Monthly Archives: Februar 2011

Bericht: Oberhausen – MSV

Magerer Punkt aus der Provinz mitgenommen

Alle Jahre wieder grüßt in Liga 2 das Spiel gegen den kleinen Nachbarn aus Oberhausen (und ja verdammt, ihr seid der kleine Nachbar, mehr nicht!!). Die Vorzeichen dieses Jahr waren jedoch einzigartig, sollte es doch das Spiel vor dem absoluten Highlight der Saison am Dienstag sein, wenn wir die Cottbuser zum Pokal Halbfinalfight begrüßen dürfen.
Doch der Reihe nach, erst Oberhausen, dann Cottbus.
Die Szene traf sich heute im geliebten Stadtteil Meiderich, um per Fußmarsch mit Schätzungsweise 250 Zebras am Kanal entlang zum Niederrheinstadion zu laufen. Leider konnten Einige aufgrund der 18h Anstoßzeit selbst wenn es nur nach Oberhausen geht nicht mit am Marsch teilnehmen und mussten per PKW anreisen.
Die gut einstündige Anreise wurde begleitet von schönen Gesängen und etwas Pyro zum einstimmen. Endlich am Stadion angekommen konnte man schon erahnen, dass heute wieder die knappe Hälfte der Zuschauer mit blau-weißen Klamotten das Stadion der rot-weißen einnehmen wollte. So fanden sich auch unter den 12000 Zuschauern über 5000 Duisburger ein, was aber in Oberhausen bereits zum Standard avanciert ist.
Alle Jahre wieder grüßte uns auch ein komplettes Materialverbot, doch wie durch ein Wunder fanden die bekannten Zaunfahnen sowie reichlich Pyro den Weg in den Gästeblock. Was lernen wir daraus? Materialverbote = SINNLOS!

Zum Intro gab´s auf Duisburger Seite bereits aus einigen Ecken aufsteigenden Rauch zu begutachten, ehe dann der Mob in der Mitte des Gästeblocks mal richtig loslegte und zeigte, wie schnell man ein ganzes Stadion benebeln kann.
Leider konnte die Stimmung unsererseits nur selten überzeugen, da der schleppende Spielverlauf und die Koordination ohne Trommeln und Megafon einfach einen guten Support unmöglich machten. Ab und an konnte man bei Wechsel- sowie bei ein paar Massenkompatiblen Gesängen auf sich aufmerksam machen.
Zum Intro in Halbzeit 2 gab es nochmals eine Pyroshow, unter dem Motto Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren mit passendem Banner, welche auch größtenteils kontrolliert „von der Hand“ ging und sehr schön anzuschauen war.
Der Oberhausener Stimmungshaufen unter dem Dach der Gegentribüne zeigte zum Einlaufen der Mannschaften eine Choreografie, welche als „nett“ eingestuft werden kann. Akustisch kam ab und an was im Gästeblock an, jedoch wie immer kein berauschender Auftritt. Heute war einfach auf beiden Seiten wenig los.
Das Spiel hatte nur ein einziges (und leider negatives!) Highlight zu bieten. In der 14. Minute verdrehte sich ausgerechnet Julian Koch im Strafraum richtig böse das Knie und musste mit der Trage vom Spielfeld getragen werden. Alles Gute Julian, komm schnell wieder auf die Beine! Ach ja Fußball wurde auch noch gespielt, wenn auch nur auf durchschnittlichem Niveau und so stand es nach 90 Minuten 0:0.

Leider geht der geliebte Meidericher Spielverein nicht gerade mit einem Lauf ins Pokal Halbfinale. Was soll´s, nur noch ein paar mal schlafen, dann ist Dienstag Abend 20:30h…
AUF GEHT’S JUNGS, MACHT EINE GANZE STADT STOLZ!

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Quelle: Martin

Bericht: MSV – Union Berlin

Ernüchterung gegen die Eisernen

Die letzten Tage und Wochen waren in Meiderich stets geprägt vom Pokalhit am 01.03. gegen Cottbus. Man meldete ein ausverkauftes Haus, es gab Kritik aufgrund der etwas fragwürdigen Verkaufsmodalitäten, und und und… Da vergaß Einer doch gleich, dass wir noch am Ligabetrieb teilnehmen. Und ja, in dieser Liga spielen so unbequeme Mannschaften wie die Berliner Union, die durch einen historischen Derbyerfolg auf sich aufmerksam machen konnte.
So war man sich schon vor Anpfiff sicher: Gegen die roten Berliner könnte es ´ne verdammt enge Kiste werden. Aber eins nach dem Anderen..
In aller Herrgottsfrühe traf sich die Szene nach und nach ab 11h am Treffpunkt vor der heimischen Nordkurve. Erstaunlich, wie wenig auch eine halbe Stunde vor Anpfiff an der Wedau los war. Nämlich nix! Erst kurz vor Anpfiff gesellten sich alle 12.500 Zuschauer ins Wedaustadion.

Zum Intro gabs ein Spruchband der Kohorte im Graffiti-Style mit der Aufschrift: „Euch fliegen unsere Herzen zu!“ Synchron dazu stiegen blau weiße Ballons in Herzform den bewölkten Himmel empor.Irgendwie merkte man schon vom Anpfiff weg, dass heute ein lahmer, unmotivierter Wind in der Luft wehte und es kam, was nur kommen musste. Unsere 11 Mannen auf dem Rasen markierten den schlechtesten Saisonauftritt auf heimischen Rasen. Es klappte einfach wenig bis garnichts, viele Bälle versprangen und von Leidenschaft war in Halbzeit 1 nichts zu erkennen. Nach dem Seitenwechsel konnten nur die letzten 10 Minuten als „gut“ bezeichnet werden, aber die Mauer der Köpenicker erstrahlte im alten Glanz und so konnte der Gast einen nicht unverdienten 1:0 Erfolg mitnehmen.
Unsere Gruppe präsentierte ein Spruchband, indem unsere Solidarität zur München – 60er Szene ausgedrückt wurde. Diese war beim letzten Auswärtsspiel in Aue total überzogener Polizeigewalt ausgesetzt.
Unsere Nordkurve legte heute den schlechtesten Support der Saison hin. Nur bei 2-3 Gesängen wurde es ansatzweise laut. Der Gästeblock konnte durch ein schönes Fahnenbild und zeitweise guter Mitmachquote überzeugen, akustisch kam ab und zu was im Stimmungsblock an.

In den nächsten Wochen geht es weiter mit dem Meidericher Kontrastprogramm. Bereits am Freitag dürfen wir gefühlt wieder zu Hause ran, wenn es zum „Auswärtsspiel“ zum kleinen Nachbarn nach Oberhausen geht. Anschließend steigt das geilste, ultimativste Spiel der Saison, ein Spiel was es für Duisburg das letzte Mal im Jahre 1998 gab. Ein DFB-Pokal Halbfinale, und das vor heimischer Kulisse!! Im Anschluss geht es ähnlich spektakulär weiter, wenn der mit Abstand Tabellenletzte aus Bielefeld seine Abschiedstour an der Wedau fortsetzt. Wir sind verdammt gespannt, wie die Mannschaft den Spagat zwischen Himmel und Hölle meistern wird. Wir werden an deiner Seite sein!

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Bericht: Augsburg – MSV

Ein Zähler beim Aufstiegsfavoriten

Es ist in den aktuellen Tagen fast naheliegend, dass die treue Zebraschaar, die den Meidericher Spielverein zu Auswärtskicks begleiten will, den beschwerlichen Weg in den tiefen Süden antreten muss. Auch der dritte Gastauftritt der Rückserie führte den MSV wieder ins Bayernland. Am 22. Spieltag sollte es der Aufstiegsfavorit FC Augsburg sein, bei dem die Meidericher ihre Visitenkarte abgeben durften. Dank der erneut gloreichen Terminierung – immerhin schickte uns die DFL vor Kurzem bereits in der Woche nach Ingolsstadt, und auch nach Karlsruhe gibt es keinen Wochenendtermin – mussten auch am heutigen Freitag wieder aller Register gezogen werden um einen freien Tag bei der Arbeit zu bekommen, um die Zebras schließlich bei ihrem Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze zu unterstützen. Gegen früher Mittagsstund machte sich eine Ultra-Busbesatzung die von zwei vollen Neunern unsererseits komplettiert wurde auf den erneuten Weg in den Süden Deutschlands. Insgesamt versammelten sich gute 300 Zebraherzen im Augsburger Stadion, das mit 20.000 Zuschauern gut gefüllt war.

Das Geschehen auf dem Platz ist schnell erzählt. Ohne einige Stammkräfte erkämpfte sich unser MSV ein 0:0. Ein Punkt mit den man gut Leben kann. Fantechnisch präsentierte sich der Gästeblock während des Intros in blau-weißen Schwenkfahnen, die vom Banner „Ruhrpott Duisburg“ begleitet wurden. Akustisch schaffte man es sich trotz zahlreicher Ruhephasen immer mal wieder Gehör zu verschaffen – vor allem in Halbzeit zwei. Durchgängige Bewegung und ein durchaus schönes optisches Bild komplementierten den wohl zufriedenstellensten Bayern-Auftritt unsererseits in der Rückrunde. Nach 90 Spielminuten schenkten sich Mannschaft und Fans gegenseitigen Applaus. Danach trat man die von Ereignissen überhäufte Rückfahrt an von der der ein oder andere Rastplatzaufenthalt wohl noch lange in der Erinnerung so manchen Mitfahrers bleiben wird… Beendet wurde diese dann schließlich um halb sieben am Samstagmorgen. Während die ersten Lichtstrahlen bereits wieder den Duisburger Boden erleuchteten war auch für uns das Spitzenspiel in Augsburg endgültig beendet.

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Bericht: MSV – Aue

Aue souverän nach Hause geschickt

In den letzten Tagen war der Alltag des Zebratrosses geprägt von neusten Wasserstandsmeldungen bezüglich des Kartenvorverkaufs für den Halbfinal-Knaller gegen Cottbus. Trotz aller Aufregung stand am 21. Spieltag aber erst nochmal ein ganz anderes wegweisendes Spiel auf dem Programm. Im heimischen Wedaustadion sollten unsere Zebras die Überraschungstruppe aus Aue zum Tanz bitten. Gesagt – Getan!

Vor 18.000 Zuschauern war unsere Equipe wieder einmal gut aufgelegt. Spielerisch gelang bei weitem nicht alles auf dem neuverlegtem Grün an der Wedau aber die kämpferische Einstellung war wieder einmal herausragend. Nach 90 dominant geführten Spielminuten setzte sich der gloreiche Meidericher SV schließlich hochverdient mit 3:1 gegen die Gäste aus Aue durch. Neben einer randvollen Südtribüne – bedingt durch die Aktion „Komm zum MSV – Und wir kommen zu dir! – war es auch in der Nordkurve rappelvoll. Nur wenige Sitzplätze im Oberrang blieben unbesetzt. Optisch wusste der Stimmungsblock mit einem schönen Fahnenbild durchaus zu überzeugen. Akustisch konnte man – das wäre auch beinahe vermessen anzunehmen – natürlich nicht an das Schmankerl vom Pokalspiel gegen Lautern anknüpfen. Trotzdem wurde es sowohl in den ersten 15 Minuten als auch ab der 50 Minute, mit den bekannten Gesängen immer mal wieder richtig laut an der Wedau. Dabei schien vor allem der Oberrang in Hälfte zwei gut motiviert gewesen zu sein. Zwischendurch gabs allerdings einige zu ruhige Phasen. Vom Gast aus Aue über 90 Minuten nichts zu vernehmen. Am Ende steht ein wieder einmal gelungener Fußballnachmittag und die steigende Vorfreude auf kommenden Freitag wenn es zum nächsten Spitzenspiel nach Augsburg geht.

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