Kategorie: Spielberichte 12/13

Bericht: MSV – Paderborn (3:2)

Drei Punkte zum Saisonabschluss!

Was für eine Saison! Nach einer grauenvollen Hinrunde, in der man schon fast in die Tiefen der dritten Liga blicken konnte, erspielten unsere Zebras durch eine souveräne Rückrunde doch noch die Wende und beendeten die Spielzeit 2012/13 auf dem elften Tabellenplatz – durchaus ordentlich, wie wir finden!
Auch der Fußballgott war am letzten Spieltag der 2. Liga wohlgesonnen und bescherte, mit ausreichend Sonnenschein, eine gute Grundlage, um vor Anpfiff bereits den Grill anzufeuern.

13427 Zuschauer pilgerten an die Wedau, um die Saison gemeinsam ausklingen zu lassen. Den Gästebereich füllten davon etwas 650 Anhänger.
Ein vom Verlauf her spannendes Spiel wurde angepfiffen. Perthel erzielte den Führungstreffer der Marke „Tor des Monats“ aus 25m in den rechten Winkel – ein geiles Ding! Diesen glichen die Gäste von der Pader jedoch kurz danach aus, ehe Kapitän Bajic durch einen Foulelfmeter erneut die Duisburger Führung erzielte. Dann der Doppelschlag in alle blau-weißen Gesichter: zunächst glichen die Ostwestfalen erneut aus und dann sah unser Kapitän auch noch kurz darauf die rote Karte. Wer jetzt aber gedacht hat, dass Blatt würde sich zu unserem Nachteil wenden, der sollte eines besseren belehrt werden: Sören Brandy erzielte in der Schlussphase das durchaus ansehnliche 3:2-Siegtor aus unmöglich spitzem Winkel – ein Traum! Dann der Abpfiff! Sieg – drei Punkte – Platz elf – Saisonende!
Danach feierte man ausgelassen und verabschiedete die Spieler, welche unsere schöne Stadt zur Sommerpause verlassen. An dieser Stelle noch einmal ein Dank an Koch, Baljak, Brosinski, Berberovic, Domovchiyski, da Silva, Hennen und Abdulla für ihre Leistungen für den MSV.
Die Stimmung in der Nordkurve war an diesem Tag zwiegespalten: in Halbzeit 1 schwankend, ebbte sie vor allem nach dem Ausgleich für einige Minuten ab. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild, ehe jedoch nach dem Platzverweis der Knoten platzte und man endlich etwas lauter wurde. Spätestens nach dem 3:2 war dann auch kein Halten mehr und alle stimmten gelassen mit ein.
Darüber hinaus präsentierte der Stimmungsblock vor der Partie eine kleine Choreo im Zeichen des MSV-Logos, welche durch blau-weißes Konfetti untermalt wurde. Nach der Pause wurde zudem ein Spruchband gegen die seit Jahren permanente Insolvenzbedrohung gezeigt.
Der Gästesektor war akustisch kaum zu vernehmen. Lediglich nach den Ausgleichstreffern kam etwas Schwung in den Laden. Ansonsten sah man auch nur teilweise eine konstante Mitmachquote im unteren Blockbereich.

Die Saison ist vorbei und wir, die Proud Generation Duisburg, möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei allen Wegbegleitern und Unterstützern bedanken, welche sich mit uns durch diese recht eigenwillige Saison geschlagen haben! Ohne euch wäre vieles nicht so gut gelaufen! Vielen Dank!

Natürlich werden wir für die treuen Leser unserer Homepage auch wieder die ein oder andere Sommerimpression online stellen, daher riskiert auch trotz des ruhenden Spielbetriebs mal immer wieder einen Blick auf unsere Seite – es könnte sich lohnen!
Wir wünschen euch eine erholsame Sommerpause! Auf das wir nächste Saison alle gemeinsam mit neuer Kraft und Elan für unseren Verein Gas geben! Alles für Duisburg – alles für den MSV!

Bericht: Union Berlin – MSV (2:1)

Klassenerhalt trotz Niederlage!

Die letzte Auswärtstour der Saison führte unseren Meidericher Spielverein nach Berlin-Köpenik. In der alten Försterei traf man auf die Berliner Union. Unter den 19556 Zuschauern befanden sich auch gut 600 mitgereiste Zebraanhänger.

Bereits in den frühen Morgenstunden machte man sich mit einigen 9er-Besatzungen auf den Weg in die Hauptstadt. Dort angekommen beflaggte man Zaun und Wellenbrecher, ehe man am Bierstand zunächst das enttäuschende Alkoholfreie erblickte.
Es folgte der Anpfiff! Das Spiel begann recht zügig mit einigen Chancen auf Seiten der Zebras – unter anderem ein ansehnlicher Seitfallzieher. Jedoch gelang es unseren blau-weißen Jungs mal wieder nicht, das Runde in dem Eckigen unterzubringen. So trennten sich die Mannschaften torlos in die Halbzeit.
Kurz nach der Pause ließ Kevin Wolze den Gästeblock jubeln, indem er im Strafraumgestochere den Überblick behielt und den Treffer zum 0:1 mit einem wunderschönen Schlenzer aus ca. 16 Metern markierte!
Die Freude darüber dauerte allerdings nicht allzu lange und so glichen die Hausherren wenige Zeigerumdrehungen später bereits wieder aus. Dann hatte unser 10er auf einmal den Ball – wenige Meter vor dem Keeper der Eisernen! – freistehend auf dem Fuß, jedoch scheiterte dieser kläglich und schoss dem Schlussmann direkt in die Arme. Getreu dem Motto “ Wer sie vorne nicht macht, kassiert sie hinten!“ pfiff der fragwürdige Offizielle mit den bunten Karten auch noch einen Elfer gegen uns. Dieser wurde dann zu allem Überfluss auch noch durch den Berliner Kapitän Mattuschka verwandelt. 2:1 – Endstand!
Trotz der Niederlage gab es Grund zur Freude, denn durch die zeitgleichen Niederlagen der Konkurrenz ist der Klassenerhalt des MSV nun endgültig perfekt! Ein Umstand, auf den man nach der verkorksten Hinrunde sicherlich nicht allzu hoch gewettet hätte.
Der Gästesektor startete mit einer kleinen Choreo bestehend aus blauen und weißen Luftschläuchen und einem Spruchband. Akustisch schwankte man sowohl in Lautstärke als auch Mitmachquote während der Partie, jedoch ohne die Gesänge je wirklich vollends abbrechen zu lassen. Zudem fiel die üppige Zaunbeflaggung einmal mehr positiv auf.
Die Heimkurve fiel durch eine konstant hohe Mitmachquote (bis auf einige Minuten nach dem 0:1) und einem großen Schwenkfahneneinsatz auf. Auch die Gesänge der Eisernen waren fast durchgängig zu vernehmen.
Danach machte man sich wieder auf den langen, Stau gespickten Heimweg gen Westen, welcher einzig durch den fahrenden „Wanderzoo“ versüßt wurde.

Am kommenden Sonntag folgt dann das Saisonende im Wedaustadion. Dann begrüßen wir die Ostwestfalen von der Pader im Pott. Hoffen wir auf einen schönen Fußballmittag vor gefüllten Rängen. Auf dass wir noch einmal alle vor der langen Sommerpause unseren Weg in die Kurve finden und Trainer samt Mannschaft mit einem würdigen Saisonabschluss für die starke Rückrunde belohnen! Wir sehen uns im Stadion!

Bericht: MSV – St.Pauli (0:0)

Punkteteilung ohne Tore

Im Endspurt dieser Zweitligasaison empfingen unsere Medericher am Sonntag die Zecken vom Millerntor an der Wedau. Bei erstklassigem Fußballballwetter ließen es sich knapp über 18000 Zuschauer nicht nehmen, ihren Weg ins heimische Rund des Stadions zu finden.
Standesgemäß für das sommerliche Wetter wurde natürlich wieder vor Spielbeginn der Grill angefeuert, so dass man sich noch einige heiße Leckereien mit dem ein ums andere kühle Bierchen genehmigen konnte.
Ohne einen weiteren Bruder, welcher aus lachhaften, ja mal wieder fast schon fadenscheinigen Gründen in dieser Woche ein SV erhalten hat, machten sich die Verbliebenen dann auf den Weg in die Kurve. Halte durch! Dein Platz in der Kurve wird in Ehren gehalten, bis du wieder zurückkehrst! Sektion Stadionverbot – Immer bei uns!

Eine flotte Partie begann, jedoch waren unsere Zebras leider nicht in der Lage, ihre anfängliche Drangphase in ein Tor umzumünzen. Die Gäste aus der Hansestadt hielten zwar das Tempo, waren aber ebenso unfähig etwas zählbares herauszuschlagen. So lautete der Pausenstand, trotz Chancen auf beiden Seiten, 0:0.
Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierte unsere Gruppe ein Spruchband in Gedenken an einen jungen Hajduk-Anhänger, welcher von der Polizei zu Tode geprügelt wurde! A.C.A.B!
Marko , ruhe in Frieden! Du wirst sicher nicht vergessen werden!
Spielerisch verflachte die Partie nach Wiederanpfiff etwas und büßte auch etwas vom anfänglichen Tempo ein. Somit war der Halbzeit- auch der Endstand und die Kontrahenten teilten sich die Punkte.
Die Nordkurve ließ sich vom guten Wetter ermuntern und lieferte akustisch eine solide Leistung ab, welche die im letzten Heimspiel gegen die Geißböcke durchaus überbot. Dazu war im Bereich des Stimmungsblocks ein reger Fahneneinsatz zu bestaunen.
Auch den Gästeanhang muss man an dieser Stelle lobend erwähnen. So präsentierten sich die Anhänger der Kiezkicker durchaus motiviert, was sich in einer konstant hohen Mitmachquote zeigte.

Der 33. Spieltag beschert uns eine Partie an der alten Försterei. Lasst uns möglichst zahlreich zur letzten Auswärtstour der Saison in die Hauptstadt aufbrechen und dort einen lautstarken und geschlossenen Auftritt abliefern!

Bericht: Aue – MSV (0:0)

Langweiliges Remis

Am 31. Spieltag führte es unsere Zebras zum Erzgebirge Aue. Hier hätte man theoretisch mit angemessener Leistung schon den Klassenerhalt sichern können…

Wenn sich vor einer Samstagspartie im „Östen“ um 4 Uhr morgens ein gut gefüllter Bus auf den Weg macht, stimmt man sich meist, so wie wir es taten, schon vorher ohne ein Auge zuzumachen auf eine solche Tour ein. Die Motivation und Vorfreude war extrem, da klar war, dass die Sektion Stadionverbot vollzählig dabei sein wird! Als man irgendwann am Erzgebirgsstadion ankam, wurde man mit 5°C, Nieselregen und viel Wald begrüßt. Die Sek SV machte sich nun auf in den besagten Wald, um vom Hügel aus einen Blick ins Stadion zu erhaschen, wobei sich der Rest mit Karten eindeckte und samt Material das Erzgebirstadion betrat. Die etwa 250 Zebras unter den insgesamt 9000 Zuschauern beflaggten mal wieder ziemlich ansehnlich den Zaun!

Zum Spiel gibt es wie der Titel schon sagt nicht viel zu berichten. Unsere Zebras konnten sich das ganze Spiel über keine zwingende Torchance herausspielen und erzielten dadurch auch kein Tor. Aue spielte einen Tick besser, hatte ein paar mehr Chancen, schoss aber auch kein Tor, sodass das Spiel 0:0 endete.

Die Stimmung im Gästesektor war aufgrund der wenig Mitgereisten eher verhalten und passte sich somit dem Spielverlauf an. Wenn sich allerdings ein Großteil des Gästeblocks ein Herz fasste, konnten sich die Zebras ein wenig Gehör im weiten Rund verschaffen. Zudem war die optische Präsenz recht ansprechend. Die Heimkurve war aufgrund der Weiterläufigkeit des Stadions akustisch auch nur sporadisch bei z.B. einem Echo mit der anderen Kurvenhälfte wahrnehmbar. Den Rückweg trat man gut gelaunt und hoch motiviert an, da klar war, dass man das 10-jährige Bestehen der Zebrabande gebührend feiert! Dazu gab es von uns ein kleines Präsent für Duisburgs größte Schande!

Insgesamt kann man nach dieser spielerischen Leistung mit einem Punkt zufrieden sein und hoffen bzw. zahlreich dafür sorgen, dass unseren Zebras nächste Woche beim Heimspiel gegen die Zecken aus Hamburg die Sicherung des Klassenerhalts gelingt!
Also kommt nächsten Sonntag alle zahlreich ins Wedaustadion!