Monthly Archives: Dezember 2011

Bericht: Cottbus – MSV (1:1)

Zebras erkämpfen Punkt in der Lausitz

Duisburg und Cottbus. Wer sich nur ein paar wenige Sekunden Zeit nimmt, um die Beziehung zwischen diesen beiden Vereinen im letzten Jahr zu beleuchten, dürfte auf wahrlich brisante Vorfälle stoßen.
Zum Einen natürlich omnipräsent, das hitzige Halbfinale der letztjährigen Pokalsaison mit dem besseren Ende für unseren MSV, zum Anderen die Abwanderungen von Jula und Shao, welche bekanntermaßen unter wütenden Protesten des Ex-Energie-Coaches Pele Wollitz beide im Sommer an die Wedau gelotzt werden konnten. Hinzu sind Spiele gegen Cottbus seit längerem immer hart umkämpft und von vielen Emotionen geprägt.
Zum Rückspiel der Saison 11/12 scheinen sich die Gemüter auf beiden Lagern beruhigt zu haben. Die Lausitzer stehen im Tabellenmittelfeld, während der Meidericher SV sich Schritt für Schritt im unteren Tabellenmittelfeld festsetzen konnte. Ohne den allergrößten Druck konnte man sich also an einem sonntagmorgen auf in Richtung Ostdeutschland
machen.
Die knapp 8 stündige Hinfahrt mit 2 Szenebussen verbrachte der Eine schlafend, der Andere feiernd, um schließlich gegen 12:00h den Ground zu erreichen.
Vor Ort mal wieder das übliche und leidige Spiel mit dem eindeutig zu peniblen Einlasskontrollen und Einschränkungen im Gästeblock. Das „Ordnungspersonal“ in Cottbus ist einfach völlig Fehl am Platz in einem Fußballstadion. Hier wird einem Gästefan Jahr für Jahr der Spaß aufs völlige eskalieren bereits im Vorfeld genommen.
Nichtsdestotrotz fanden die bekannten Duisburger Zaunfahnen unter lächerlichsten Bedingungen ihren Platz an sämtlichen Zäunen oder Wellenbrechern.
Mit gut 200 Mann im Gästeblock wurde trotz Allem versucht, die Mannschaft standesgemäß anzupeitschen. Zum Intro kam ein Spruchband zum Vorschein, welches darauf hinwies, die Bemühungen um das Einsteigen von Andreas Rüttgers, Abteilungsleiter beim Stadionsponsor Schauinsland-Reisen, mit sehr kritischem Auge zu verfolgen.
Der Support unsererseits konnte in der ersten Hälfte lautstärketechnisch nur selten überzeugen, was auch nicht sonderlich verwundert aufgrund der „Größe“ des Gästepöbels. Passend dazu schenkte uns der Gastgeber in einem abwechslungsreichen Spiel in Minute 34 das erste Tor des Spiels ein. Mit dem Rückstand ging es auch in die Kabine.
In Halbzeit 2 veränderte sich fortan das Bild. Unsere Kicker auf dem Platz wollten sich nicht mit der Niederlage abfinden und erspielten sich einige gute Torchancen, ehe in Minute 59 Berberovic mit Gelb-Rot vom Platz flog und die Meidericher in Unterzahl weiterspielen mussten. Doch völlig unbeeindruckt ob des Platzverweises, spielten wir weiter munter auf das Tor der Gäste und es entwickelte sich erneut eine sehr gute Partie zweier gleichwertiger Mannschaften. Und in der 75. Minute geschah es. Branimir Bajic konnte nicht nur für den verdienten Ausgleich, sondern auch für absolute Feierstimmung im Gästeblock sorgen. Denn nach dem Ausgleich konnten sich die mitgereisten Zebras sehr gut Gehör verschaffen im mit 7.500 Mann gefüllten Stadion der Freunschaft. Von der Heimkurve, welche bis zum 1:0 von der Lautstärke her recht ordentlich auftrat, kam nach dem Ausgleichstreffer rein garnichts mehr.
Wir überstanden noch eine letzte Drangphase des FC Energie in der Schlussphase, ehe der wichtige Punkt gemeinsam mit der Mannschaft bejubelt werden konnte.
Die Rücktour verlief dementsprechend feucht-fröhlich und man betrat gegen 23:00h wieder heimischen Boden.

Als letztes wollen wir allen MSV-Fans und Untersützer unserer Gruppe ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein (sportlich) besseres Jahr wünschen!

Stay proud!

Bericht: MSV – Karlsruhe (3:1)

Schritt aus dem Tabellenkeller

Nur vier magere Tage sind vergangen seit der unglücklichen Heimniederlage gegen Düsseldorf. Der Spitzenreiter der Liga zeigte uns leider eindrucksvoll, dass wir mit Recht nicht annährend an obere Tabellenregionen denken dürfen. Das wird in dieser Saison einfach nix.
War das Wedaustadion am Montag noch mit über 23.000 Zuschauern gut gefüllt und ein sportlich attraktiver Gegner zu Gast, durften wir nun zum Kontrastprogramm den Tabellensechzehnten aus Karlsruhe in Duisburg begrüßen.
Da war ein Jedem klar, dass hier und heute keine 10.000 Fans den Weg ins Wedaustadion finden würden. Und so kam es dann auch: lächerliche 9.147 Leute wollten sich den, für den Klassenerhalt wesentlich von höherer Bedeutung anzusiedelnden Kick, reinziehen. Es ist ganz klar zu erkennen, dass ein großer Teil der MSV-Fans einfach die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und dem Verein lieber einfach wegbleiben, als auch in schweren Zeiten zu ihm zu stehen.
Das Geschehen auf dem Rasen entwickelte sich heute immerhin früh in die von uns aus gesehen richtige Richtung. Schon nach 3 Minuten klingelte es im Gehäuse der Gäste, als Sukalo vor dem unglücklichen KSC-Keeper den Ball ins Tor köpfen konnte. Anschließend kontrollierte der Meidericher Spielverein das Spiel, ohne dabei sonderlich zu glänzen. Von Karlsruh´ war bis auf eine Großchance von Lavric, welche von Wiedwald grandios pariert wurde, überhaupt nichts zu sehen.
Auch in Halbzeit 2 waren wir die klar tonangebende Mannschaft und konnten durch Jula in Minute 57 zum 2:0 erhöhen. Der Sieg war somit so gut wie im Sack. Aber auch nur so gut wie…. Denn nur 2 Minuten später konnten die Gäste verkürzen und es war erneut Spannung angesagt. Zum Glück haben wir einen Brosinski im Team, der sich momentan in einer bombastischen Form befindet. Dieser setzte in der 70. Minute den Ball von der 16er-Kante direkt in den Winkel. Absolutes Traumtor und Kandidat für das Tor des Monats!
So blieb es schließlich beim hochverdienten 3:1 Sieg für Meiderich.
Leider blieb der Support auf der Nordkurve heute viel zu oft unter dem Durchschnitt. In der ersten Hälfte gab es praktisch garkeine Ausreißer nach oben. Diese gab es dann zum Glück 2-3 mal in Halbzeit 2, sodass zumindest Phasenweise der Spaß in den Stimmungsblock zurückkehrte. Dennoch ist festzuhalten, dass der Auftritt heute keineswegs Maßstab für die kommenden Heimspiele werden darf!
Die ca. 300 mitgereisten Gäste aus Baden, welche bei ihrem letzten Ligaspiel in Frankfurt völlig überzogener Polizeigewalt ausgesetzt waren (Kopf Hoch Ultras KA!), waren aufgrund der numerischen Unterlegenheit kaum bei uns zu vernehmen. Nach dem 3:1-Treffer stellte der Gästeblock den Support ein. Wahrlich eine verdammt schwere Zeit, die die Kalrsruher momentan durchmachen müssen.
Die letzte Aufgabe dieses Jahres lautet am nächsten Sonntag Auswärts Cottbus. Ein Sieg wäre gold Wert, um im gesicherten Mittelfeld der Liga überwintern zu können.
Also Zebras, rafft euch auf, hebt den Arsch hoch und fahrt so zahlreich wie es geht nach Cottbus!

Bericht: MSV – Düsseldorf (0:2)

Auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen

Obwohl es hinter den Kulissen bei unserem geliebten Spielverein aufgrund der heftigen Querelen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand stürmisch zu geht, ließ sich die Mannschaft von diesem Geschehen nicht beeinflussen. Im Gegenteil wurden gegen Braunschweig und Aue hintereinander zwei sehr wertvolle Siege im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren.
So kann´s weitergehen!
Die Mannschaft schien gerade rechtzeitig zum Spiel gegen den Nachbarn aus Düsseldorf in Fahrt gekommen zu sein. So ging es mit einer zumindest kleinen Portion Selbstbewusstsein ins Derby. Aber man wusste natürlich auch, dass die Fortuna eine Wahnsinnssaison spielt.
Doch der Reihe nach. Zunächst traf sich die Szene mit einem netten Haufen nachmittags, um sich mit einem kleinen Derbymarsch zum Stadion auf das Spiel einzustimmen. Dies wurde, untermalt von ersten Gesängen und reichlich Pyro, auch getan. Leider hatte der Freund und Helfer was dagegen und drängte den Mob von der Straße weg, eine Eskalation konnte zum Glück gerade noch vermieden werden. ACAB!
Sobald die Stadiontore öffneten, begab sich die Szene in den heimischen Stimmungsblock. Bereits weit eine Stunde vor Anpfiff ließen beide Kurven zwischendurch immer wieder gesangstechnisch die Muskeln spielen. Die Zeit bis zum Anpfiff verflog dadurch recht schnell.
Zum Intro gab der mit ca. 7000-8000 Mann gefüllte Gästesektor durch ihre Pyroshow ein schönes Bild ab. Unsere Gruppe präsentierte ein Banner, welches mit nur einem Wort beschreibt, was wir generell vom Gegenüber halten.
Um die Stimmung beider Kurven nach 90 Minuten zu beurteilen, bedarf es keiner großen Worte. Insgesamt war es nur ganz selten eines Spitzenspiels würdig, beide Seiten blieben doch recht weit unter ihren Möglichkeiten. Da gab es schon weitaus stimmungsvollere Derbys. Auffallend war jedoch, dass die Fortunen gerade nach dem 2:0 Treffer eher dezent in Feierlaune waren.

Das Geschehen auf dem Rasen gestaltete sich bis zum Führungstor der Gäste in Minute 58. recht ausgeglichen, auch wenn die Fortuna vielleicht 1-2 bessere Torchancen verbuchen konnte. Dass sich der Herbstmeister eine 2:0 Führung nicht mehr nehmen lässt, war jedem der über 23.000 Zuschauer im Wedaustadion bewusst und man musste die drohende Pleite recht schnell hinnehmen. Auch wenn unser Team in Blau-Weiß noch alles versuchte, nahm die clever agierende Mannschaft aus Düsseldorf die 3 Punkte mit nach Hause.
Fazit: Scheiß Fortuna, weiter geht´s MSV!