Regensburg wichtige Punkte zu holen, um sich im Tabellenkeller etwas Luft zu verschaffen.

Heimkurve: Ähnlich wie die Mannschaft auf dem Rasen legte der Stimmungsblock gut los und konnte mit ein paar Klassikern die Nordkurve und auch den Rest des Stadions in die Gesänge einbinden. So kann man mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden sein. Nach der Pause konnte man das Niveau leider nicht mehr ganz halten, die lauten Phasen waren eher etwas punktueller. Noch kurz zur Choreo und zum Spruchband: Aufgrund eines Choreoverbots gegen unsere Gruppe konnte heute eine am Ordnungsdienst vorbeigeschmuggelte Choreo bestaunt werden. Den Abschluss bildete eine Botschaft an die Herren der Vereinsführung. Ultra lässt sich eben nicht verbieten!

Gästeblock: Die spärlich angereisten Gäste konnten sich zwar einigermaßen kompakt im Gästeblock positionieren, waren jedoch zu keinem Zeitpunkt auf unserer Seite zu vernehmen.