Monat: Juli 2011

Bericht: MSV – Cottbus (1:2)

Duisburg gegen Cottbus – da werden positivste Erinnerungen wach! Na klar, da muss ein jedes Zebra gleich an das letztjährige Pokalhalbfinale an der Wedau denken, welches mit 2:1 gewonnen wurde.
Und auch heute sollte das Spiel zur Prime-Time-Zeit um 20:30h wieder einiges an Brisanz mit sich bringen.
Doch zuerst traf man sich wie gewohnt am Container, um nur wenig später die neue Position im Stimmungsblock zu beziehen. Wir zogen nämlich aus diversen Gründen einige Etagen tiefer fast hinter unsere Zaunfahne.
Zum Intro gab´s heute eine nette Choreo im Stimmungsblock. Die Heimspielsaison wurde also gebührend eingeleitet! Das Auftaktspiel vor einer Woche ging beim KSC schon mit einer 3:2 Niederlage in die Hose. Und man muss auch heute festhalten, dass unsere Mannschaft bereits eines richtig gut verinnerlicht hat, und zwar das „Gegentore bekommen im Minutentakt“. Da liegst du nach 11 Minuten vor heimischer Kulisse mit 0:2 zurück. Gibt´s das? Doch völlig unbeeindruckt ob des peinlichen Geschehens auf dem Rasen, stand die Nordkurve wie eine 1 hinter der Mannschaft. Dies beflügelte unsere Kicker auf dem Rasen dazu, immerhin noch in Minute 16 recht schnell den Anschlusstreffer zu erzielen.
Jetzt hielt es teilweise niemanden mehr auf den Sitzen und auch das Spiel nahm rapide an Giftigkeit zu, was sich an der Bilanz der gesammelten gelben Karten ganz gut abliest.
In Halbzeit 2 versuchten unsere 11 Mannen zwar mit Mühe und Leidenschaft, die rote Mauer zum Einsturz zu bringen, doch es half alles nichts. 2. Niederlage im 2. Spiel!
3 Punkte konnten heute höchstens supporttechnisch an der Wedau bleiben, lange hat es hier keine so annehmbare Stimmung trotz fast 90 minütigem Rückstands gegeben.
Der Gast aus Cottbus fiel wie so oft kaum bis gar nicht auf, doch immerhin fanden zu der sehr bescheidenen Anstoßzeit um die 300 Gäste unter den 15000 den Weg ins Wedaustadion.

In diesem Sinne… Auf nach Babelsberg, auf zum ersten Pflichtspielsieg!

Bericht: Karlsruhe – MSV (3:2)

Fehlstart im Wildpark …

… und dabei hatte alles so unglaublich gut angefangen. Aber der Reihe nach. Es waren zwar nur rund acht Wochen vergangen seit dem denkwürdigen 21.Mai in Berlin, ehe für unsere Zebras an diesem Wochenende bereits wieder der Startschuss für eine neue Jahresrunde fallen sollte, und trotzdem war auch diese verkürzte Sommerpause wieder einmal viel zu lang für ein jedes Zebraherz. Zu nah waren noch die Erinnerungen aus der vergangen Saison als das es einem nicht in den Fingern kribbeln würde endlich wieder die Zebras auf dem Rasen um Zählbares kämpfen zu sehen.

Zum Saisonauftakt führte uns der Spielplan in den altehrwürdigen Wildpark zu Karlsruhe. Sicher nicht DAS Traumlos zum Saisonauftakt, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert – erst recht nicht als Fussballfan – und schon gar nicht als Anhänger des MSV. Trotzdem war die Vorfreude groß. Und man konnte sogar so etwas wie Euphorie in Meiderich verspüren. Knapp 6.000 Fans beim ersten Training und 8.000 Zebras beim Testkick gegen einen bulgarischen Meister hat man hier auch nicht alle Tage. So machte sich auch zum Saisonauftakt eine spürbar größere Anzahl an Zebras auf den Weg nach Karlsruhe. Während man in den Vorsaison – wohlgemerkt zweimal in Folge an einem Freitagabend – nur mit knapp 200 Mann im Gästeblock beinahe unterzugehen schien, fanden sich an diesem Sonntag rund 800 Zebras im Wildpark ein. Dabei hatte es das Wetter zum Saisonauftakt wirklich nicht gut mit den Zweitligafans Deutschlands gemeint. So standen auch wir beim KSC von Beginn an voll im Regen. Seit der Ankunft rund 90 Minuten vor dem Anpfiff regnete es bis zu den ersten Spielminuten ohne Unterbrechung durch – sommerliches Deutschland. Diese widrigen Bedingungen wurden aber schnell vergessen. Äußerst schnell. Bereits nach handgezählten 17 Sekunden zappelte der Ball das erste Mal im Tor des KSC. Eine der vielen Neuzugänge, Kevin Wolze vollstreckte ohne Probleme zum 1:0. Zu schön um wahr zu sein. Schnell begann man leise von einer tollen Saison zu träumen im Gästeblock. Dieser Traum wurde in den darauffolgenden Minuten aber auf unschöne Art und Weise beendet. Nur 20 Minuten später stand es 1:3. Die Abwehr wirkte löchrig und das gesamte Team schien noch nicht den Halt aus der glorreichen Vorsaison erreicht zu haben. Im weiteren Spielverlauf reichte es nur noch für den 2:3-Anschlusstreffer. Null Punkte zum Auftakt! Man war mal wieder per Schnellticket im knallharten Zweitligaalltag angekommen. Es war irgendwie wie immer beim MSV. Und vielleicht ist es ja genau das, was die Liebe zu den Meiderichern ausmacht.

Stimmungstechnisch war der Saisonstart durchwachsen. Zu Beginn machte man sich häufig durchaus bemerkbar, was im Spielverlauf aber zunehmend abnahm. In Hälfte zwei sorgten nur noch interne Echos für lautstarke Unterstützung. Der Gastgeber aus Karlsruhe eröffnete die Saison mit einer hübschen Choreo vor 17.000 Zuschauern im gutgefülltem Wildpark. Akustisch auch von der Heimseite ein mittelprächtiger Auftritt. Am zweiten Spieltag gilt es für uns Zebras jetzt den Hebel rechtzeitig umzulegen. Gegner ist dann die Energie aus Cottbus.