Bericht: MSV – Cottbus (2:1)

An der Wedau läufts!

9547 Zuschauer sahen sich am vergangenen Freitag den Sieg unserer Duisburger gegen die Cottbusser Energie an. Gegen das Team von Ex-Duisburgtrainer Rudi Bommer gelang den Zebras der zweite Heimsieg in Folge; vielleicht ist der Knoten daheim ja nun endlich geplatzt?!

Wer hoffte attraktiven Fußball an diesem Tag zu sehen, der sollte sich allerdings weitestgehend irren. Spielerisch war die Partie über große Teile sicherlich nicht allzu schön anzusehen, jedoch erarbeiteten sich unsere gestreiften Mannen verdient den Sieg.
Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe Jovanovic (nachdem er sich kurz zuvor noch auf den Hintern setzte) zwei Gegenspieler stehen ließ und zum ansehnlichen Treffer ins linke Eck einnetzte. Damit war dann auch der Pausenstand markiert.
Nach Wiederanpfiff ein ähnliches Bild. Beide Seiten zeigten sich bemüht, wobei die Gastgeber leichte Vorteile aufwiesen. Ein Tor von Exslager wurde jedoch auf Grund von Abseits nicht gegeben.
In der Schlussphase holte unser kleiner Hooligan dann aber noch einen Elfer heraus, welchen Kapitän Bajic verwandelte.
Wähnte man sich nun in Siegessicherheit, sollte man einige Minuten später noch einmal etwas Herzrasen erdulden müssen; so gelang es den Ossis noch einmal den Anschluss zu erzielen. Zum Glück gelang es den defensiv geschickt agierenden Meiderichern den Vorsprung über die Zeit zu retten. Somit waren die wichtigen drei Punkte eingesackt und man setzte sich auf Tabellenplatz 13 fest!
Die Stimmung war trotz einigen Höhen und Tiefen durchaus akzeptabel. Insbesondere nach der Führung wachte die Nordkurve ordentlich auf und ließ etwas von seiner Lautstärke hören. Auch der Oberrang war an diesem Abend äußerst motiviert und stimmte einige Gesänge an. Davon in Zukunft gerne mehr!
Der Gästeanhang war mit seinen paarhundert Mitgereisten nicht in der Lage sich groß Gehör zu verschaffen, was diese nach den beiden Toren auch nicht mehr wirklich zu wollen schienen.
Nach Abpfiff feierte man dann noch mit dem Geburtstagskind Wiedwald auf dem Zaun, welcher durch einige klasse Paraden wieder einmal einen Großteil zum Duisburger Triumph beigetragen hat. An dieser Stelle auch noch einmal: Alles Gute Felix!

Die kommende Woche bringt uns die Länderspielpause. Jedoch muss niemand auf den MSV verzichten! Am Freitag begrüßt man nämlich die Gladbacher Fohlen im Wedaustadion. Um 18Uhr ist Anstoß. Eine sicherlich angenehme Art das Wochenende einzuläuten!

Bericht: Hertha BSC – MSV (4:2)

Eiszeit in der Hauptstadt!

Nachdem man zuletzt einen Sieg gegen das Spitzenteam aus Braunschweig einheimsen konnte, fuhr man recht guter Dinge und mit einer gewissen Portion Hoffnung im Gepäck zum Ligaprimus aus der Hauptstadt. Insgesamt waren es 31635 Zuschauer, welche sich dieses Kräftemessen im Olympiastadion anschauen wollten – darunter einige Bus- und Autobesatzungen aus dem Pott.

Beim Einlass dann bereits die erste Begeisterung, als der übermotivierte Spießbürger von Ordner – trotz des Sauwetters – jeden Zentimeter Stoff auf seine Beschriftung überprüfen wollte.
Zum Spiel selber braucht man an dieser Stelle wohl nicht viel zu schreiben; das Endergebnis spricht für sich. Zur Halbzeit lag man nach mäßiger Leistung bereits mit zwei Buden im Hintertreffen und auch der Anschlusstreffer nach Wiederanpfiff sollte keine Wende herbeiführen. So endete das Spiel nach einigen weiteren Toren mit 4:2 für die „Alte Dame“.
Auch der Gedanke an die Stimmung vor Ort macht nicht wirklich glücklich. Während die Heimfans den Sieg ihrer Mannschaft entsprechend feierten, war der (ohnehin nicht besonders zahlreich gefüllte) Gästesektor nie wirklich laut oder engagiert. So kam es auch, dass viele Ruhrpottler lieber oben an den (wärmeren) Fressständen Stellung bezogen, als im eisigen Block. Daher ist es nicht verwunderlich, dass einem von diesem Spieltag wohl am ehesten die beißende Kälte, welche einem den Sack am Schenkel festfrieren ließ, in Erinnerung bleiben wird.
Durchgefroren schob man sich dann wieder in die Busse, wo man sich dann mit dem ein oder anderen Getränk aufwärmte und wieder Richtung Westen fuhr.

Als nächstes steht die Cottbusser Energie auf dem Speiseplan der Zebras. Bleibt abzuwarten, ob die Brandenburger leichter zu verdauen sind, als die Berliner Tabellenführer.
Wir sehen uns dann am Freitag an der Wedau!

Bericht: MSV – Braunschweig (1:0)

Der erste Dreier des Jahres!

Nachdem die Ergebnisse des Wochenendes unsere Zebras bereits auf den beängstigenden Relegationsplatz abrutschen ließen, sollte der Gegner bei diesem Montagsspiel auch nicht gerade ein Leichtgewicht sein. Zu Gast war die Braunschweiger Eintracht, was die Befürchtungen, wieder vollends in den Abstiegskampf einzusteigen, weiter steigen ließ. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieses Risikos, reisten zu diesem unsäglichen Montagstermin 11770 Zuschauer an die Wedau. Der Aufstiegsaspirant aus Niedersachsen hatte davon gut 1250 Anhänger im Gepäck.

Nachdem vor dem Spiel die obligatorischen Würste, Frikos und Biere vertilgt wurden, machte man sich auch sogleich daran das Stadion zu betreten und die Heimkurve zu beflaggen.
In der ersten Hälfte gab es Chancen auf beiden Seiten, aus denen jedoch keiner der Kontrahenten etwas Zählbares machen konnte. So war es einmal mehr Felix Wiedwald, der hier bereits in der ein oder anderen Szene die Null für Meiderich fest halten musste. Ansonsten war das einzige Auffällige der ersten Hälfte wohl der Kartenverliebte Schieber mit der Trillerpfeife, welcher ganz klar mit zweierlei Maß (und das leider nicht zu unseren Gunsten) pfiff.
Nach der Pause veränderte sich an diesem Bild auch erst einmal nichts – bis zur 62. Minute! Da gelang unserem kleinen Hooligan mit der Nummer 8 nämlich das Tor des Abends! Nachdem zwei der Gästespieler Jovanovic zu Fall brachten, schnappte sich Exe die Pille und schloss aus 17 Metern ab. Nun begann das große Zittern, denn jeder wusste wie wichtig diese drei Punkte für uns waren. Als würde man es förmlich beschreien, verpasste Exslager es dann auch kurze Zeit darauf den Sack vorzeitig zuzumachen. Der in schwarz gekleidete Hampelmann zeigte dann auch noch zu allem Überfluss vier Minuten Nachspielzeit an, doch auch das überstanden unsere gestreiften Recken und ließen kein Tor mehr zu. Dann der Abpfiff! Die Erlösung! Der erste Dreier 2013! Die Wedau bebte – einfach geil!
Die Nordkurve fiel an diesem Tag durch einige Spruchbänder auf. Diese thematisierten u.a. Repressionen durch die Bullerei oder das nunmehr sechsjährige bestehen unserer Gruppe. Akustisch hing man, bis zum Führungstreffer, den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Danach sprang der Funke aber nach und nach über, so dass sich die Stimmung mit jeder verstrichenen Minute steigerte und nach dem Schlusspfiff in einem erleichterten Freudentaumel ergoss.
Der Gästeblock präsentierte zu Beginn eine kleine Choreo im Unterrang, bestehend aus einem „Eintracht“-Spruchband und Folienschals in den Vereinsfarben – eine nette Aktion! Obgleich man bis zum Rückstand eine rege Bewegung im Gästesektor wahrnehmen konnte, vermochte es die Meute nicht, sich allzu oft bishin in die Nordkurve Gehör zu verschaffen.

So endete die Partie mit einigen letzten Huldigungen an den Torschützen und dem freudigen Wissen, sich auf den 13. Tabellenplatz vorgeschoben zu haben! Die nächste Partie führt uns am kommenden Sonntag zum nicht minder starken Gegner aus der Hauptstadt. Möge der Fußballgott unseren Jungs auch dort gnädig sein und das gerade Geschaffene, kleine Punktepolster nicht direkt wieder zerstören. Lasst uns möglichst zahlreich unseren Teil dazu beitragen und die Mannschaft mit einem lautstarken Auftritt anpeitschen! Zumal sich eine Tour zu diesem Reiseziel meist als äußerst amüsant herausstellt!

Wir sehen uns in Berlin! Und bis dahin: Be proud!

Bericht: Bochum – MSV (2:2)

Ein Pfund zum Punkt!

Am vergangenen Freitag war es mal wieder so weit: Derbystimmung beim Nachbarn aus Bochum. So pilgerten 14127 Zuschauer, trotz eisiger Temperaturen, ins Ruhrstadion – darunter ein ordentlicher Haufen von einigen tausend Duisburgern.

Ein Großteil der Duisburger Fanszene traf sich bereits am frühen Nachmittag am Hauptbahnhof, um gemeinsam zu dieser Auswärtstour aufzubrechen. Nach einigen Pilsken war man dann auch schon am nahegelegenen Zielort angekommen, zu welchem man mit einem ansehnlichen Marsch – singend und Fahnen schwenkend – Richtung Stadion zog. Die heimischen Fans, dessen Weg man kreuzte, sahen dies wohl nicht so erfreut wie die Auswärtsfahrermeute, welche sich durch die Bochumer Straßen schlängelte.
Nach einigen etwas gründlicheren Einlasskontrollen enterten wir den Gästesektor und hingen die Zaunfahnen auf.
Ein kämpferisches Derby begann und so gelang nach einer Weile unserem Hooligan „Exe“ die ersehnte Führung für unsere Zebras. Diese markierte auch den Pausenstand. Auch die zweite Hälfte begann vielversprechend, doch musste ein jeder Duisburger erst einmal kräftig schlucken, nachdem die Heimmannschaft binnen weniger Minuten die Partie zu einer 2:1 Führung drehte. Doch unsere gestreiften Jungs (obgleich an diesem Tag im roten Auswärtsdress) ließen sich nicht beirren und gaben nicht auf. Als man den Abpfiff schon quasi hören konnte dann der Hammer! Timo Perthel fasst sich ein Herz und setzt ein Pfund! Aus fast 30 Metern mit seinem schwachen Fuß in den Winkel! Ein Traumtor, welches sicherlich bei der Kategorie „Tor des Monats“ wiederzusehen sein wird!
Ebenso wie das Spiel unserer blau-weißen Mannen, ist auch der Support des Duisburger Anhangs äußerst positiv zu loben. Nebst einem kontinuierlichen Fahneneinsatz überzeugte der Zebratross im Gästeblock mit einem lautstarken Oldschool-Auftritt, welcher das ganze Spiel über nie wirklich abbrechen wollte und spätestens nach dem Ausgleich kurz vor Schluss keinen Halt mehr fand! Die Freude und Erleichterung über diesen verdienten Punkt führte dazu, dass auch noch einige Zeit nach Abpfiff die Gesänge nicht einbrachen und die Mannschaft für ihre Leistung würdig gefeiert wurde.
Die Heimfans waren hier und da auch einmal wahrzunehmen, doch bedenkt man wer eigentlich Hausherr bei diesem Aufeinandertreffen war, haben sie sich sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert.
Anschließend machten sich die über 2500 Duisburger wieder auf den Heimweg und ließ den gelungenen Abend bei einigen Bier und Kurzen in der Heimatstadt ausklingen.

Obgleich der erste Dreier des Jahres immer noch auf sich warten lässt, macht der beherzte Auftritt durchaus Hoffnung für das nächste Spiel. Dort bekommen wir nämlich vom Spitzenteam aus Braunschweig Besuch an der Wedau. Hoffen wir, dass sich bei diesem Montagsspiel auch wieder so viele Duisburger zu einem lautstarken Auftritt hinreißen lassen. Der Respekt und die Verbundenheit durch die letzte Partie ist ihnen sowieso sicher. Drum lasst uns alle gemeinsam den Meidericher Spielverein zum Sieg schreien – die Jungs werden es uns sicher mit einem ebenso geschlossenen Engagement vergelten!