Monthly Archives: September 2011

Bericht: MSV – Union Berlin (1:1)

Trauerspiel an der Wedau

Es läuft nicht rund bei den Zebras. Der Motor, der dasm Punktekonto der Meidericher aufstocken könnte, will einfach nicht anspringen. Die Gegner die in diesen Tagen an die Wedau reisen haben wirklich ein gutes Los erwischt. Von der Euphorie, die noch vor rund zwei Monaten herrschte ist nichts mehr geblieben. Die ersten kritischen Stimmen im Umfeld werden wach, das Stadion wird leerer. Es ist nach der Vorsaison voller Glücksmomente wieder der MSV an den man sich eigentlich schon gewöhnen musste. Am achten Spieltag waren die Fans von Union Berlin die glücklichen die zur Wedau reisen durften um ihr Team punkten zu sehen.

Zwar reichte es für die Berliner nicht zu einem Dreier, aber immerhin einen Zähler konnten die Köpenicker mit in die Heimat nehmen. Der geliebte MSV hat es nämlich mal wieder geschafft allen knapp 11.500 Zuschauer den Tag so richtig zu vermiesen. Durch einen geschenkten Elfmeter reichte es letztlich zu einem 1:1 gegen Union. Die Leistung war mal wieder unterirdisch. Darüber kann das völlig zu unrecht nicht gegebene Tor in der letzten Spielminute nicht hinwegtäuschen. Doch der Reihe nach. Es war wie immer in dieser Saison. Im Besitz des Wissens, dass man sich von der Mannschaft kein bisschen Kampf und Leidenschaft erwarten können wird, traf sich die Szene wie gewohnt knapp zwei Stunden vor Spielbeginn mit der Hoffnung, dass der Knoten ja doch endlich platzen könnte, am Container. Es wurden zahlreiche nekdoten ausgetauscht ehe es gegen halb zwölf ins Wedaustadion ging. Gemeinsam nahm man seine gewohnten Plätze im Stimmungsblock ein. In der Nordkurve selbst ist es bereits wieder erschreckend leer geworden.

Und auch Stimmungstechnisch konnte sich die Szene gegen Union nicht wirklich in Szene setzten. Es gab die gewohnten zwei, drei Phasen in denen der Oberrang die Gesänge übernahm und es wirklich laut wurde. Ansonsten allerdings ging die Mitmachquote allerdings nicht wirkkich über die Grenzen des Stimmungsblockes hinaus. Man versuchte sich das Trauerspiel, welches sich auf dem Rasen abspielte, von der Seele zu singen. Wirklich emotional ging es dabei allerdings nur selten zu. Auch optisch konnte man an das gute Bild aus dem Dresdenspiel nicht anknüpfen. Weitaus weniger Schwenker und Fahnen schmückten die Nordkurve im Verlaufe des Spiels. Anders sah das auf der Gegenseite aus. Die Gäste aus Berlin, die ihren Block mit rund 900 Leuten füllten, überzeugten optisch durch eine gewohnt schmucke Zaunbeflaggung. Über das Spiel hinweg schienen die Köpenicker auch gut auszurasten. Der untere Bereich des Gästeblockes war durchgehend in Bewegung und auch akkustisch konnte man die Berliner ab und an vernehmen. Nachdem Spiel kam unsere Mannschaft nur sehr, sehr kleinlaut vor die Nordkurve. Der einzige der die Eier hatte und das Gespräch suchte war Florian Frommlowitz. Eines steht fest: Die Stimmung wird, wenn seitens der Mannschaft auch in Bochum wieder ohne Herz und Leidenschaft agiert wird, endgültig kippen…. Obwohl eine Niederlage dort ja scheinbar momentan noch unmöglicher scheint als ein Sieg unserer Mannschaft…

 

Bericht: Fürth – MSV (2-1)

Erneuter Rückschlag in Fürth

Es war in den letzten Tagen vieles von einer so oft und gern genannten Trendwende zu lesen. Der vom Ergebnis her souveräne 3:0-Heimerfolg gegen Dynamo Dresden sollte der eigentlich Beginn der Saison sein. Die Serie 2011/2012 könnte jetzt, nach verpatztem Start, so richtig losgehen. Untermauert werden sollte dies nach der Länderspielpause ausgerechnet bei den Kleeblättern aus Fürth. Die „Unaufsteigbaren“ erwischten einen Start nach Maß und grüßten vor der Partie mit bereits fünf Siegen von der Tabellenspitze. In Fürth aber hatten unsere Zebras in der Vergangenheit öfters gut ausgesehen und wichtige Punkte eingefahren. Grund zur Hoffnung.

Wie wir einen Tag später resümieren müssen, wurde diese Hoffnung im Sportpark Ronhof wieder einmal wie im Keim erstickt. Es wurde nichts aus den erhofften nächsten Punkten auf dem Zebrakonto. Mit 1:2 unterlag der MSV höchstverdient bei den Kleeblättern. Von Kampfgeist, Willen etc. war auf dem Rasen nirgendwo auch nur ein Hauch zu verspüren. Zumindest nicht in den Farben blau und weiß. Die Tugenden der letzten Saison kommen einem jeden Fan bereits jetzt vor wie „in längst vergangenen Tagen“. Um die eigenen Nerven nicht zu sehr mit Frust und Agressivität zu beanspruchen möchten wir die (traurigen) Tatsachen auf dem Platz hiermit hinter uns lassen. Zumindest das drumherum machte einem an diesem Tag ab und an Spaß. Aufgrund des Freitagstermin war einem Jedem klar, dass sich wohl wieder weitaus weniger Zebras im Sportpark Ronhof einfinden würden als noch vor Jahresfrist, als knapp 400 Zebras den Weg ins Frankenland auf sich nahmen. Dieses Jahr war der Gästebereich weitaus spährlicher gefüllt. Rund 130 Duisburger belagerten den Gästesektor des schmucken Sportparks. Sie waren ein kleiner Teil unter den 9.000 Zuschauern, die sich mit ansehen wollten wie sich der Fürther Spitzenreiter gegen den MSV weiteres Selbstvertrauen holen sollte. Stimmungstechnisch war mit diesen Zahlen natürlich nicht viel zu bewegen. Selten wurde es wirklich emotionsvoll im Gästebereich, was sicherlich auch mit der wiedereinmal blutleeren Leistung auf dem Platz zusammenhing. Zumindest optisch wussten die Zebras zu überzeugen. Wie schon in Karlsruhe und Frankfurt hingen zahlreiche Zaunfahen und auch die Schwenkelemente kamen während des Spiels zahlreich und durchgängig zum Einsatz. Begünstigt durch das wirklich faire Auftreten der Fürther-Ordnungskräfte. Der Heimanhang aus Fürth, der immerhin die Tabellenspitze zu bejubeln hatte, lieferte einen durchschnittlichen Auftritt ab. Man hatte sich insgeheim schon ein klein wenig mehr erwartet vom Block 12. Trotzdem muss gesagt werden, das es zwischendurch durchaus laut wurde in der Heimkurve. Nach dem erneuten Nackenschlag machte sich der Ultrabus dann recht zügig wieder auf den Weg Richtung Duisburg. Hier spielten sichj die üblichen Geschehnisse ab. Und trotzdem: So wirklich zum feiern war hier heute keinem zu Mute. Zu enttäuschend ist aktuell die blanke Realität auf dem Rasen.