Bericht: MSV – Bochum (2:1)

Ein guter Tag für Duisburg, ein großer Tag für uns

Endlich wieder ein Spiel, an dass man sich noch lange erinnern wird! Zumindest sollte das für alle Mitglieder unserer Gruppe gelten. Wie schon im Vorfeld angekündigt, sollte unsere erste größere Choreografie über die Bühne gehen. Fast schon nebenbei stand noch ein Reviermatch auf dem Programm. Zu Gast waren am 26. Spieltag die Nachbarn aus Bochum, welche zum Glück nicht gerade in Topform an die Wedau reisten.
Zudem erwartete uns eine ordentliche Kulisse, wurde doch im Vorfeld mit 16.000 Besuchern gerechnet.

Bereits am frühen Sonntagmorgen versammelte sich unser im wahrsten Sinne des Wortes „kaputte“ Haufen im Stadion, um die choreografischen Vorbereitungen zu beginnen. Mit jedem Blick auf die Uhr stieg der Pegel der Anspannung. Natürlich sind wir nicht völlig grün auf dem Gebiet der optischen Ereignisse, doch eine Aktion die völlig auf dem eigenen Mist gewachsen ist, lässt den Adrenalinspiegel deutlich schneller steigen.
Pünktlich vor Toreröffnung waren die Vorbereitungen abgeschlossen. Das Stadion begann sich zu füllen und die Zeit verging wie im Flug. Die ersten Fahnen und Folien wurden verteilt, die Positionen für das Lösen der Blockfahne und des Spruchbandes eingenommen.
Und ab dafür!
Um 13:28h betraten die Mannschaften den Rasen und die heimische Nordkurve zeigte ihr schönstes Gesicht.
Ein eindeutigeres Zeichen hätte es nicht geben können, um unsere Verbundenheit zu Stadt und Gruppe darzustellen.
Trotz einiger Abzüge in der B-Note bei der Silhouette konnte man im Endeffekt stolz auf das sein, was eine kleine Gruppe von nichtmals 20 Mann bewegen kann.
Ein riesen Dank geht an alle Helfer von Sonntag, ihr habt den reibungslosen Ablauf mit uns möglich gemacht!

Sobald das Choreomaterial abwärts in Richtung Spielfeldrand wanderte, hieß es noch kurz „durchpusten“ um nun die volle Kraft dem drohenden Abstieg zu widmen. Die Konkurrenz im Abstiegskeller hatte die Tage zuvor teilweise gut Punkten können, weshalb wir nochmals mehr unter Druck standen.
Und auch im 4. Heimspiel dieses Kalenderjahres stellte sich zunächst alles dar wie gehabt. Rückstand bereits in Halbzeit 1. Doch da gerade in dieser Saison das leidgeprüfte Duisburger Publikum nichts mehr schocken kann, gab es keine Pfiffe von den Rängen.
Aus heiterem Himmel fiel in der 25.Minute durch ein völlig kurioses Eigentor der Bochumer der Ausgleich. Ein wahrer Glückstreffer, da der Zeitpunkt des Ausgleichs nicht besser hätte sein können.
Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause. Die Stimmung war von unserer Seite aus bis dato ziemlich durchwachsen, die Bochumer konnten sich in der Anfangs-Viertelstunde akustisch in Szene setzen.

In Halbzeit 2 dann das in diesem Jahr gewohnte Bild, der Meidericher Spielverein rannte mit Willen auf das gegnerische Gehäuse an, doch es fehlte einfach an klaren Konzepten im Angriffsspiel. Immerhin wachte die Nordkurve aus ihrem Winterschlaf auf und legte die beste Vorstellung des Kalenderjahres auf´s Parkett.
Von den 1.800 mitgereisten Gästen war bereits nichts mehr zu vernehmen. Beflügelt durch die gute Atmosphäre nahm Maurice Exslager in der 78. Minute sein Herz in die Hand und traf (aus Abseitsposition) von der Strafraumkante ins Tor und ins Herz der Nordkurve.
Wir hatten es geschafft, wir hatten tatsächlich einen Rückstand gedreht und gingen erstmals Zuhause in 2012 in Führung! Fast schon traurig, dass eine Führung derartige Gefühlsausbrüche produziert, war eine Führung vor heimischem Publikum noch in der vergangenen Saison Gang und Gebe.
Doch dieses Jahr ist alles anders, die 3 Punkte könnten am Ende der Saison überlebenswichtig sein! Mit großem Kampf und teilweise sogar überharten Fouls unsererseits wurde die knappe Führung über die 95.(!) Minute hinaus über die Bühne gebracht und der erste Sieg des Kalenderjahres war unter Dach und Fach!

Ein wahrlich perfekter Tag für uns. Die Choreo klappte gut und die Mannschaft auf dem Rasen schenkte uns einen so wahnsinnig wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib. Nach Abpiff gesellte sich Siegtorschütze Exslager noch an den Zaun und gab textsicher den Schreck von Niederrhein zum besten. Einigen war noch nicht zum Feiern zu Mute, zu sehr nagt die völlig verkorkste Saison an der blau-weißen Seele.

Der nächste Gegner heißt nun Paderborn. Dort könnte man sicherlich mit einem Punkt zufrieden sein. Hoffen wir auf ein zahlreiches erscheinen im Dorf, die Mannschaft braucht jede erdenkliche Stimme!

Bericht: Union Berlin – MSV

Zebras lassen in letzter Sekunde zwei Punkte liegen

Mit dem freitagnachmittags – Spiel beim Berliner Fußball Club aus Köpenick endete nicht nur die „Ostserie“ mit 5 Auswärtsspielen in den neuen Bundesländern am Stück (worunter 3 auf einen Freitag terminiert wurden, vielen Dank dafür!). Sondern auch die Serie der Torlosigkeit und letztlich auch die Niederlagenserie von 5 Pleiten in Folge.
Ein gutes Omen für die kommenden und entscheidenden Wochen?

Bereits vor der Partie war einem jeden blau-weißen klar, dass es mit einem Dreier an der Alten Försterei nur was werden kann, wenn wir eine klare Leistungssteigerung zeigen und der Gastgeber nicht an die guten Leistungen der letzten Wochen und Monate anknüpfen
konnte.
Aufgrund der mal wieder bescheidenen Terminierung reiste das Zebratross mit verschiedensten Mitteln in die Hauptstadt. Letztlich konnte man doch eine stattliche Anzahl von 250 Ruhrpottkanacken im Gästeblock ausfindig machen, worunter sich natürlich der ein oder andere Berlin-Tourist verirrte.
Auch am heutigen Tag verzichteten wir geschlossen als Szene auf den Einsatz von Fahnenmaterial, um wenigstens irgendein Zeichen in Richtung Mannschaft zu senden. Zum Intro gab es nur eine nette Raucheinlage und sonst nichts weiter.
Auf Seiten der Heimkurve gab es schon wesentlich mehr zu bestaunen. Diese Zeigte eine Choreo, welche den Erhalt der Stehplätze in den Stadien fordert. Für die Ausführung und die Message der Aktion eine glatte 1!
Während der 90 Minuten kann die Lautstärke des Heimsupports teilweise als durchschnittlich, und teilweise bei Einstieg der Gegengerade in die Gesänge als ordentlich laut bewertet werden.
Wir konnten im Gästesektor nur vereinzelt akustische Zeichen setzen, zu sehr nagt die verdammt schlechte Saisonphase an den Nerven des Meidericher Anhangs.
Als jedoch zum Erstauen aller im Stadion unser Team tatsächlich in der 62. Minute durch Exslager in Führung ging, auch noch durch eine ansehnliche Kombination auf dem Rasen, brachen bei allen Mitgereisten die Dämme. Was für eine Erleichterung nach so viel Schrott den man sich die letzten Wochen reinziehen durfte!
In der Folge hätten wir durchaus noch auf das 2:0 erhöhen können. Doch wie es oft so ist im Abstiegskampf, bringt dir ein gutes Spiel garnichts, wenn du vorne zu wenig Buden machst und die Abwehrreihe auf einem wackeligen Konstrukt steht. Zum absoluten Entsetzen des Meidericher Anhangs klingelte es tatsächlich noch in der 92. Minute zum Ausgleich der Unioner. Dass ein Ex-Spieler (Terodde) aus den eigenen Jugendreihen den Ausgleich erzielte, passte einfach zu 100% ins Bild. Unfassbar bitter, unfassbar schmerzhaft.
Wann endet dieser absolute Höllentrip? Die Mannschaft jeweils wurde nach Abpfiff vom Gästeblock mit Applaus verabschiedet. Sie war schlichtweg zu blöd, die knappe Führung über die Zeit zu retten.

Wir hoffen nun alle, dass das Spiel dennoch Auftrieb für die nächsten Wochen, und besonders für die nächste Aufgabe geben kann, wenn wir die Bochumer an der Wedau empfangen dürfen. Der MSV setzt mit der Ticket-Aktion ein gutes Zeichen an die Öffentlichkeit.
Kommt ins Stadion und schreit unseren geliebten Spielverein aus dem Keller!

Bericht: MSV – Fürth (0:2)

Niederlagenserie will nicht reißen!

Bitte weckt uns aus diesem Albtraum. Auch wenn es im Kopf weh tut, hier nochmal die Bilanz im Jahre 2012 vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Fürth:
4 Spiele, 4 Niederlagen!
Noch bitterer schmeckt die Erkenntniss, dass in all den verbockten Spielen die eigene Mannschaft absolut nicht verstanden hat, worum es geht, um den Abstiegskampf!
Während die Konkurrenz im Tabellenkeller das ein oder andere Spiel gewinnen konnte, treten wir seit Wochen brutal auf der Stelle. Und zu allem Überfluss gastierte am heutigen Freitachmittagstermin eine Mannschaft aus Fürth, die sich in einer überragenden Verfassung befindet.
Die Mannschaft zog sich unter der Woche lieber in ein Kurztrainingslager zurück, anstatt sich in der Stadt den Fans zu stellen.
Die Tradition zeigte, dass Kurztrainingslager nur in absoluten Ausnahmefällen zu anschließenden Siegen führte.

Nun zum Spiel. Von Beginn an war eine besonders angespannte und negative Stimmung im Wedaustadion zu erkennen. Nicht nur dank der vielen kritischen Spruchbänder unserer Gruppe in Richtung der Mannschaft beim Warmmachen, sondern auch aufgrund des Supports, welcher heute nicht organisiert und ohne Einsatz von Fahnenmaterial ablief. Heute lautete die klare Message:
Heute müsst ihr auf dem Rasen endlich mal Vorlegen, dann werden wir in der Kurve eure Leistung auch durch Lautstärke zurückzahlen!
Das Traurige an der heutigen fünften Niederlage am Stück war die Erkenntniss, dass die 11 Herren in blau-weiß heute wirklich wollten und vom Kämpferischen Niveau das beste Spiel des Kalenderjahres zeigten, aber schlichtweg die Qualität fehlt und die Verunsicherung gerade im Offensivbereich dazu führt, dass wir momentan einfach nicht stark genug für Liga 2 sind.
Nur noch mal zur Erinnerung: Vor ziemlich genau einem Jahr machten wir den Einzug ins Pokalfinale perfekt und spielten Konstant im oberen Drittel der Liga mit. Viel brutaler kann der Sport doch nicht sein!

Die Stimmung war vor allem in Halbzeit 2 sehr annehmbar, die Nordkurve „dankte“ dem Team schon dafür, dass es sich endlich verausgabte und gegen den Tabellenführer ordentlich mitspielen konnte. Doch wenn du unten drin stehst, bringt dir gut mitspielen garnichts, du bekommst die Gegentore fast automatisch. So nutzte Fürth die wenigen Möglichkeiten, um einen am Ende doch ungefährdeten Sieg einzufahren.

5. Niederlage im 5. Spiel dieses Kalenderjahres, eine wahnsinns Talfahrt. Man fragt sich aktuell, gegen welchen Gegner denn noch wirklich Punkte im Kampf um den Verbleib in der Liga gesammelt werden können.
Die nächste Aufgabe lautet Auswärts Union Berlin, und selbst dort muss man sich Sorgen darum machen, wie man etwas zählbares aus Köpenick nach Duisburg entführen kann.

Ein riesen Dank geht an die Jungs, die uns per Spruchband zum 5-Jährigen bestehen gratuliert haben. Unser Jubiläum konnten wir am vergangenen Samstag den 25.02 feiern.

Bericht: Dresden – MSV (2:0)

Unsere Farben mit Schande beschmutzt…

Es war ein aus Duisburger Sicht mehr als finsterer Freitagabend im ehemaligen Rudolf-Harbig-Stadion. Viertes Spiel 2012 – vierte Niederlage. Einen Punkt vor einem Abstiegsplatz und nicht einmal den Hauch einer Aussicht auf Besserung. Was sich dieser Tage in einem jeden Duisburger Herz abspielt ist mit Worten wie Verzweiflung, Angst, Enttäuschung, Wut und Scham nur ansatzweise zu skizzieren, jedoch bei weitem nicht ausreichend um das wahre Ausmaß des Abgrunds zu beschreiben. Viel zu tief ist ein jeder in seiner Ehre und seinem Stolz verletzt, als das man zur Zeit einen klaren Gedanken fassen könnte. Doch erst einmal zum Spiel:

Knapp 22100 Zuschauer (darunter ca. 130 tapfere Duisburger Recken) sollten den Rahmen für eine weitere erbärmliche Leistung unserer „Mannschaft“ bilden. Das Spiel begann mit einem sehr ansehnlichen Intro in Form einer Choreographie über die gesamte Heimkurve, welche einen chronologischen Verlauf der Dynamo-Historie darstellte. Optisch vermochte es der kleine Trupp aus dem Pott im Gästesektor durch verhältnismäßig zahlreiche Zaunbeflaggung und Schwenker zu punkten. Allerdings gelang es leider zu keiner Zeit, auf Grund der totalen zahlenmäßigen Unterlegenheit, wirklich akustische Signale zu setzen. Während ein wahrlicher Grottenkick vor sich hintrottete blieb der berüchtigte K-Block jedoch weitgehend hinter seinen Möglichkeiten – bis zum 1:0 und somit bis zu einem weiteren Rückstand für unsere Zebras. Als wäre das nicht schon schlimm genug gewesen klingelte es keine 120 Sekunden später erneut im Duisburger Kasten. Eine vorhandene bzw. funktionierende Abwehr (wie sie im Profifußball von Vorteil sein soll) war auf blau-weißer Seite nicht zu erkennen. Nach den beiden Treffern zeigte der Heimanhang dann endlich einmal wozu er fähig ist und spulte ein sehr lautes Restprogramm bis zum Abpfiff ab. Die 130 gebrochenen Herzen vom Niederrhein hingegen waren verstummt, geschockt und am Boden. Nachdem sich der charakterlose Haufen, welcher zur Zeit auf der Meidericher Gehaltsliste steht, dann vor die Gästekurve stellte, explodierten die Emotionen und einige harsche, doch angebrachte Worte wurden an die Spieler gerichtet. Danach machte man sich auf die lange, in Lethargie versunkene Heimfahrt gen Westen.

Abschließend bleibt wohl nur noch zu sagen, dass wir, die Proud Generation Duisburg, stets voller Stolz unsere Farben unterstützt haben und werden! Doch was diese „Spieler“ ohne Herz und Leidenschaft momentan aus unserem geliebten Verein machen….man möchte ihnen mit gebrochenem Herzen und tränendem Auge sagen: „Ihr habt unsere Farben beschmutzt, unseren Verein beschämt und letzten Endes auch einen Teil unseres Stolzes mit Füßen getreten! Kämpft oder geht, aber dieses Leid und diese Schande wollen und werden wir nicht länger hinnehmen!