Monat: April 2011

Bericht: MSV – Hertha BSC

Der Hertha zum Aufstieg gratuliert

Am 31. Spieltag sollte in Duisburg Aufstieg gefeiert werden. Allerdings waren es dieses Mal nicht unsere Zebras die ausgelassen auf dem Rasen des Wedaustadions herumtobten. Die Hertha, Hauptstadtclub aus Berlin, durfte in diesen Genuss kommen. Während es am Ostermontag für unsere Zebras nur noch um Tabellenkosmetik gehen sollte, bis dann bald endlich das Spiel des Jahres im Olympiastadion angepfiffen wird, hatte die alte Dame aus der Hauptstadt die Chancen den direkten Wiederaufstieg entgültig unter Dach und Fach zu bringen. Gesagt – Getan. Unser MSV – personell mittlerweile bis auf die letzte Feder gerupft – stemmte sich mit allem was er hatte gegen die vermeidliche Übermacht aus Berlin. Am Ende langte es aber dennoch nicht zu Zählbarem.

Auf dem Platz siegte Hertha vor rund 3000 mitgereisten Anhängern mit 1:0 und durfte ausgiebig feiern. Die Meidericher Jungs dagegen sind im Niemandsland der Tabelle angekommen. Platz neun. Abgehakt, Verziehen! Schließlich hat uns diese Elf bereits einige feuchte Träume beschert in dieser Spielzeit. Auf den Tribünen, konnte sich die Wedau wohl zum letzten Mal in dieser Saison über gut gefüllte Ränge freuen. Rund 17.000 Zuschauer wollten live dabei sein, als das „letzte Aufgebot“ von Milan Sasic den Aufstieg der Gäste aus Berlin vorerst verhindern wollte. Zu Spielbeginn legte die gut gefüllte Nordkurve einen wirklich guten Start hin. Zum Intro gab es eine hübsch anzusehende Choreo bezüglich der „Pyrotechnik legalisieren“-Kampagne. Auch akkustisch zeigte die Kurve in den ersten 25 Minuten ihr strahlendes Gesicht und wusste sich immer wieder bemerkbar zu machen. Nach dem Rückstand verflachte diese Tatsache dann aber zunehmends. Erst zu Beginn der zweiten 45 Minuten wurde es noch einmal laut an der Wedau. Nach 10 starken Minuten zeigte die Formkurve dann aber, genau wie in Hälfte eins, stark nach unten. Im Gästeblock zeigte der Hertha-Anhang dass er defintiv Bundesligaformat besitzt. Schon weit vor Spielbbeginn waren die gut 3000 Berliner oft vernehmbar. Dies zog sich mit einer beachtlichen Mitmachquote durch die gesamte Partie. Eine sehr hübsche Pyroaktion zum Wiederanpfiff in Halbzeit zwei rundete das positive Gesamtbild ab. Alles natürlich stark unterstützt von dem sportlichen Treiben und dem damit verbundenen Sprung in Liga eins.

Nach Abpiff wurde dann noch höflich den Gästen gratuliert.Und insgeheim träumte wohl doch schon ein Jeder vom 21. Mai – und was passieren könnte wenn … – als man die Gäste da auf dem Rasen so ausgiebig feiern sah. Nicht mehr lange blau-weiß gestreifte Jungs und Mädels, dann sind wieder wir dran mit dem Feiern…

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Bericht: Cottbus – MSV

Eine Menge Spaß im Osten

Es sollte die letzte lange Auswärtstour des Jahres werden. Und die hatte es nicht nur kilometermäßig noch einmal in sich. Während das Spiel von Medien und vor allem von Cottbusser Seite aus in den letzten Tagen immer mehr hochgeschaukelt wurde, machte man sich bereits mit dem Bauchgefühl auf den Weg Richtung Stadion der Freundschaft, dass es wohl weniger Stress mit den Cottbusser-Leuten geben werden könne, als viel mehr mit den Ordnern, die schon einige Male in dieser Saison für Dispute mit verschiedenen Fanszenen gesorgt hatten. Dieses Bauchgefühl – wie sollte es auch anders sein – täuschte uns natürlich nicht. Aber der Reihe nach: Um drei Uhr Nachts machte sich eine 70er Ultrabusbesetzung auf den beschwerlichen Weg Richtung Osten. Die Hinfahrt verlief mit einigen Guten-Morgen-Bierchen und anderen Leckereien weitestgehend ruhig. Wie geplant traf man rund eine Stunde vor Spielbeginn am Stadion der Freundschaft ein. Was sich dann abspielte war an Unsinnigkeit kaum zu überbieten. Während unser MSV zunächst aus unerklärlichen Gründen der erste Verein sein sollte, der keine Zaunfahnen mit ins Cottbusser Stadion bekommt, wurden am Gästeanahang Kontrollen durchgeführt die in dieser Art und Weise absolut ungerechtfertigt waren, angesichts der Tatsache das es – trauriger Weise – gerade einmal geschätzte 110 Zebras waren, die ins Stadion wollten. Als der Großteil diese über sich ergehen ließ sollten zwei Leute dann aufeinmal das Spiel nicht vom Stadion aus sehen dürfen. Daraufhin entschloss man sich als Szene die Kommunikation mit der Mannschaft zu suchen und den Gästeblock womöglich geschlossen wieder zu verlassen. Allerdings war es unter Mithilfe von Tobi Willi und Ivo Grlic dann doch noch möglich gemeinsam mit allen im Gästebereich zu stehen. Auch die zwei vorher aus dem Stadion verbannten, durften wieder dabei sein.

Sichtlich motiviert durch diese Vorfälle gab der kleine aber durchaus feine Mob einen für die Anzahl an anwesenden Gesichtern guten Auftritt hin. Regelmäig war Bewegung im Spiel. Und trotz geringer Quantität verschaffte man sich immer mal wieder ein wenig Gehör. Natürlich durfte aus gegebenem Anlass (Pokalhalbfinale – erinnert ihr euch liebe Cottbusser?!) auch ein wenig Pöbelei nicht fehlen. Zwischenzeitlich rasteten die meisten der rund 110 Zebras dann völlig aus. Untermalt von einem hervorragend aufgelegtem Trommler. Das das Spiel, aufgrund einer desolaten zweiten Hälfte, mit 1:3 abgeschenkt wurde, geriet mehr und mehr zur Nebensache. Nach dem Abpfiff ging so ziemlich jedes Zebra mit dem Gefühl nach Hause doch noch eine Menge Spaß gehabt zu haben im Osten. Diese sollte auch auf der Rücktour nicht ins Hintertreffen geraten. Auf genauste Einzelheiten kann und wollen wir hier nicht eingehen.

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Bericht: MSV – Aachen

Aachen mit Moral niedergekämpft

29. Spieltag – Heimspiel gegen die Alemannia aus Aachen. Da werden Erinnerungen wach. Im Hinspiel traute man seinen Augen kaum. Mit einer unglaublichen kämpferischen Leistung schafften unsere Zebras es damals sich einen Punkt zu erkämpfen. Zusätzlich nahm damals der 23. Mann auf dem Platz großen Einfluss auf die Partie. Wieso Bruno Soares einst vom Platz flog ist bis heute das Geheimnis des Schiedsrichters geblieben.Wieso diese Begegnung jüngst immer öfter als Derby betitelt wird bleibt für die meisten allerdings eine unbeantwortbare Frage. Nach der jüngsten Niederlage gegen die Kleeblätter aus Fürth war endgültig klar, dass es für unsere Zebras in dieser Saison nur noch darum gehen kann die Saison vernünftig zu Ende zu spielen, um dann am 21.5 in Berlin auf den Punkt fit zu sein. Das ausstehende Heimspiel gegen die Aachener hatte also durchaus an Reiz verloren.

Nur knapp 13.500 Fußballfans versammelten sich schließlich zum Spiel um die guten Plätze im oberen Tabellendrittel im Wedaustadion. Darunter knapp 1500 Aachener. Aaf dem Platz bot sich eine doch recht ansehenliche Partie und wieder einmal viele Tore. Unsere Zebras setzten sich letztendlich verdient mit 3:2 durch uns sicherten vorerst Platz sechs in der Tabelle. Auf den Rängen zeigte der Stimmungsblock über weite Phasen der ersten Hälfte eine enttäuschende Leistung. Zu große Lücken in denen sich der Support ganz offensichtlich nicht zu Herzen genommen wurde, zierten die geliebte Heimkurve. Wirklich laut wurde es nur ganz selten an Wedau.In Halbzeit zwei erwachte dann der Oberrang und die gesamte Nordkurve präsentierte sich von einer wesentlich schöneren Seite als vor dem Pausenpfiff. Die bekannten Gesänge hallten über den Rasen. Optisch ergab sich das übliche Bild bei Heimauftritten unserer Elf. Die angereisten Aachener präsentierten sich wie in dieser Saison bereits bekannt als getrennte Szene. Während die Aachen Ultras im Oberrang Platz nahmen, war die Karlsbande im Stehplatzbereich anzufinden. Zu Beginn gab es dort eine schöne Pyroaktion anzusehen. Auch stimmungstechnisch gab die Alemannia ein ordentliches Bild ab. Nach dem Spiel feierte man in der Nordkurve noch mit der Mannschaft und vor allem mit den beiden verletzten Sympathie- und Leistungsträgern Julian Koch und Stefan Hooligan Maierhofer. So darfs gerne weitergehen in den noch ausstehenden Spielen bis zum großen Saisonabschluss Ende Mai.

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Bericht: Fürth – MSV

Auswärtspleite im Sportpark Ronhof

Zum letzten Mal in dieser Saison sollte uns der Weg ins ferne Bayernland führen. Am 28. Spieltag hieß der Gegner Spvgg Greuther Fürth. Im Nachbarstädtchen Nürnbergs sollte Samstags ab 13 Uhr im Sportpark Ronhof das geliebte Leder über den Rasen rollen. Dank dieser ausnahmsweise wirklich einmal gut gemeinten Terminierung machte sich ein Ultrabus und eine rund 60 Mann starke Zugbesetzung auf den Weg Richtung Fürth. Wie auch in den vergangenen Jahren erreichte man den Sportpark Ronhof überpünktlich. Der Bus rollte bereits zwei Stunden vor Spielbeginn vorm kleinen aber feinen Stadion zu Fürth ein. Rund einer Stundenzeigerumdrehung auf der Uhr später empfing man dann auch den Rest der Szene, der vom Bahnhof aus zu Fuß Richtung Stadion marschierte.

Ingesamt füllte sich der Gästeblock dieses Mal recht ordentlich. Rund 380 Zebras versammelten sich im Bereich der Auswärtsfans. Insgesamt wollten knapp 7.000 Zuschauer das Verfolgerduell live und vor Ort betrachten. Im Gegensatz zu vergangenen Jahr, wo man an selber Stelle noch akkustisch gegen den damaligen Alleinherrscher Hellmich protestierte, konnten die mitgereisten Duisburger dieses Mal ein recht positives Bild abgeben. Relativ durchgängig war der Großteil des mitgereisten Mobs in Bewegung. Gegen Mitte der ersten Halbzeit gab es einen größeren Durchhänger. In Hälfte zwei legte man dafür noch ein paar Prozent drauf und konnte sich ab und an sogar ganz offensichtlich Gehör verschaffen im Sportpark. Optisch zierten durchgängig einige blau-weiße Utensilien den Block. Auf der anderen Seite wusste es die Heimkurve durchaus den positiven Gesamteindruck aus der näheren Vergangenheit zu bestätigen. Immer wieder wurde es laut auf Fürther Seite. Begünstigt am Ende natürlich auch durch den späten Siegtreffer der Kleeblätter.

Auf dem Platz zeigte unsere Elf, die uns in den vergangenen Monaten schon so viel Freude bereitet hat, eine engagierte Leistung und ging sogar früh mit 1:0 in Führung. Am Ende verließ man den Platz trotzdem mit 1:2 als Verlierer. Relativ schnell wurden nach Abpfiff seine sieben Sachen gepackt und der Weg Richtung Heimat wurde in Angriff genommen. Hier traf man dann recht genau um zehn Uhr auch wieder am Wedaustadion ein.

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