Bericht: Karlsruher SC – MSV

Tiefschlag im Wildpark

Es läuft nicht mehr rund im Ligaalltag. Selbst das überdimensional dicke Trostpflaster der Finalteilnahme im DFB-Pokal gegen Scheiße kann nicht so ganz darüber hinwegtrösten, dass unsere Zebras ihre durchaus gute Ausgangsposition in der Liga aktuell leichtfertig verspielen. Schon vor dem Auswärtstkick im Wildpark beim KSC gab es nur einen Zähler aus den letzten drei Partien gegen drei stark abstiegsgefähredete Kontrahenten. Dies sollte sich leider auch in Karlsruhe nicht ändern. Da man mal wieder an einem Freitag in Richtung Süden starten musste, machte sich eine Ultrabusbesetzung um rund elf Uhr morgens auf den Weg ihre Zebras beim KSC zu unterstützen. Nach rund fünf Stunden Anreise erreichte man eine Stunde vor Anpfiff den durchaus schmucken Wildpark, dessen Gästebereich aber mit Verlaub nicht wirklich fanfreundlich ist.

Insgesamt fanden sich geradeeinmal 150 Duisburger im Gästeblock ein. Bemerkbar konnte man sich über die 90 Minuten nicht machen. Ausschließlich das Fahnenbild konnte sich an einem durch und durch verschissenen Tag unsererseits sehen lassen. Die Elf auf dem Platz versagte erneut. Da scheint doch tatsächlcih der Gedanke ans Finale zu viel Platz in den Köpfen unserer Spieler eingenommen zu haben. Will man es ihnen verübeln? Schade ist es allemal eine bis dato unglaubliche Saison auch in der Liga, so zu verspielen. Sang- und klanglos geriet man beim kämpfenden aber bei weitem nicht unschlagbarem KSC mit 1:3 unter die Räde. Die Enttäuschung war allen im Block anzumerken. Der Anhang des Heimvereins überzeugte optisch durch zahlreiche große Schwenker und am Ende durch laute Gesänge. Nach 90 Minuten war man froh als man den Heimweg wieder antreten konnte. Auf diesem vertröstete man sich schon wie zuletzt mit dem Highlight am 21. Mai…

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Bericht: MSV – Bielefeld

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Was war das für eine Woche? Am Dienstag machten unsere Zebras auf beeindruckende Art und Weise den Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal klar, am Mittwoch waren es nicht die Bayern, sondern der verhasste Nachbar aus Scheiße der das Finale in Berlin komplettierte. Da sollte man doch vor lauter Freude fast den „grauen Ligaalltag“, in dem der MSV immerhin noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen platziert war, aus den Augen verlieren. Im Spiel Nummer eins nach dem Halbfinal-Kracher gegen Cottbus sollte die Arimina aus Bielefeld ihre Visitenkarte am „geliebten Sonntagstermin“ im Wedaustadion abgeben.

Die Fans aus Ostwestfalen sind in diesen Tagen nun wirklich nicht zu beneiden. Abgeschlagen rangiert die Arminia auf dem letzten Platz der Tabelle. Die Rollen waren vor diesem Spiel dementsprechend klar verteilt. Doch es kam wie es kommen musste. Vor 13.000 Zuschauern – wo waren denn heute eigentlich all die Jenigen, die jetzt schon in Sorge verfallen für Berlin, den 21. Mai keine Karte mehr erhaschen zu können ? – erwischten sowohl die Zebras auf dem Platz als auch auf den Tribünen einen rabenschwarzen Tag. Der MSV schaffte es nicht einer völlig überforderten Mannschaft aus Bielefeld die Grenzen aufzuzeigen und unterlag mit 1:2. Ebenso war die Stimmung in der Nordkurve über weite Strecken unter aller Kanone. Nur ganz selten konnte man sich wirklich Gehör verschaffen. Das war wohl mit das schlechteste in dieser Saison. Es passte einfach so gar nichts zusammen an diesem Tag. Das einzig Aktzeptable war wohl noch das optische Bild, das die Kurve von sich gab. Aus Bielefeld waren rund 800 Fans an die Wedau gereist, diese ließen ihre Supoortbemühungen aus verständlichen Gründen allerdings sein. Am Ende waren alle froh als der Schiedsrichter diesem Treiben nach 90 MInuten ein Ende setzte. In der Tabelle verschwinden die Zebras langsam aber Sicher im Niemandsland. Aber eins das ist uns nicht mehr zu nehmen: Das Endspiel am 21.5. – das sollte man bei all dem Frust dieses Tages nicht vergessen …

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Bericht: MSV – Cottbus Pokal

Zebras erfüllen Lebensträume

Wie lang hatte ein jeder MSV-Fan auf diesen Tag gewartet. Seit dem im Viertelfinale die Pfälzer aus Lautern mit Bravour nach Hause geschickt wurden, das Wedaustadion schon damals förmlich überkochte, und letztlich das Los entschied, dass es in der Runde der letzten Vier gegen Ligakontrahent Cottbus gehen sollte, da waren die Gedanken unweigerlich bei diesem Tag. Am 1. März 2011 sollte der geliebte Meidericher Spielverein ein ganz großes Kapitel in seiner Vereinsgeschichte schreiben. Es war seit ganz langem mal wieder der Fall, dass die ganze Stadt wie elektrisiert war und auf dieses eine und allesentscheidene Spiel hinfieberte. Doch was wäre wenn es gegen die Energie aus Cottbus doch nicht reichen würde? Tausende Gedanken plagten in den vergangenen Wochen die Köpfe der Zebraherzen. Seit mehreren Wochen werkelte die Szene Tag und Nacht aktiv an der Choreo, die dieses Spiel schon vor dem Anpfiff zu einem ganz besonderen machen sollte.

Demenstprechend früh versammelte sich die Szene nach und nach am und im Stadion um letzte Vorbereitungen in den Sitzreihen des Wedaustadions zu treffen. Kaum waren die Tore zum Stadion offiziell geöffnet war das Stadion auch wie im Flug rappelvoll. 31.500 Zuschauer – darunter rund 29.000 MSV Fans wollten bei diesem Stück MSV-Geschichte mit dabei sein. Von Anfang an hallten die MSV-Gesänge mit enormer Lautstärke zwischen den Tribünen über das helle Grün des Stadions. Beim Warm-Up kochte die Stimmung bereits zum ersten Mal über. Dann war es soweit mit Spielbeginn und den Klängen der Pokal-Hymne betraten unsere Zebras den Rasen. Dabei erblickten sie die Ränge des gesamten Wedaustadions in seinen schönsten Farben. Ausgenommen dem Gästebereich schmückten rund 20.000 Papptafeln und zahlreiche Fahnen sowie drei Blockfahnen mit den Finaltrikots der Vergangenheit das gesamte Rund. Gänsehaut wohin man schaute. Mit Anpfiff dann präsentierten sich unsere Zebras wieder von der Seite, die wir alle so lieben gelernt haben. Sie kämpften, bissen und zerissen sich für den Verein und uns Fans. Alle wollten gemeinsam den Traum vom Endspiel verwirklichen. Immer wieder gelang es neben der Nordkurve auch die Haupttribüne, die Gegengerade und die Südtribüne mit in die Gesänge einzubeziehen und völlig mitzureißen. Stehen gehörte zum Dauerprogramm. Pokalfeeling pur an der Wedau. Nur kleinere Ruhephasen gab es in Hälfte eins. Als das 1:0 für den MSV fiel gab es den wohl exessivsten Torjubel den es in Duisburg seit ganz langer Zeit gegeben hatte. Spätestens mit dem 2:0 wurde der Traum immer mehr zur Realität. Die bekannten Gesänge, ergänzt durch die üblichen „Pokalhits“ hallten Mal für Mal über alle Tribünen durchs Stadion. Als alle langsam dachten das Spiel wäre schon fast entschieden kam dann das was kommen musste. Bruno Soares ließ sich zu einem Foul im Sechzehner hinreißen. Ein Pfiff – Elfmeter – Rote Karte – 2:1-Anschlusstreffer. Der Schock war Mannschaft und Fans kurzzeitig ins Gesicht geschrieben. Danach hieß es dann aber erst recht. Auf dem Rasen und den Tribünen wehrte sich ganz Duisburg mit allem was es hatte gegen die Cottbusser Schlussoffensive in den letzten Minuten. Bälle wurden auf der Linie geklärt, David Yelldell entschärfte Schuss um Schuss. Und dann war es endlich soweit – wieder ein Pfiff – Der Schiedsrichter machte dem Nervenspiel ein Ende. Das ganze Wedaustadion hatte sich bereits zum reinsten Tollhaus entwickelt. Noch lange wurde im Stadion mit den Helden dieser Saison gefeiert ehe man das Stadion verließ.

Der Abend war damit aber noch lange nicht beendet. In unzähligen Kneipen ließen zahlreiche MSV-Fans diesen unvergesslichen Tag ausklingen. Was nach diesem unglaublichen Tag bleibt ist die erst langsam vollends realisierbare Erkenntnis, dass wir Ende Mai in Berlin nach 13 Jahren wieder um den Pott spielen dürfen und ein ganz riesiges DANKE an alle Spieler, Betreuer, unseren Trainer und die Fans die dieses Abenteuer gemeinsam ermöglicht haben.

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Bericht: Oberhausen – MSV

Magerer Punkt aus der Provinz mitgenommen

Alle Jahre wieder grüßt in Liga 2 das Spiel gegen den kleinen Nachbarn aus Oberhausen (und ja verdammt, ihr seid der kleine Nachbar, mehr nicht!!). Die Vorzeichen dieses Jahr waren jedoch einzigartig, sollte es doch das Spiel vor dem absoluten Highlight der Saison am Dienstag sein, wenn wir die Cottbuser zum Pokal Halbfinalfight begrüßen dürfen.
Doch der Reihe nach, erst Oberhausen, dann Cottbus.
Die Szene traf sich heute im geliebten Stadtteil Meiderich, um per Fußmarsch mit Schätzungsweise 250 Zebras am Kanal entlang zum Niederrheinstadion zu laufen. Leider konnten Einige aufgrund der 18h Anstoßzeit selbst wenn es nur nach Oberhausen geht nicht mit am Marsch teilnehmen und mussten per PKW anreisen.
Die gut einstündige Anreise wurde begleitet von schönen Gesängen und etwas Pyro zum einstimmen. Endlich am Stadion angekommen konnte man schon erahnen, dass heute wieder die knappe Hälfte der Zuschauer mit blau-weißen Klamotten das Stadion der rot-weißen einnehmen wollte. So fanden sich auch unter den 12000 Zuschauern über 5000 Duisburger ein, was aber in Oberhausen bereits zum Standard avanciert ist.
Alle Jahre wieder grüßte uns auch ein komplettes Materialverbot, doch wie durch ein Wunder fanden die bekannten Zaunfahnen sowie reichlich Pyro den Weg in den Gästeblock. Was lernen wir daraus? Materialverbote = SINNLOS!

Zum Intro gab´s auf Duisburger Seite bereits aus einigen Ecken aufsteigenden Rauch zu begutachten, ehe dann der Mob in der Mitte des Gästeblocks mal richtig loslegte und zeigte, wie schnell man ein ganzes Stadion benebeln kann.
Leider konnte die Stimmung unsererseits nur selten überzeugen, da der schleppende Spielverlauf und die Koordination ohne Trommeln und Megafon einfach einen guten Support unmöglich machten. Ab und an konnte man bei Wechsel- sowie bei ein paar Massenkompatiblen Gesängen auf sich aufmerksam machen.
Zum Intro in Halbzeit 2 gab es nochmals eine Pyroshow, unter dem Motto Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren mit passendem Banner, welche auch größtenteils kontrolliert „von der Hand“ ging und sehr schön anzuschauen war.
Der Oberhausener Stimmungshaufen unter dem Dach der Gegentribüne zeigte zum Einlaufen der Mannschaften eine Choreografie, welche als „nett“ eingestuft werden kann. Akustisch kam ab und an was im Gästeblock an, jedoch wie immer kein berauschender Auftritt. Heute war einfach auf beiden Seiten wenig los.
Das Spiel hatte nur ein einziges (und leider negatives!) Highlight zu bieten. In der 14. Minute verdrehte sich ausgerechnet Julian Koch im Strafraum richtig böse das Knie und musste mit der Trage vom Spielfeld getragen werden. Alles Gute Julian, komm schnell wieder auf die Beine! Ach ja Fußball wurde auch noch gespielt, wenn auch nur auf durchschnittlichem Niveau und so stand es nach 90 Minuten 0:0.

Leider geht der geliebte Meidericher Spielverein nicht gerade mit einem Lauf ins Pokal Halbfinale. Was soll´s, nur noch ein paar mal schlafen, dann ist Dienstag Abend 20:30h…
AUF GEHT’S JUNGS, MACHT EINE GANZE STADT STOLZ!

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Quelle: Martin