Monthly Archives: September 2012

Bericht: Braunschweig – MSV (3:0)

Beschissener Mittwochnachmittag

Was soll man großartig zu diesem Tag an der Hamburger Straße zu Braunschweig berichten? Mal wieder waren unsere Zebras mit einem guten Gegner auf Augenhöhe, mal wieder sprang nichts zahlbäres dabei heraus. 80 Minuten lang wehrte sich das Team mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Dann brach es ein.
Unser Schwachpunkt ist eindeutig in den offensiven Mannschaftsteilen auszumachen, denn ein Tabellenletzter kassiert nun mal im Abstiegskampf irgendwann automatisch die Gegentore, wenn vorne einfach überhaupt nichts klappen will. Und so treten ca. 170 arg enttäuschte Duisburger ihre Heimreise mit einer 0:3 Packung an.
Stimmungstechnisch konnten u.a. aufgrund der geringen Anzahl an Mitgereisten keine Bäume ausgerissen werden.
Die Heimseite zeigte sich nur nach dem Führungstreffer sehr stark.

Wo ist der berühmte Strohhalm, an den man sich so gerne klammern will wenn es nicht läuft? Im Prinzip bleibt nur die Erkenntniss, dass wir erst den 7.Spieltag schreiben und es noch ein wenig hin ist, bis im Frühling des nächsten Jahres feststehen wird, wohin die Reise für unseren so geliebten Spielverein gehen wird.

Bericht: MSV – Bochum (0:0)

Duisburg erlebt den ersten Punktgewinn

Der Auftritt unserer Truppe am vergangenen Spieltag auf dem Betzenberg ließ schon erahnen, dass der Trainerwechsel keine so schlechte Idee war, spielte man in dieser Saison erstmals auf Augenhöhe mit dem Kontrahenten. Nun hieß es daheim im „kleinen Revierderby“ gegen den VfL Bochum, genau an diese Leistung anzuknüpfen. Vom Anspannungsparameter her muss man ganz klar sagen, dass Spiele gegen Bochum aus welchen Gründen auch immer mittlerweile an Reiz verloren haben.
Denkt man an die vergangene Saison zurück, so bedeutete damals der Heimsieg gegen Bochum an Spieltag 26 die Wende im Kampf um den Ligaverbleib. Gibts heute erneut die Wende an der Wedau?
Im Vorfeld des Spiels bestimmte ein Thema die Gesprächsrunden: Ein temporäres Choreoverbot auf der Nord, welches vom Verein aufgrund eines Verstoßes in der Vergangenheit ausgesprochen wurde. Eine detaillierte Darstellung dieser Entscheidung des Vereins würde jedoch den Rahmen sprengen.
Zum Warmmachen der Teams zeigten wir ein Transpa auf der Osttribüne, welches der Mannschaft weiteren Mut auf dem Weg zur Aufholjagd geben sollte.
Das Intro zum Spiel gestaltete die Kohorte mit einer, na,wer ahnt es? Choreo im Stimmungsblock! Hinter der Aufschrift „Vertrauen statt Verbote“ stiegen passend Schals in die Luft. Der Block 10 im Oberrang zeigte 2 große Spruchbänder. „Alle zusammen für Einen… Und alle für einen Verein!“ Es war also einiges Los im Vorfeld der Partie!
Das Spiel lässt sich recht schnell zusammenfassen. In Halbzeit 1 war es eine Partie auf Augenhöhe, bei der sich keine der Teams einen bedeutenden Vorteil erarbeiten konnte. Große Aufreger waren zudem Mangelware.
Die 2. Hälfte zeigte eine Heimmannschaft aus Meiderich, welche mit einer gehörigen Portion Laufeinsatz und Zug zum Tor versuchte, das so wichtige Führungstor zu erzielen. Es häuften sich viele gute Möglichkeiten, doch unsere Sturmreihe konnte einfach kein Kapital daraus schlagen. Jammerschade, denn aufgrund des Spielverlaufs hätten unsere blau-weißen einfach den Sieg mehr als verdient gehabt! Zwar kamen die Bochumer in der Schlussphase noch zu 2 sehr guten Kontermöglichkeiten, doch diese blieben ebenfalls ungenutzt. Ergebnis: 0:0!
Die Stimmung im weiten Rund, welches mit über 15.000 Zuschauern gefüllt war, passte sich wie so häufig dem Spielgeschehen an. Was heute in den ersten 45 Minute aus dem Stimmungsblock ausgerufen wurde, kann und darf niemals der Maßstab für kommende Heimspiele sein! Lethargie ist hier wohl das passende Substantiv. Nach der Pause zeigte aufgrund der couragierten Mannschaftsleistung und eines aufstrebenden Oberrangs der Laustärkeregler zwar deutlich nach oben, doch dauerhaft laut wurde es heute einfach nicht auf der Nord.
Der Gästeblock war heute mit ca. 2000 Bochumern gefüllt. Auch hier das gleiche Bild: Ab und an konnte der Gästeblock gut vernommen werden, doch über die Distanz fehlte auch hier die akustische Durchschlagskraft.
Nun stehen unsere Zebras vor einer sehr schweren Aufgabe, da es zum noch ungeschlagenen Tabellenersten nach Braunschweig geht. Und das an einem Nachmittag mitten in der Woche.
FICKT EUCH DFB & DFL!

Bericht: Kaiserslautern – MSV (2:1)

Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Bedingt durch die Länderspielpause hatte der Meidericher Spielverein 2 Wochen Zeit, um gemeinsam mit dem neuen Coach Kosta Runjaic die Weichen zu stellen auf Kurs „Nichtabstieg“. Es wurden 2 Testspiele (zwar gegen unterklassige Gegner), gewonnen, aber auch das Verletzten-Lazarett lichtete sich allmählich.
So reiste man zwar mit den geringsten Erwartungen, tatsächlich etwas holen zu können, aber mit einer leichten Portion Hoffnung an den Betzenberg nach Kaiserslautern.
In aller Frühe traf sich ein 150 Mann starker Mob am heimischen Hauptbahnhof, um die sehr machbare Tour auf Gleisen zu absolvieren.
Ohne jegliche Besonderheiten kam der Pöbel aus dem Ruhrpott um 11:30h im Dorf an und machte sich auf zum berühmtesten Berg Fußball-Deutschlands. Noch schnell ein schickes Mobfoto geschossen und ab in den Gästeblock.
Das Highlight des heutigen Intros bildete eine schicke Pyrotechnik-Einlage im oberen Drittel des Gästeblocks. So wie es sein soll, heizten die Bengalen die Stimmung im Gästeblock mächtig an, sodass ein Großteil der ca. 1300 angereisten Zebras unter den knapp 30.000 Besuchern wirklich gut abdrehte. Wie so oft flachte die Stimmung ab Minute 20 bis zum Halbzeitpfiff hin ab. Zu allem Überfluss kassierten wir in Minute 41 noch das 0:1. Bis dato präsentierte sich die Mannschaft im Vergleich zu den Vorwochen jedoch in allen Belangen verbessert. Pause.
In der 2. Halbzeit zeigte dann eine Mannschaft aus Meiderich ihren Fans ENDLICH mal das, was jeder Duisburger gerne sehen möchte. Mut, Leidenschaft und Drang zum Tor. Und das mit dem Rückstand im Hinterkopf als Tabellenletzter bei einem heißen Aufstiegsaspiranten. Dementsprechend konnte sich der Gästeblock erneut das eine oder andere Mal Gehör im weiten Rund verschaffen. Und dann geschah es tatsächlich, der verdiente Ausgleich in Minute 62 durch Domovchiyski!!! Der Ausgleichstreffer weckte erst so richtig die Kampfeslust im Gästeblock. Jetzt wollte man als 12. Mann auf den Rängen diesen einen Punkt mit allen Mitteln verteidigen! Es sah auch zunächst wirklich gut aus, bis aus heiterem Himmel durch einen Sonntagsschuss (passend an einem Sonntagnachmittag…) der bittere und erneute Rückstand hingenommen werden musste. Einfach schade, heute wäre der Punkt sicherlich verdient gewesen! Trotz der Niederlage zeigte der mitgereiste Anhang, dass er bereit ist sich dem Abstiegskampf zu stellen: Nach Abpfiff wurde die Mannschaft in blau-weiß mit viel Beifall und mit letzten aufbauenden Gesängen verabschiedet. Eine wirklich geile Reaktion des kompletten Gästeblocks!
Auf dem Rückweg gab es am Bahnhof noch vereinzelte Scharmützel, welche nicht unbedingt gut für die Bauern aus der Pfalz ausgingen.
Am Ende des Tages lässt sich ein wahrlich positives Fazit ziehen. Zwar bleibt man weiterhin mit 0 Punkten Tabellenetzter, doch der Auftritt auf dem Betzenberg sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen lässt berechtigte Gedanken auf Besserung aufkeimen.
Und eine weitere Erkenntniss machte sich noch im Laufe des Tages breit: Zugfahren ist geil! Viel zu selten wurde in der Vergangenheit diese Anreiseoption gewählt. Wir wollen demnächst wieder stärker auf die Schiene ausweichen (so lange es die Terminierung zulässt), um eine nicht nur günstigere, sondern auch spannendere Reisemöglichkeit anzubieten.

Nun gilt es, beim nächsten elementar wichtigen Heimspiel gegen die Bochumer genau an diese Leistung anzuknüpfen. Auch die Fans auf den Rängen müssen der Mannschaft genau so den Rücken stärken, wie sie es in Lautern gezeigt hat!

Bericht: 1860 München – MSV Duisburg (3:0)

Zebras weiterhin ohne Punktgewinn

Da spielen sich unsere 11 Herren auf dem Rasen schon den größten Mist zusammen, mussten wir zu allem Übel auch noch bei den Münchener Löwen antreten, bei denen es im neuen „Stadion“ in der bayrischen Pampa noch nichts zählbares zu holen gab.
Mit null Aussichten auf Erfolg machte sich unsere Truppe zum absolut beschissenen Freitagnachmittags-Termin mit einem 9er auf den Weg gen Süden. Die Hinfahrt hatte das ein oder andere Highlight parat. Leider sollten dies auch die einzigen an diesem Tag bleiben…
Im mit 20.000 Zuschauern gefüllten Rund (darunter ca. 100 Ruhrpottkanacken) war die Partie praktisch nach 2 Minuten entschieden, als wir nach bereits 2 Minuten den ersten Gegentreffer schlucken mussten. Anschließend kann man den heute in rot spielenden Meiderichern kaum vorwerfen, sich aufgegeben zu haben und Kastrati traf in Minute 35 dazu unglücklich die Latte.
Doch selbst als der MSV couragierter aus der Kabine kam, trafen die effektiven und trotz allem überlegenen 60er Löwen in Minute 55 zum entscheidenden 2:0. Danach passierte nichts dolles mehr, außer dass der Gastgeber zum 3:0 Endstand erhöhen konnte.
Die Heimkurve legte trotz einer ruhigeren Phase zwischen der 30. und 45. Minute einen sehr ordentlichen Auftritt mit zwischendurch gutem Lärmpegel und viel Bewegung auch um den Ultrakreis herum hin. Der Gästeblock konnte sich heute zu keiner Zeit Gehör verschaffen.
Traurigerweise wurde heute wieder deutlich, dass diese Mannschaft aus Duisburg, selbst wenn sie will, absolut nicht das Zeug dazu hat, ein Ligaspiel für sich zu entscheiden. Die Länderspielpause muss nun mit neuem Trainer dazu genutzt werden, eine endlich mal zweitligataugliche Einstellung und Spielweise in die Truppe einzuhauchen. Dann kann sich die Mannschaft wieder der gewohnten Unterstützung des Duisburger Anhangs sicher sein.