Bericht: MSV – St.Pauli (0:1)

Die Talfahrt geht weiter

Hatte man es in den letzten fünf Spielen vor der Winterpause noch vermocht seinen Punktestand in der Tabelle zu verdoppeln, so wurden alle blau-weißen Hoffnungen auf eine Wende nach dem Auftreten der „Mannschaft“ in den ersten Partien des neuen Jahres so langsam wieder begraben. Zu allem Überfluss sollte sich diese Negativbilanz auch im dritten Spiel 2012 gegen die Gäste vom Millerntor nicht verbessern.

Das weite Rund des Wedaustadions war an diesem Freitagabend mit knapp über 15000 Zuschauern mal wieder etwas erfreulicher gefüllt. Während der Stimmungsblock einen recht guten Start ins Spiel fand, verdichtete sich das Bild auf dem Rasen, welches uns in den letzten Partien bereits vermittelt wurde: so agierten unsere Zebras in Hälfte eins zu unsicher und ungefährlich am Ball, was widerum einmal mehr den Rückstand zur Folge hatte. Anschließend war die Stimmung etwas durchwachsener, doch wollte man sie nie vollends abreißen lassen. Auch in Halbzeit zwei verbesserte sich der Meidericher Spielverein nur unwesentlich und versuchte weiterhin durch eine schier endlose Reihe an weiten und meist auch unpräzisen Bällen nach vorne eine Mittel gegen die Kiezkicker zu finden. Letztere schienen jedoch auch nicht wirklich ihren besten Tag erwischt zu haben, wobei sich das bei der Duisburger Devise dieses Abends „Ball zig mal hinten herumschieben und anschließend weit raus schlagen“ als auch nicht zur Führungsverteidigung notwendig erwies. Mit der Schlussphase kam dann noch einmal etwas mehr Spannung in die Partie und die Zebras kamen zu einigen kleineren Chancen. Dies lies die Nordkurve auch nicht unbelohnt und brachte die letzten Gesänge noch einmal etwas enthusiastischer hervor. Leider blieb es bei dem Spielstand von 0:1 und unsere Zebras versäumten es einmal mehr die ersten Punkte dieses Jahres für uns einzufahren.
Der Gästemob war 2-3 mal in der Lage sich Gehör zu verschaffen, doch dies auch nur außerhalb der „Duisburger Drangphasen“ (sofern man die besseren Offensivaktionen überhaupt so betiteln kann) und nach dem Führungstreffer. Optisch waren die ca. 2000 Fans aus der Hansestadt durch einige Armparaden aufgefallen, was jetzt aber auch niemanden wirklich vom Hocker hauen konnte.

Was uns von diesem Abend bleibt ist die immer weiter steigende Angst im Abstiegskampf, welchen wir nach dieser wiederholten Pleite nun endgültig erreicht haben und die Frage, ob der Haufen der zur Zeit über den Rasen des Wedaustadions stolpert einfach nicht besser kann oder will! Vielleicht zeichnet sich eine Antwort darauf bereits am nächsten Freitag ab, wenn man zur Dynamo nach Dresden reist.
Hoffen wir das sich genügend Duisburger ein Herz fassen und trotz der aktuellen Spielsituation dort versuchen werden unsere Farben aus diesem Abgrund herauszusingen und -zubrüllen.

In diesem Sinne: be proud!

 

Bericht: Rostock – MSV (4:2)

Zweite Niederlage im zweiten Spiel

Nach einer ätzend langen Winterpause nahm die 2. Bundesliga in der vergangenen Woche wieder den Spielbetrieb auf. Prompt gab es für unseren Spielverein aufgrund einer sehr unglücklichen Heimniederlage gegen den Mitabstiegskonkurrenten FSV Frankfurt ein böses erwachen.
Nun stand ein weiteres richtungsweisendes Spiel an. Auswärtsspiel beim Liga-Schlusslicht aus Rostock!

Am frühen sonntagmorgen machten sich 2 Doppeldecker und 1 50er Bus plus weitere PKW-Besatzungen auf den Weg an die Ostsee. So erreichten letztlich ohne nennenswerte Zwischenfälle 250 Ruhrpottkanacken die Hansestadt.
Der Rasen, wenn er denn als solcher bezeichnet werden konnte, war traditionell in Rostock in einem katastrophalen Zustand. Also konnte heute nur über Kampf und Leidenschaft der Sieg erzwungen werden.
Leider lassen die 4 (!) Gegentreffer erahnen, dass auf unserer Seite nicht viel zu sehen war von diesen Elementaren Werten im Abstiegskampf. Zu oft wurde versucht, mit „klein-klein“-Spielereien zum Erfolg zu kommen. Rostock machte uns traurigerweise vor, wie es geht sich aus einer Abwärtsspirale zu befreien. Zwar bewiesen wir zumindest in Halbzeit 1 Moral, indem ein Rückstand zwei mal hintereinander ausgeglichen werden konnte, doch daran konnte unser Team im 2. Durchgang nicht mehr anknüpfen.
Die Stimmung im Gästebereich kann im ersten Abschnitt als sehr ordentlich bezeichnet werden, konnte man trotz numerischer Unterlegenheit die ein oder andere Duftmarke setzen. Zudem macht das (Zaun-)Fahnenbild weiter Forschritte in Duisburg. Weiter so!
In Halbzeit 2 fiel der Gästepöbel nur noch durch eine kleinere Pyroeinlage auf, zu frustrierend war der Spielverlauf mittlerweile.
Die Heimseite um die Suptras boykottierten u.a. aufgrund zahlreicher Auflagen seitens des Vereins den koordinierten Support, doch konnte man bei vereinzelten Schlachtrufen das immernoch vorhandene Potenzial der Kurve erahnen.

Mit ner dicken Enttäuschung und jeder Menge Frust wurde letztlich die 7-stündige Heimreise angetreten. Als nächstes dürfen wir am freitagnachmittag mit St.Pauli einen in dieser Situation sehr harten Brocken begrüßen.
Und nichtsdestotrotz muss nochmals betont werden:
Duisburg, wehrt euch gemeinsam gegen den Abstieg!
Alle zusammen!

Bericht: MSV – FSV Frankfurt (1:2)

Ernüchterung zum Jahresauftakt

Die gefühlt längste Winterpause aller Zeiten (oder war sie es sogar?) sollte heute am bescheidenen Freitag nachmittags- Termin enden. Paradoxerweise spielt der Wettergott momentan wahrlich verrückt. So musste der hartgesottene Fan sehr eisige Temperaturen über sich ergehen lassen, während es in der Zeit der Winterpause beste Konditionen zum kicken gegeben hätte.
Der heutige Kontrahent sollte auch nicht unbedingt für warme Gedanken sorgen, durfte man im Wedaustadion den Verein aus Frankfurt Bornheim begrüßen. Doch letztlich geht man für den Spielverein ins Stadion und nicht für irgendwelche Gegner, weshalb die erhöhte Vorfreude vor Anpfiff vielen anzumerken war.

Im mit 9.500 Mann gefüllten Rund bezog sich das Intro im Herzen der Nordkurve heute thematisch auf die Pyrotechnik-Kampagnie. Der nicht unbedingt überraschende Standpunkt der Duisburger Ultràszene bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik wurde per Spruchband und dem bekannten Großbanner nochmals hervorgehoben.
Unsere 11 Mannen auf dem Platz erwischten einen richtig guten Start auf einem rutschigen und nur sehr schwer bespielbaren Acker. Doch unsere Sturmspitzen, allen voran Domovchiyski, scheiterten mehrmals kläglich vor dem Frankfurter Tor. Und so kam natürlich der Zeitpunkt der allseits bekannten Fußballweisheit. Machste die Dinger vorne nicht, bekommste hinten eins… Und so stand es nach 17 Minuten 0:1 aus unserer Sicht!
So richtig erholen konnte sich die Mannschaft von diesem Schock bis zur Pause nicht mehr.
In Halbzeit 2 begannen die Meidericher ähnlich furios und wurden diesmal mit dem verdienten Ausgleichstreffer durch Sukalo belohnt. Anschließend entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, doch zum erneuten Entsetzen konnte der Gast aus Bornheim in Minute 69 erneut den Führungstreffer nachlegen. Unfassbar!
War man sich vor Anpfiff noch ziemlich sicher die 3 Punkte in Duisburg zu behalten, wanderten diese nach 90 unglücklichen Minuten nach Hessen. Niederlage!

Die Stimmung unsererseits konnte heute leider (mal wieder) nicht überzeugen. Im 2. Durchgang konnte man zwar bis zur 70. Minute einen Gang zulegen, doch war es der Gangwechsel vom 1. in den 2. Gang. Viel zu selten gelang es, die Nord zum Abgehen zu pushen. Der beschissene Spielverlauf tat sein Übriges dazu bei.
Der Gästeblock fiel durch ca. 50-60 Anhänger auf welche ein wenig Fahnenmaterial dabei hatten, aber sonst während des Spiels nicht zu vernehmen waren.

Nächste Woche geht es zum attraktiven Kick nach Rostock. Dort geht es bereits um sehr Vieles für unseren Spielverein, will man nicht endgültig bis zum 34. Spieltag im Abstiegsstrudel stecken bleiben.
Come on Duisburg!

Bericht: Cottbus – MSV (1:1)

Zebras erkämpfen Punkt in der Lausitz

Duisburg und Cottbus. Wer sich nur ein paar wenige Sekunden Zeit nimmt, um die Beziehung zwischen diesen beiden Vereinen im letzten Jahr zu beleuchten, dürfte auf wahrlich brisante Vorfälle stoßen.
Zum Einen natürlich omnipräsent, das hitzige Halbfinale der letztjährigen Pokalsaison mit dem besseren Ende für unseren MSV, zum Anderen die Abwanderungen von Jula und Shao, welche bekanntermaßen unter wütenden Protesten des Ex-Energie-Coaches Pele Wollitz beide im Sommer an die Wedau gelotzt werden konnten. Hinzu sind Spiele gegen Cottbus seit längerem immer hart umkämpft und von vielen Emotionen geprägt.
Zum Rückspiel der Saison 11/12 scheinen sich die Gemüter auf beiden Lagern beruhigt zu haben. Die Lausitzer stehen im Tabellenmittelfeld, während der Meidericher SV sich Schritt für Schritt im unteren Tabellenmittelfeld festsetzen konnte. Ohne den allergrößten Druck konnte man sich also an einem sonntagmorgen auf in Richtung Ostdeutschland
machen.
Die knapp 8 stündige Hinfahrt mit 2 Szenebussen verbrachte der Eine schlafend, der Andere feiernd, um schließlich gegen 12:00h den Ground zu erreichen.
Vor Ort mal wieder das übliche und leidige Spiel mit dem eindeutig zu peniblen Einlasskontrollen und Einschränkungen im Gästeblock. Das „Ordnungspersonal“ in Cottbus ist einfach völlig Fehl am Platz in einem Fußballstadion. Hier wird einem Gästefan Jahr für Jahr der Spaß aufs völlige eskalieren bereits im Vorfeld genommen.
Nichtsdestotrotz fanden die bekannten Duisburger Zaunfahnen unter lächerlichsten Bedingungen ihren Platz an sämtlichen Zäunen oder Wellenbrechern.
Mit gut 200 Mann im Gästeblock wurde trotz Allem versucht, die Mannschaft standesgemäß anzupeitschen. Zum Intro kam ein Spruchband zum Vorschein, welches darauf hinwies, die Bemühungen um das Einsteigen von Andreas Rüttgers, Abteilungsleiter beim Stadionsponsor Schauinsland-Reisen, mit sehr kritischem Auge zu verfolgen.
Der Support unsererseits konnte in der ersten Hälfte lautstärketechnisch nur selten überzeugen, was auch nicht sonderlich verwundert aufgrund der „Größe“ des Gästepöbels. Passend dazu schenkte uns der Gastgeber in einem abwechslungsreichen Spiel in Minute 34 das erste Tor des Spiels ein. Mit dem Rückstand ging es auch in die Kabine.
In Halbzeit 2 veränderte sich fortan das Bild. Unsere Kicker auf dem Platz wollten sich nicht mit der Niederlage abfinden und erspielten sich einige gute Torchancen, ehe in Minute 59 Berberovic mit Gelb-Rot vom Platz flog und die Meidericher in Unterzahl weiterspielen mussten. Doch völlig unbeeindruckt ob des Platzverweises, spielten wir weiter munter auf das Tor der Gäste und es entwickelte sich erneut eine sehr gute Partie zweier gleichwertiger Mannschaften. Und in der 75. Minute geschah es. Branimir Bajic konnte nicht nur für den verdienten Ausgleich, sondern auch für absolute Feierstimmung im Gästeblock sorgen. Denn nach dem Ausgleich konnten sich die mitgereisten Zebras sehr gut Gehör verschaffen im mit 7.500 Mann gefüllten Stadion der Freunschaft. Von der Heimkurve, welche bis zum 1:0 von der Lautstärke her recht ordentlich auftrat, kam nach dem Ausgleichstreffer rein garnichts mehr.
Wir überstanden noch eine letzte Drangphase des FC Energie in der Schlussphase, ehe der wichtige Punkt gemeinsam mit der Mannschaft bejubelt werden konnte.
Die Rücktour verlief dementsprechend feucht-fröhlich und man betrat gegen 23:00h wieder heimischen Boden.

Als letztes wollen wir allen MSV-Fans und Untersützer unserer Gruppe ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein (sportlich) besseres Jahr wünschen!

Stay proud!