Bericht: FSV Frankfurt – MSV (0:0)

Nach einem wirklich verpatzten Saisonauftakt (Niederlagen gegen Karlsruh´ und Cottbus) gelang es unserer Mannschaft am vergangenen Wochenende den ersten Pflichtspielsieg einzufahren, als man im DFB Pokal die Babelsberger mit 2:0 glanzlos schlagen
konnte.
Nun hoffte der Zebraanhang auch mal wieder im Ligabetrieb drei Punkte mitzunehmen. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…
Am frühen Sonntagmorgen traf sich die gewohnt motivierte Gruppe am Hauptbahnhof um per Bus gen Frankfurt zu düsen. Im Gepäck neben den üblichen Getränken natürlich jede Menge gute Laune und Vorfreude auf den doch sehr schmucken Bornheimer Hang zu Frankfurt.
Da der Fahrer unseres Gefährts nur 500 Meter vor dem Stadion leicht die Orientierung verlor und die Busbesatzung quer durch Bornheims Gartenanlagen manövrierte, um dann ein riesen Wendemanöver hinzulegen, erreichten wir den Ground erst eine halbe Stunde vor Anpfiff.
Doch schnell wurde der Zaun um einige schöne Zaunfahnen bereichert und so konnte man nicht einen einzigen nicht-beflaggten Bereich mehr erkennen. So muss das sein, Duisburg macht in der Hinsicht weiter Fortschritte!
Das Spiel ist schnell erzählt. In Halbzeit 1 gab es noch Chancen hüben wie drüben, ehe man in Halbzeit 2 eines der schlechtesten Spiele seit langer Zeit ertragen musste. Vom so temporeichen und herzerfrischenden Fußball der letzten Saison ist bei unseren Zebras absolut überhaupt nichts mehr zu sehen. Daran muss sich (leider) auch ein Duisburger wieder dran gewöhnen. So endete das Spiel völlig verdient mit einem torlosen Remis.
Die Stimmung wusste im mit 1000 Mann gefüllten Gästeblock gerade in der ersten halben Stunde sehr zu gefallen, konnte man doch u.a. durch einen brachialen Schreck vom Niederrhein überzeugen.
Doch der zunächst gut aufgelegte Gästeblock ließ passend zum trostlosen Kick unserer Mannschaft mehr und mehr nach. Man konnte keine weiteren nennenswerten Impulse in Richtung rasen senden. Nach Abpfiff wurde das Team mit einer Mischung aus verkrampftem Beifall und vermehrten Pfiffen verabschiedet. Sollte nächste Woche gegen die Hansa aus Rostock nicht gewonnen werden, ist die erste Krisenstimmung an Rhein und Ruhr vorprogrammiert…

 

Bericht: Pokal Babelsberg – MSV (0:2)

Erstes Erfolgserlebnis in Babelsberg

Der Sart in die Spielzeit 2011/2012 ist alles andere als rund gelaufen. Zwei Spiele – zwei Niederlagen – Null Zähler – 3:5 Tore. So ließt sich die bislang äußerst magere Bilanz der Zebras. Klar, die Saison befindet sich gerade einmal in den kleinsten Größen des ersten Paares Kinderschuhe, trotzdem und das wird wohl kein Zebraherz abstreiten können, war die Ernüchterung nach diesem Auftakt groß. Vielleicht kam es da gerade recht, dass es an diesem Wochenende im Pokal gegen den unterklassigen SV Babelsberg 03 gehen sollte. Oder war gerade das die Gefahr. Die Gefahr mit der dritten Niederlage im dritten Spiel – gegen einen Drittligisten – die Stimmung vorläufig in den Keller sinken zu lassen. Den Kopf voller solcher Gedanken machten sich am Samstag gegen sechs Uhr vier Busse und eine Zugbesatzung voller Zebras auf den Weg Richtung Berlin. Allerdings sollte das Ziel diesmal ein weitaus kleineres Rund als vor rund zwei Monaten sein. Es ging schließlich in das knapp 9.000 Zuschauer fassende Karl-Liebknecht Stadion zu Babelsberg und nicht in das Olympia Stadion in der Hauptstadt Berlin.

Bei wieder einmal alles anderen als sommerlichen Wetterbedingungen erreichten die Busse rund eineinhalb Stunden vor Spielbeginn das Stadion. Während dieses auf Gewisse Weise wusste seinen Charme zu präsentieren schaffte das der Anhang des Vereins aus Babelsberg nicht ansatzweise. Der Heimauftritt kann von vorne bis hinten als schwach abgestempelt werden. Im Gästesektor versammelten sich nur knapp 350 MSV’ler. Beschämend dafür, dass noch vor nicht allzu langer Zeit mehr als 25.000 Duisburger an jeder Ecke weinten, um noch irgendwie eine Karte für das berüchtigte Endspiel der vergangenen Pokalsaison, an ganz ähnlicher Stelle, zu bekommen. Nicht nur der Champagner, sondern auch das alltägliche Graubrot sollten von einem Fan verspeist werden. Aber lassen wir dieses Thema. Über 90 Minuten versuchten die Anwesenden das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. Im Dauerregen hatte man es nicht immer geschafft wirklich laut zu sein, schaffte es aber über große Teile gemeinsam durchzudrehen und sich bemerkbar zu machen. Nicht mehr nicht weniger. Optisch wusste dagegen vor allem die Blockbeflaggung wieder einmal zu überzeugen. Auf dem Spielfeld wurden die teilweise erwarteten Befürchtungen einer erneuten Niederlage souverän aus der Welt geräumt. Ohne Mühe und mit teilweise schönen Spielzügen gewannen die Zebras mit 2:0 und schafften es zeitweise sogar Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf zu versprühen.

Nach dem Spiel gab es erste Annäherungen zur Mannschaft, mit der man gemeinsam das Weiterkommen bejubelte. Mitten in diesem Geschehen kam es zu Auseinandersetzungen von Teilen der Duisburger Anhänger und dem Block der Babelsberger. Zu diesen Ereignissen bleibt uns nur zu sagen, das Politik für unsere Gruppe, in keinster Weise, egal in welche Richtung, ob rechts, links, oben, unten etc. etwas im Fußball zu suchen hat. Das, sollte an dieser Stelle auch noch einmal gesagt sein, war wohl auch etwas was viele im Gästeblock bereits kurz nach der Ankunft schockierte: Nicht, dass diese Tatsache nicht bereits im Voraus bekannt gewesen wäre, aber im Karl-Liebknecht Stadion scheint die Politik in eine Richtung ganz offensichtlich zum Fußballalltag voll dazu zu gehören. Letztlich machte man sich, als sich die Geschenisse nach Abpfiff beruhigten auf den Weg zu den Bussen. Hier trank man seine ersten gemeinsamen Bierchen auf den Sieg und fachsimpelte über mögliche Zweitrundengegner und durchaus attraktive Konstalationen die uns die Auslosung am Samstag bescheren könnte, ehe man gegen rund 0:00 Uhr endlich wieder Duisburger Boden betrat.

 

Bericht: MSV – Cottbus (1:2)

Duisburg gegen Cottbus – da werden positivste Erinnerungen wach! Na klar, da muss ein jedes Zebra gleich an das letztjährige Pokalhalbfinale an der Wedau denken, welches mit 2:1 gewonnen wurde.
Und auch heute sollte das Spiel zur Prime-Time-Zeit um 20:30h wieder einiges an Brisanz mit sich bringen.
Doch zuerst traf man sich wie gewohnt am Container, um nur wenig später die neue Position im Stimmungsblock zu beziehen. Wir zogen nämlich aus diversen Gründen einige Etagen tiefer fast hinter unsere Zaunfahne.
Zum Intro gab´s heute eine nette Choreo im Stimmungsblock. Die Heimspielsaison wurde also gebührend eingeleitet! Das Auftaktspiel vor einer Woche ging beim KSC schon mit einer 3:2 Niederlage in die Hose. Und man muss auch heute festhalten, dass unsere Mannschaft bereits eines richtig gut verinnerlicht hat, und zwar das „Gegentore bekommen im Minutentakt“. Da liegst du nach 11 Minuten vor heimischer Kulisse mit 0:2 zurück. Gibt´s das? Doch völlig unbeeindruckt ob des peinlichen Geschehens auf dem Rasen, stand die Nordkurve wie eine 1 hinter der Mannschaft. Dies beflügelte unsere Kicker auf dem Rasen dazu, immerhin noch in Minute 16 recht schnell den Anschlusstreffer zu erzielen.
Jetzt hielt es teilweise niemanden mehr auf den Sitzen und auch das Spiel nahm rapide an Giftigkeit zu, was sich an der Bilanz der gesammelten gelben Karten ganz gut abliest.
In Halbzeit 2 versuchten unsere 11 Mannen zwar mit Mühe und Leidenschaft, die rote Mauer zum Einsturz zu bringen, doch es half alles nichts. 2. Niederlage im 2. Spiel!
3 Punkte konnten heute höchstens supporttechnisch an der Wedau bleiben, lange hat es hier keine so annehmbare Stimmung trotz fast 90 minütigem Rückstands gegeben.
Der Gast aus Cottbus fiel wie so oft kaum bis gar nicht auf, doch immerhin fanden zu der sehr bescheidenen Anstoßzeit um die 300 Gäste unter den 15000 den Weg ins Wedaustadion.

In diesem Sinne… Auf nach Babelsberg, auf zum ersten Pflichtspielsieg!

Bericht: Karlsruhe – MSV (3:2)

Fehlstart im Wildpark …

… und dabei hatte alles so unglaublich gut angefangen. Aber der Reihe nach. Es waren zwar nur rund acht Wochen vergangen seit dem denkwürdigen 21.Mai in Berlin, ehe für unsere Zebras an diesem Wochenende bereits wieder der Startschuss für eine neue Jahresrunde fallen sollte, und trotzdem war auch diese verkürzte Sommerpause wieder einmal viel zu lang für ein jedes Zebraherz. Zu nah waren noch die Erinnerungen aus der vergangen Saison als das es einem nicht in den Fingern kribbeln würde endlich wieder die Zebras auf dem Rasen um Zählbares kämpfen zu sehen.

Zum Saisonauftakt führte uns der Spielplan in den altehrwürdigen Wildpark zu Karlsruhe. Sicher nicht DAS Traumlos zum Saisonauftakt, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert – erst recht nicht als Fussballfan – und schon gar nicht als Anhänger des MSV. Trotzdem war die Vorfreude groß. Und man konnte sogar so etwas wie Euphorie in Meiderich verspüren. Knapp 6.000 Fans beim ersten Training und 8.000 Zebras beim Testkick gegen einen bulgarischen Meister hat man hier auch nicht alle Tage. So machte sich auch zum Saisonauftakt eine spürbar größere Anzahl an Zebras auf den Weg nach Karlsruhe. Während man in den Vorsaison – wohlgemerkt zweimal in Folge an einem Freitagabend – nur mit knapp 200 Mann im Gästeblock beinahe unterzugehen schien, fanden sich an diesem Sonntag rund 800 Zebras im Wildpark ein. Dabei hatte es das Wetter zum Saisonauftakt wirklich nicht gut mit den Zweitligafans Deutschlands gemeint. So standen auch wir beim KSC von Beginn an voll im Regen. Seit der Ankunft rund 90 Minuten vor dem Anpfiff regnete es bis zu den ersten Spielminuten ohne Unterbrechung durch – sommerliches Deutschland. Diese widrigen Bedingungen wurden aber schnell vergessen. Äußerst schnell. Bereits nach handgezählten 17 Sekunden zappelte der Ball das erste Mal im Tor des KSC. Eine der vielen Neuzugänge, Kevin Wolze vollstreckte ohne Probleme zum 1:0. Zu schön um wahr zu sein. Schnell begann man leise von einer tollen Saison zu träumen im Gästeblock. Dieser Traum wurde in den darauffolgenden Minuten aber auf unschöne Art und Weise beendet. Nur 20 Minuten später stand es 1:3. Die Abwehr wirkte löchrig und das gesamte Team schien noch nicht den Halt aus der glorreichen Vorsaison erreicht zu haben. Im weiteren Spielverlauf reichte es nur noch für den 2:3-Anschlusstreffer. Null Punkte zum Auftakt! Man war mal wieder per Schnellticket im knallharten Zweitligaalltag angekommen. Es war irgendwie wie immer beim MSV. Und vielleicht ist es ja genau das, was die Liebe zu den Meiderichern ausmacht.

Stimmungstechnisch war der Saisonstart durchwachsen. Zu Beginn machte man sich häufig durchaus bemerkbar, was im Spielverlauf aber zunehmend abnahm. In Hälfte zwei sorgten nur noch interne Echos für lautstarke Unterstützung. Der Gastgeber aus Karlsruhe eröffnete die Saison mit einer hübschen Choreo vor 17.000 Zuschauern im gutgefülltem Wildpark. Akustisch auch von der Heimseite ein mittelprächtiger Auftritt. Am zweiten Spieltag gilt es für uns Zebras jetzt den Hebel rechtzeitig umzulegen. Gegner ist dann die Energie aus Cottbus.