Monat: Oktober 2011

Bericht: MSV – 1860 München (0:3)

Auch ohne Sasic keine Punkte

Es war einiges los im Wochenverlauf an der Wedau. Nach Pleiten Pech und Pannen kam das was kommen musste. Im Anschluss an das peinliche Pokalaus in Kiel musste Milan Sasic die Segel streichen. Ein Zeichen, dass im Geschäft schließlich gesetzt werden musste. Auch wenn Sasic mit dieser Truppe wohl der ärmste Kerl von allen war. Zusätzlich wurde von Vereinsseite verkündet, dass sowohl Ivo Grlic als auch Ennatz Dietz intern in die Führungsetage aufsteigen würden. Aber stellt sich aktuell die Frage ob all das überaupt noch Grund zur Hoffnung gibt. Zu beängstigend ist momentan die Realität auf dem Platz und vor allem auch hinter den Kulissen. Genau wegen der finanziellen Misere versammelte sich ein Teil der Duisburger Fanszene, egal ob Ultra oder Kutte am heutigen Heimspieltag eine dreiviertel Stunde vor Anpfiff auch vor der Hauptribüne des Wedaustadions. In einem stillen Protest sollte die Führungsetage des Vereins aufgeweckt werden. Wir wollen endlich einen Einblick in das haben was sich hinter den Fassaden bei unserem geliebtem MSV abspielt. Nach den stillen Minuten des Schweigens, geschmückt von zahlreichen Spruchbändern begab man sich geschlossen in die Nordkurve. Rund 11.000 Fans hatten bei bestem Spätherbstwetter den Weg an die Wedau gefunden. Und es war einem großteil der Anwesenden anzumerken, dass er nicht so recht wusste wie er mit der aktuellen Situation umgehen sollte. Schweigen, Pöbeln, Anfeuern … , dass kann im Moment wohl nur jeder für sich selbst entscheiden. Wir als Proud Generation hatten für uns im Vorfeld beschlossen uns dem bisher von der Mannschaft gezeigten anzupassen: „Nichts tun“. So stellte man den Support seitens unserer Gruppe für dieses Spiel geschlossen ein. Der Support des Stimmungsblock blieb dagegen zum Großteil bestehen. Und tatsächlich muss man der Mannschaft zugestehen, dass sie heute definitv wollte. Allerdings scheint es im Moment einfach nicht zu reichen. Und alls wenn das Übel nicht schon schlimm genug wär kam jetzt auch noch eine ordentliche Portion Pech dazu. Das 0:3 fiel im Endeffekt fiel zu hoch aus. Für die rund 700 angereisten 60er war es aber, verständlicher Weise, Grund genug zum feirn. Nicht oft aber ab und zu waren die Münchener die aktuell ja selbst schwere Zeiten durchleben müssen, in der Nordkurve zu vernehmen. Zusätzlich gab es zum Intro eine recht nette Choreo im Gästesektor zu sehen. Nach dem Abpfff blieb es diesmal ruhig an der Wedau. Trotz der Niederlage schien der Großteil der Kurve den Willen der Spieler zu honorieren. Ob man nun selbst der Mannschaft Beifall spendet oder das ganze Desaster für sich selbst verarbeiten muss, diese Entscheidung muss wohl jeder für sich selbst treffen. Am Sonntag geht es zum Krisengipfel nach Aachen. Und da müssen wir uns gemeinsam aus dem Tabellensumpf rauskämpfen. Und damit seien alle Zebras angesprochen: Lasst euch nicht unterkriegen und reist zahlreich mit an die holländische Grenze….

Bericht: Kiel – MSV (2:0)

Schande für Duisburg

Nun ist er endgültig erreicht. Der MSV ist am absoluten Tiefpunkt angekommen. Was für die ältere Generation die schlimmste Phase seit rund zwei Jahrzehneten sein dürfte ist für den Großteil der jüngeren Szene wohl der größte Dreck den er mit den Zebras je erlebt hat. In der zweiten Pokalrunde, beim Viertligisten in Kiel, gipfelte vorerst die traurige Inszenierung die die Versager auf dem Rasen der blau-weißen Anhängerschaft in dieser Saison bietet. Zum Sportlichen sei deshalb dieses Mal nicht viel gesagt. Die Söldner auf dem Platz traten unsere Liebe, unsere Leidenschaft, unseren MSV in den 90 Pokalminuten mal wieder mit Füßen. 0:2 – Rums das sitzt verdammt tief in der Duisburger Fußballseele. Von Leidenschaft, Kampf oder Willen keine Spur. All das was den MSV noch vor einem halben Jahr ausmachte, ist bei der neu zusammengewürfelten Multikultitruppe absolute Fehlanzeige. Dass nach dem Spiel mit Maurice Exslager, Felix Wiedwald, Goran Sukalo, Branimir Bajic und Emil Jula ausschließlich FÜNF Zebras den Weg in den Gästesektor fanden macht den Hohn perfekt. Dass es sich bei diesen Kickern wie zB unserem zweiten Keeper Felix Wiedwald wohl um die Spieler handelt, die noch am wenigsten für die Misere können, bringt das Fass zum Überlaufen. Während sich die ganannten fünf, die einem fast schon wieder leid tun konnten, in Ausreden flüchteten, suchten der charakterlose Rest der Elf Unterschlupf in der warmen Kabine und hielt es erst rund eine halbe Stunde nach dem Abpfiff für angebracht den Weg zu den Fans zu suchen. Danke, aber auf einen solchen Alibigang können wir auch verzichten! Kommen wir zum einzigst erfreulichen an diesem schicksaalsträchtigen Tag im MSV-Leben: Zumindest die Fans taten es den Spielern auf dem Rasen nicht gleich sondern wussten zum Intro durch eine gelungene Pyroshow zu überzeugen. Zahlreiche Pyroelemente brachten den Standpunkt der Szene im Gästeberecih zum erstahlen. In dieser Größenordnung hatte es das in Duisburg schon lange nicht mehr gegeben. Insgesamt fanden übrigens knapp 400 MSV’ler den Weg nach Kiel. Ein sehr schön und ausgiebig beflaggter Zaun (nach dem 0:2 wurde nahezu die gesamte Unterstützung, einhergehend mit der Entflaggung des Zaunes, eingestellt) rundete den gelungenen, optischen Auftritt unsererseits ab. Und trotzdem bleibt das Ganze an diesem Tag nur ein äußerst kleines Trostpflaster. Zu bedenklich, zu besorgnisseregend ist momentan leider die Realität und das was uns wohl in Zukunft erwarten wird…

 

Bericht: Eintracht Frankfurt – MSV (3:0)

Blicken wir einen Spieltag zurück. Im Wedaustadion spielten sich beim 3:1 Sieg gegen Ingolstadt, welchen man am liebsten in Anführungszeichen setzen wollen würde, bizarre Szenen ab.
Das Team aus Meiderich verspielte sich in Hälfte 1 jeglichen Kredit, den die Nordkurve der Mannschaft schon vorbildlich gönnte. Aberwitzig schafften es die Ingolstädter, sich noch dämlicher anzustellen als unsere Truppe und man durfte letztlich einen 3:1 Sieg erleben, der sich eher wie eine 0:4 Klatsche anfühlte.
Zu allem Überfluss mussten wir heute zum Ligaprimus Eintracht Frankfurt reisen. Ligaprimus nicht unbedingt aufgrund der tabellarischen Situation, sondern aufgrund des Etats, welches in Duisburg nichtmals nach Etablieren in Liga 1 zu erreichen wäre. Nebenbei ist die SGE in dieser Saison noch ungeschlagen. Gerne spricht man bei solchen Duellen von David gegen Goliath.
Die Vorzeichen standen also alles andere als gut, was sich auch im Endergebnis wiederspiegeln sollte.
Duisburg reiste mit 900 Mann zur Metropole an den Main. Sicherlich eine Zahl, welche aufgrund des guten Termins enttäuscht. Zu erklären ist die Zahl natürlich anhand der sportlich und mannschaftlich desaströsen Saison. Der Mob kam pünktlich in Frankfurt an und beflaggte den Zaun recht ansprechend. Bis zum 1:0 kann man mit dem Auftritt des Gästeblocks durchaus zufrieden sein, supportete ein kompakter Kern in der Mitte des Blocks sehr ausgiebig und bei internen Echos und Klatscheinlagen konnte eine ansprechende Lautstärke erreicht werden.
Pro kassiertes Gegentor sank mehr und mehr die Mitmachquote, bis nach dem 2:0 der Support für die Mannschaft eingestellt wurde. Nun wurde die „Mannschaft“ endgültig zum Teufel geschickt.
Wir sind Duisburger, und ihr nicht! Es ist das 3. Mal hintereinander, dass der Meidericher Spielverein in Frankfurt richtig auf den Sack bekommt.
Die Heimkurve kam überraschender Weise erst nach dem 3:0 auf gewohnte Betriebstemperatur. Zuvor hat man von der Nordwestkurve sowohl optisch (außer der Zaunbeflaggung) als auch akustisch mehr erwartet.
Während der Rückfahrt wurde überlegt, in wie fern der Mannschaft nun ein prägnantes Signal übermittelt werden kann. Schöne Zaunstürme sowie Einstellen des Supports scheinen keine Wirkung zu zeigen. Am Mittwoch wartet das 2.Rundenspiel des DFB-Pokals bei Holstein Kiel. Ein durch und durch attraktives Los. Trauriger weise muss man sich aufgrund der momentanen Verfassung der Meidericher sogar ernsthaft über das Weiterkommen im Pokal sorgen machen….

 

Bericht: MSV – Ingolstadt (3:1)

Armutszeugnis gegen Ingolstadt

Die Länderspielpause kam gerade richtig. Das spielfreie Wochenende konnte von allen Zebras dazu genutzt werden, die aus dieser Saison arg leidgeplagte MSV-Seele, ein wenig zu entspannen. In der elften Runde der miserabelen Hinserie 11/12 durfte sich schließlich der FC Ingolstadt im Wedaustadion vorstellen. 16. gegen 17. Das Spiel hielt genau das was es versprach. Vor allem in Hälfte eins war es ein Armutszeugnis was die Zebras auf dem Rasen ablieferten. Schlimmer kann es tatsächlich nicht mehr kommen. Während die Laune vor Spielbeginn noch gut war – schließlich wurde der von allen geliebte Ivo Grlic mit einem Meer von weißen Rosen vom Stimmungsblock verabschiedet, änderte sich das Bild mit Spielbeginn schlagartig. Mit Anpfiff versuchte man krampfhaft die Truppe auf dem Platz nocheinmal nach vorne zu peitschen. Als es dann aber nach nur 10 Minuten wieder einmal in unserem Gehäuse krachte, war auch der letzte Kredit verspielt. Einige waren sprachlos, andere pöbelten verzweifelt gegen die Versager auf dem Platz, die unseren Stolz mal wieder mit Füßen getreten hatten. Wiederum andere verließen das Rund des Wedaustadion und suchten ihr Heil im Bier. Was auf dem Platz abging scuht seines Gleichen.

Während hier vor einem halben Jahr elf Helden den Weg ins Pokalfinale ebneten zelebrierten heute mal wieder elf Kicker, die sich Zebras schimpfen, Fußball zum abgewöhnen. So gibt es von den Tribünen anschließend auch nicht viel zu berichten. Selbst die drei Glückstore, die uns am Ende doch noch den zweiten Dreier bescherten lösten nur bei den allerwenigsten so etwas wie Jubel aus. Zu enttäuschend und traurig ist die Realität, in der man von der Mannschaft Woche für Woche einen Schlag in die Fresse bekommt. Es sind harte Zeiten angebrochen an der Wedau. Zum Gästeanhang aus Ingolstadt müssen eigentlich keine Worte verloren werden. Handgezählte 43 Männeken fanden den Weg an die Wedau. Durch und Durch hat dieser Verein mit seinen Fans nix in dieser Liga zu suchen. Mit dem Abpfiff verließ man schließlich geschlossen die Nordkurve um sich den Hohn zu ersparen, wenn die Zebras klatschend in die Kurve kommen würden um ihren Glückssieg zu feiern. Am Container wurde von der Kohorte der Grill angeschmissen, so dass man den Dreck auf dem Platz mit ner leckeren Grillwurst so schnell wie möglich ausm Gedächtniss streichen konnte…