Monthly Archives: Februar 2013

Bericht: Bochum – MSV (2:2)

Ein Pfund zum Punkt!

Am vergangenen Freitag war es mal wieder so weit: Derbystimmung beim Nachbarn aus Bochum. So pilgerten 14127 Zuschauer, trotz eisiger Temperaturen, ins Ruhrstadion – darunter ein ordentlicher Haufen von einigen tausend Duisburgern.

Ein Großteil der Duisburger Fanszene traf sich bereits am frühen Nachmittag am Hauptbahnhof, um gemeinsam zu dieser Auswärtstour aufzubrechen. Nach einigen Pilsken war man dann auch schon am nahegelegenen Zielort angekommen, zu welchem man mit einem ansehnlichen Marsch – singend und Fahnen schwenkend – Richtung Stadion zog. Die heimischen Fans, dessen Weg man kreuzte, sahen dies wohl nicht so erfreut wie die Auswärtsfahrermeute, welche sich durch die Bochumer Straßen schlängelte.
Nach einigen etwas gründlicheren Einlasskontrollen enterten wir den Gästesektor und hingen die Zaunfahnen auf.
Ein kämpferisches Derby begann und so gelang nach einer Weile unserem Hooligan „Exe“ die ersehnte Führung für unsere Zebras. Diese markierte auch den Pausenstand. Auch die zweite Hälfte begann vielversprechend, doch musste ein jeder Duisburger erst einmal kräftig schlucken, nachdem die Heimmannschaft binnen weniger Minuten die Partie zu einer 2:1 Führung drehte. Doch unsere gestreiften Jungs (obgleich an diesem Tag im roten Auswärtsdress) ließen sich nicht beirren und gaben nicht auf. Als man den Abpfiff schon quasi hören konnte dann der Hammer! Timo Perthel fasst sich ein Herz und setzt ein Pfund! Aus fast 30 Metern mit seinem schwachen Fuß in den Winkel! Ein Traumtor, welches sicherlich bei der Kategorie „Tor des Monats“ wiederzusehen sein wird!
Ebenso wie das Spiel unserer blau-weißen Mannen, ist auch der Support des Duisburger Anhangs äußerst positiv zu loben. Nebst einem kontinuierlichen Fahneneinsatz überzeugte der Zebratross im Gästeblock mit einem lautstarken Oldschool-Auftritt, welcher das ganze Spiel über nie wirklich abbrechen wollte und spätestens nach dem Ausgleich kurz vor Schluss keinen Halt mehr fand! Die Freude und Erleichterung über diesen verdienten Punkt führte dazu, dass auch noch einige Zeit nach Abpfiff die Gesänge nicht einbrachen und die Mannschaft für ihre Leistung würdig gefeiert wurde.
Die Heimfans waren hier und da auch einmal wahrzunehmen, doch bedenkt man wer eigentlich Hausherr bei diesem Aufeinandertreffen war, haben sie sich sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert.
Anschließend machten sich die über 2500 Duisburger wieder auf den Heimweg und ließ den gelungenen Abend bei einigen Bier und Kurzen in der Heimatstadt ausklingen.

Obgleich der erste Dreier des Jahres immer noch auf sich warten lässt, macht der beherzte Auftritt durchaus Hoffnung für das nächste Spiel. Dort bekommen wir nämlich vom Spitzenteam aus Braunschweig Besuch an der Wedau. Hoffen wir, dass sich bei diesem Montagsspiel auch wieder so viele Duisburger zu einem lautstarken Auftritt hinreißen lassen. Der Respekt und die Verbundenheit durch die letzte Partie ist ihnen sowieso sicher. Drum lasst uns alle gemeinsam den Meidericher Spielverein zum Sieg schreien – die Jungs werden es uns sicher mit einem ebenso geschlossenen Engagement vergelten!

Bericht: MSV – K´Lautern (0:0)

Endstand: 20 Mann, 0 Tore

Der 3. gegen den 15.! Unterschiedlicher hätte die Ausgangslage der beiden Kontrahenten an diesem Spieltag wohl kaum sein können. Während die Teufel weiterhin um den Aufstieg – oder zumindest die Relegation – mitspielen, mühen sich unsere Zebras immer noch mit dem versuchten entkommen der Kellerregionen. Eine Partie mit ungewissem Ausgang, welche sich 13725 Zuschauer nicht entgehen lassen wollten.

Eine zunächst etwas schleppende Partie begann, doch wer etwa ein Aufstecken unserer Zebras befürchtet hatte, sollte sich noch einmal wundern. Auf dem Platz war der Tabellenunterschied kaum wahrzunehmen und so bissen sich unsere Jungs in dieses körperbetonte Spiel. Ein Spiel voller Kampf und Einsatz entwickelte sich, doch wurde dies leider durch eine erneut erbärmliche Schirileistung überschattet: angebliche Schwalben und nicht gegebene Elfer überschatteten einen ansehnlichen Fight zwischen Zebras und Teufeln. Der vorläufige Negativhöhepunkt war dann in der 41. Minute erreicht als der Kartenliebhaber in Schwarz – nach einigen gelben – nun auch eine rote Karte zückte. Damit musste Goran für eine vermeintliche Tätigkeit vom Platz. Der Umstand, dass solch strittige Szenen in der Halbzeit nicht auf der Leinwand wiederholt wurden spricht wohl für sich. Scheint so als hätten die Herren der Fußballmafia DFB immer noch nicht gelernt Fehler durch ihre Handlanger zuzugeben.
Die Unterzahl, welche unsere Jungs auch nicht untergehen lies, hielt allerdings nicht allzu lange an und so bekam kurz nach der Pause Idrissou gelb-rot und durfte ebenfalls vorzeitig unter die Dusche. Gegen Ende waren beide Mannschaften zwar noch gewillt etwas zählbares zu erzielen, doch merkte man ihnen diese intensive Auseinandersetzung durchaus an und so endete eine schlecht gepfiffene Partie torlos.
Die Nordkurve präsentierte – als hätte sie das Engagement unserer gestreiften Recken erahnt – eine nette Choreo im Zeichen unseres alten Zebras und des Vereins. Diese wurde durch Blockfahnen, Papptafeln und ein Spruchband zur Schau gestellt. Akustisch war sicherlich mehr drin, was man zu einigen Zeitpunkten der Partie auch erahnen konnte. Auch das ein oder andere Fanutensil der Gäste war am Zaun der Nordkurve zu begutachten.

Der Gästeanhang fiel durch ein recht zahlreiches Erscheinen positiv auf, so waren es gut über 2000 Rote die mit Bussen und einem Sonderzug anreisten. Akustisch machte sich das vor allem in der ersten Hälfte zuweilen bemerkbar, jedoch konnte auch das nicht aufrecht gehalten werden.

Dieser Auftritt unserer Zebras macht natürlich Hoffnungen auf den ersten Dreier im neuen Kalenderjahr. Dazu benötigen unsere Jungs eine jede Duisburger Stimme, wenn es am kommenden Freitag zur nahegelegenen Auswärtstour nach Bochum geht. Ein Sieg dort wäre nicht zuletzt durch die Punktnähe in der Tabelle enorm wichtig. Also rafft euch alle auf und lasst uns ein kleines bisschen Derbystimmung teilen indem wir unsere Zebras zum Sieg brüllen. Eine gute Einstimmung dazu wird der kleine Marsch zum Stadion sicherlich auch bieten! Wir sehen uns dann im Zug!

Allzeit bereit für Duisburg!

Bericht: MSV – 1860 München (1:3)

Elfer verschossen und vom Schiri verpfiffen…

Über Karneval stand nun also am letzten Wochenende das erste Heimspiel unserer Zebras fürs aktuelle Kalenderjahr an. Niemand hätte wohl vorher damit gerechnet, dass sich der Schiri passend an diesem Tag wie ein Clown aufführen wollte – doch dazu später mehr. Knapp 11000 Zuschauer pilgerten an die Wedau, wobei es sich die Besucher aus Bayern nicht nehmen ließen, den Unterrang des Gästeblocks fast komplett zu füllen.

Ein rasant begonnenes Spiel führte zu einer schnellen Führung für unsere Zebras und lies die Nordkurve jubeln. Diese Freude währte allerdings nicht allzu lang und so folgte der Ausgleich der Gäste fast auf dem Fuße. Was der Unparteiische so alles pfiff, grenzte von der gestattenen Zweikampfhärte oftmals eher an eine Bridge-Partie im Altenheim, doch konnte selbst dieser Hampelmann den fälligen Handelfmeter gegen die 60er nicht übersehen. Gerne würden wir an dieser Stelle von einer erneuten Führung der Zebras berichten, doch erinnerte der erbärmliche Schuss von Brosinski eher an eine Fußkranke Oma, als an einen Profifußballer. Schlaff, unplatziert, ein Witz!
Bevor uns nun das Bier der letzten Tage wieder hochkommt werden wir uns auch nicht weiter in den restlichen Spielverlauf hineinsteigern: kurz vor der Pause gelang man in Rückstand und als man kurz vor Schluss den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte, versagte man und fing sich den Konter zum Endstand, ehe uns das eierlose Männlein mit der Trillerpfeife erlöste.
Erfreulicher hingegen die Anhänger beider Lager an diesem Tag. Beide Fanblöcke ließen es sich nicht nehmen ansprechende Choreos zum Besten zu geben. Die Nordkurve präsentierte eine Choreo im Zeichen des Sports – passend mit Blockfahne, Spruchbändern, Schwenkern und passenden Schildern.
Im Gästesektor gab is zu einer Schalparade mit den Vereinsfarben noch ein ansehnliches Spruchband am Oberrang. Zudem fielen die Gäste durch eine rege Mitmachquote im Block auf. In Momenten wie diesen weiß man was man an den Fußballfans hat, welche stets Einsatz zeigen, auch wenn dies nicht immer so auf dem Rasen belohnt wird.

Nachdem man das Rund des Stadions dann auch wieder verlassen hatte, versammelte man sich abends noch vielerorts um sich im bunten Treiben der fünften Jahreszeit abzulenken.
Am nächsten Sonntag steht nun die zweite Heimpartie in Folge an. Lasst uns gemeinsam den Dreck der letzten Auseinandersetzung abklopfen und mit neuem Schwung angreifen!

Für Duisburg und den MSV!