Monthly Archives: Februar 2012

Bericht: Dresden – MSV (2:0)

Unsere Farben mit Schande beschmutzt…

Es war ein aus Duisburger Sicht mehr als finsterer Freitagabend im ehemaligen Rudolf-Harbig-Stadion. Viertes Spiel 2012 – vierte Niederlage. Einen Punkt vor einem Abstiegsplatz und nicht einmal den Hauch einer Aussicht auf Besserung. Was sich dieser Tage in einem jeden Duisburger Herz abspielt ist mit Worten wie Verzweiflung, Angst, Enttäuschung, Wut und Scham nur ansatzweise zu skizzieren, jedoch bei weitem nicht ausreichend um das wahre Ausmaß des Abgrunds zu beschreiben. Viel zu tief ist ein jeder in seiner Ehre und seinem Stolz verletzt, als das man zur Zeit einen klaren Gedanken fassen könnte. Doch erst einmal zum Spiel:

Knapp 22100 Zuschauer (darunter ca. 130 tapfere Duisburger Recken) sollten den Rahmen für eine weitere erbärmliche Leistung unserer „Mannschaft“ bilden. Das Spiel begann mit einem sehr ansehnlichen Intro in Form einer Choreographie über die gesamte Heimkurve, welche einen chronologischen Verlauf der Dynamo-Historie darstellte. Optisch vermochte es der kleine Trupp aus dem Pott im Gästesektor durch verhältnismäßig zahlreiche Zaunbeflaggung und Schwenker zu punkten. Allerdings gelang es leider zu keiner Zeit, auf Grund der totalen zahlenmäßigen Unterlegenheit, wirklich akustische Signale zu setzen. Während ein wahrlicher Grottenkick vor sich hintrottete blieb der berüchtigte K-Block jedoch weitgehend hinter seinen Möglichkeiten – bis zum 1:0 und somit bis zu einem weiteren Rückstand für unsere Zebras. Als wäre das nicht schon schlimm genug gewesen klingelte es keine 120 Sekunden später erneut im Duisburger Kasten. Eine vorhandene bzw. funktionierende Abwehr (wie sie im Profifußball von Vorteil sein soll) war auf blau-weißer Seite nicht zu erkennen. Nach den beiden Treffern zeigte der Heimanhang dann endlich einmal wozu er fähig ist und spulte ein sehr lautes Restprogramm bis zum Abpfiff ab. Die 130 gebrochenen Herzen vom Niederrhein hingegen waren verstummt, geschockt und am Boden. Nachdem sich der charakterlose Haufen, welcher zur Zeit auf der Meidericher Gehaltsliste steht, dann vor die Gästekurve stellte, explodierten die Emotionen und einige harsche, doch angebrachte Worte wurden an die Spieler gerichtet. Danach machte man sich auf die lange, in Lethargie versunkene Heimfahrt gen Westen.

Abschließend bleibt wohl nur noch zu sagen, dass wir, die Proud Generation Duisburg, stets voller Stolz unsere Farben unterstützt haben und werden! Doch was diese „Spieler“ ohne Herz und Leidenschaft momentan aus unserem geliebten Verein machen….man möchte ihnen mit gebrochenem Herzen und tränendem Auge sagen: „Ihr habt unsere Farben beschmutzt, unseren Verein beschämt und letzten Endes auch einen Teil unseres Stolzes mit Füßen getreten! Kämpft oder geht, aber dieses Leid und diese Schande wollen und werden wir nicht länger hinnehmen!

Bericht: MSV – St.Pauli (0:1)

Die Talfahrt geht weiter

Hatte man es in den letzten fünf Spielen vor der Winterpause noch vermocht seinen Punktestand in der Tabelle zu verdoppeln, so wurden alle blau-weißen Hoffnungen auf eine Wende nach dem Auftreten der „Mannschaft“ in den ersten Partien des neuen Jahres so langsam wieder begraben. Zu allem Überfluss sollte sich diese Negativbilanz auch im dritten Spiel 2012 gegen die Gäste vom Millerntor nicht verbessern.

Das weite Rund des Wedaustadions war an diesem Freitagabend mit knapp über 15000 Zuschauern mal wieder etwas erfreulicher gefüllt. Während der Stimmungsblock einen recht guten Start ins Spiel fand, verdichtete sich das Bild auf dem Rasen, welches uns in den letzten Partien bereits vermittelt wurde: so agierten unsere Zebras in Hälfte eins zu unsicher und ungefährlich am Ball, was widerum einmal mehr den Rückstand zur Folge hatte. Anschließend war die Stimmung etwas durchwachsener, doch wollte man sie nie vollends abreißen lassen. Auch in Halbzeit zwei verbesserte sich der Meidericher Spielverein nur unwesentlich und versuchte weiterhin durch eine schier endlose Reihe an weiten und meist auch unpräzisen Bällen nach vorne eine Mittel gegen die Kiezkicker zu finden. Letztere schienen jedoch auch nicht wirklich ihren besten Tag erwischt zu haben, wobei sich das bei der Duisburger Devise dieses Abends „Ball zig mal hinten herumschieben und anschließend weit raus schlagen“ als auch nicht zur Führungsverteidigung notwendig erwies. Mit der Schlussphase kam dann noch einmal etwas mehr Spannung in die Partie und die Zebras kamen zu einigen kleineren Chancen. Dies lies die Nordkurve auch nicht unbelohnt und brachte die letzten Gesänge noch einmal etwas enthusiastischer hervor. Leider blieb es bei dem Spielstand von 0:1 und unsere Zebras versäumten es einmal mehr die ersten Punkte dieses Jahres für uns einzufahren.
Der Gästemob war 2-3 mal in der Lage sich Gehör zu verschaffen, doch dies auch nur außerhalb der „Duisburger Drangphasen“ (sofern man die besseren Offensivaktionen überhaupt so betiteln kann) und nach dem Führungstreffer. Optisch waren die ca. 2000 Fans aus der Hansestadt durch einige Armparaden aufgefallen, was jetzt aber auch niemanden wirklich vom Hocker hauen konnte.

Was uns von diesem Abend bleibt ist die immer weiter steigende Angst im Abstiegskampf, welchen wir nach dieser wiederholten Pleite nun endgültig erreicht haben und die Frage, ob der Haufen der zur Zeit über den Rasen des Wedaustadions stolpert einfach nicht besser kann oder will! Vielleicht zeichnet sich eine Antwort darauf bereits am nächsten Freitag ab, wenn man zur Dynamo nach Dresden reist.
Hoffen wir das sich genügend Duisburger ein Herz fassen und trotz der aktuellen Spielsituation dort versuchen werden unsere Farben aus diesem Abgrund herauszusingen und -zubrüllen.

In diesem Sinne: be proud!

 

Bericht: Rostock – MSV (4:2)

Zweite Niederlage im zweiten Spiel

Nach einer ätzend langen Winterpause nahm die 2. Bundesliga in der vergangenen Woche wieder den Spielbetrieb auf. Prompt gab es für unseren Spielverein aufgrund einer sehr unglücklichen Heimniederlage gegen den Mitabstiegskonkurrenten FSV Frankfurt ein böses erwachen.
Nun stand ein weiteres richtungsweisendes Spiel an. Auswärtsspiel beim Liga-Schlusslicht aus Rostock!

Am frühen sonntagmorgen machten sich 2 Doppeldecker und 1 50er Bus plus weitere PKW-Besatzungen auf den Weg an die Ostsee. So erreichten letztlich ohne nennenswerte Zwischenfälle 250 Ruhrpottkanacken die Hansestadt.
Der Rasen, wenn er denn als solcher bezeichnet werden konnte, war traditionell in Rostock in einem katastrophalen Zustand. Also konnte heute nur über Kampf und Leidenschaft der Sieg erzwungen werden.
Leider lassen die 4 (!) Gegentreffer erahnen, dass auf unserer Seite nicht viel zu sehen war von diesen Elementaren Werten im Abstiegskampf. Zu oft wurde versucht, mit „klein-klein“-Spielereien zum Erfolg zu kommen. Rostock machte uns traurigerweise vor, wie es geht sich aus einer Abwärtsspirale zu befreien. Zwar bewiesen wir zumindest in Halbzeit 1 Moral, indem ein Rückstand zwei mal hintereinander ausgeglichen werden konnte, doch daran konnte unser Team im 2. Durchgang nicht mehr anknüpfen.
Die Stimmung im Gästebereich kann im ersten Abschnitt als sehr ordentlich bezeichnet werden, konnte man trotz numerischer Unterlegenheit die ein oder andere Duftmarke setzen. Zudem macht das (Zaun-)Fahnenbild weiter Forschritte in Duisburg. Weiter so!
In Halbzeit 2 fiel der Gästepöbel nur noch durch eine kleinere Pyroeinlage auf, zu frustrierend war der Spielverlauf mittlerweile.
Die Heimseite um die Suptras boykottierten u.a. aufgrund zahlreicher Auflagen seitens des Vereins den koordinierten Support, doch konnte man bei vereinzelten Schlachtrufen das immernoch vorhandene Potenzial der Kurve erahnen.

Mit ner dicken Enttäuschung und jeder Menge Frust wurde letztlich die 7-stündige Heimreise angetreten. Als nächstes dürfen wir am freitagnachmittag mit St.Pauli einen in dieser Situation sehr harten Brocken begrüßen.
Und nichtsdestotrotz muss nochmals betont werden:
Duisburg, wehrt euch gemeinsam gegen den Abstieg!
Alle zusammen!

Bericht: MSV – FSV Frankfurt (1:2)

Ernüchterung zum Jahresauftakt

Die gefühlt längste Winterpause aller Zeiten (oder war sie es sogar?) sollte heute am bescheidenen Freitag nachmittags- Termin enden. Paradoxerweise spielt der Wettergott momentan wahrlich verrückt. So musste der hartgesottene Fan sehr eisige Temperaturen über sich ergehen lassen, während es in der Zeit der Winterpause beste Konditionen zum kicken gegeben hätte.
Der heutige Kontrahent sollte auch nicht unbedingt für warme Gedanken sorgen, durfte man im Wedaustadion den Verein aus Frankfurt Bornheim begrüßen. Doch letztlich geht man für den Spielverein ins Stadion und nicht für irgendwelche Gegner, weshalb die erhöhte Vorfreude vor Anpfiff vielen anzumerken war.

Im mit 9.500 Mann gefüllten Rund bezog sich das Intro im Herzen der Nordkurve heute thematisch auf die Pyrotechnik-Kampagnie. Der nicht unbedingt überraschende Standpunkt der Duisburger Ultràszene bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik wurde per Spruchband und dem bekannten Großbanner nochmals hervorgehoben.
Unsere 11 Mannen auf dem Platz erwischten einen richtig guten Start auf einem rutschigen und nur sehr schwer bespielbaren Acker. Doch unsere Sturmspitzen, allen voran Domovchiyski, scheiterten mehrmals kläglich vor dem Frankfurter Tor. Und so kam natürlich der Zeitpunkt der allseits bekannten Fußballweisheit. Machste die Dinger vorne nicht, bekommste hinten eins… Und so stand es nach 17 Minuten 0:1 aus unserer Sicht!
So richtig erholen konnte sich die Mannschaft von diesem Schock bis zur Pause nicht mehr.
In Halbzeit 2 begannen die Meidericher ähnlich furios und wurden diesmal mit dem verdienten Ausgleichstreffer durch Sukalo belohnt. Anschließend entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, doch zum erneuten Entsetzen konnte der Gast aus Bornheim in Minute 69 erneut den Führungstreffer nachlegen. Unfassbar!
War man sich vor Anpfiff noch ziemlich sicher die 3 Punkte in Duisburg zu behalten, wanderten diese nach 90 unglücklichen Minuten nach Hessen. Niederlage!

Die Stimmung unsererseits konnte heute leider (mal wieder) nicht überzeugen. Im 2. Durchgang konnte man zwar bis zur 70. Minute einen Gang zulegen, doch war es der Gangwechsel vom 1. in den 2. Gang. Viel zu selten gelang es, die Nord zum Abgehen zu pushen. Der beschissene Spielverlauf tat sein Übriges dazu bei.
Der Gästeblock fiel durch ca. 50-60 Anhänger auf welche ein wenig Fahnenmaterial dabei hatten, aber sonst während des Spiels nicht zu vernehmen waren.

Nächste Woche geht es zum attraktiven Kick nach Rostock. Dort geht es bereits um sehr Vieles für unseren Spielverein, will man nicht endgültig bis zum 34. Spieltag im Abstiegsstrudel stecken bleiben.
Come on Duisburg!