Monat: Juli 2013

Bericht: SV Wacker Burghausen – MSV (0:2)

„Entweder du guckst mir jetzt ins Ohr oder wir f****n!“

Die erste Auswärtstour dieser Saison führte den Zebraanhang, nahe der Österreichischen Grenze, nach Burghausen. Bereits mitten in der Nacht machte man sich auf den Weg ins tiefste Bayern. Eine durchaus längere Hinfahrt geprägt von Hundeverhandlungen und Tanzeinlagen ebnete uns den Weg zum SV Wacker Burghausen. Bereits einige Stunden vor Stadionöffnung vor Ort, wollte man sich bei diesen tropischen Temperaturen eine verdiente Abkühlung im örtlichen Schwimmbad genehmigen. Dieser Wunsch wurde jedoch vom vorurteilbehafteten und spießbürgerlichem Freibadpersonal zunichtegemacht. Wir halten fest: im Freistaat Bayern darf sich ein jeder bei über 30°C abkühlen oder zumindest mit Erfrischungen versorgen, solange man nicht zum Fußball geht. Manche Leute werden es wohl einfach nie lernen: Fußballfans sind keine Verbrecher!
Wenigstens die Feuerwehr hatte Mitleid und stellte einen Wassersprinkler im Stadion bereit. Eine schöne (und vor allem benötigte) Geste.

Insgesamt 2200 Zuschauer fanden an diesem Tag ihren Weg ins Stadion – davon ein gutes Viertel Duisburger.
Auch am zweiten Spieltag boten unser gestreiften Jungs eine ansehnliche Leistung und behielten in Durchgang eins die Oberhand, was kurz vor dem Pausenpfiff durch das 0:1 durch Bollmann belohnt wurde. Nach Wiederanpfiff fand Wacker dann etwas besser ins Spiel und prüfte ein ums andere mal, den gut aufgelegten Duisburger Schlussmann, Ratajczak. Dann der kurze Schockmoment, doch wurde der Burghausener Treffer zum Glück auf Grund einer Abseitsposition nicht gegeben. Noch voller Freude darüber, legten unsere Meidericher auch direkt wieder los und Onuegbu erhöhte somit kurz vor Spielende zum 0:2 Endstand. Sieg – 3 Punkte! Was will man mehr?!
Die Stimmung im Gästeblock war, insbesondere im Vergleich zu der dortigen Heimkurve, durchaus erfreulich. Zudem konnte man für die große Distanz eine relativ gute Anzahl an mitgereisten Ruhrpottlern bestaunen, was sich auch in einem geschlossenen Zaunfahnenbild wiederspiegelte.
Der Heimanhang stand kompakt in der Mitte ihrer Kurve und pflegte ein stetes Schwenkfahnenbild. Akustisch kam leider nicht allzu viel herüber.

Nach dem Spiel machte man sich dann noch einmal auf, das gegnerische Dorf etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach einigen Abweisungen fand man dann auch schließlich einen gemütlichen, kleinen Biergarten, in welchem man Speis und Trank zu sich nahm, ehe man frisch gestärkt über die nahegelegene Landesgrenze nach Österreich pilgerte. Nachdem der Job dort erledigt war, verabschiedete man sich noch mit einer kleiner Darbietung am Dorfplatz, bevor man wieder in den Bus stieg und sich auf den langen Heimweg ins geliebte Duisburg machte. Von der Rücktour wollen wir an dieser Stelle auch nicht zu viel preisgeben, jedoch lasst euch gesagt sein: sie waren echt!

Als nächstes müssen unsere tapferen Recken im DFB-Pokal gegen den alten Bekannten von der Pader antreten. Um 18:30 Uhr beginnt der Kick am kommenden Montag im Wedaustadion. Wir hoffen, dass auch weiterhin so viele Duisburger die Motivation verspüren, unserem Verein in diesen schwierigen Zeiten beizustehen und nach den jüngsten Auftritten in der Liga, auch im Pokal Vollgas zu geben! Alles für Duisburg! Alles für den MSV!

Bericht: MSV – 1. FC Heidenheim (0:1)

Willkommen in Liga 3!

Die ereignisreiche Sommerpause war endlich vorbei. Nach dem Lizenzentzug für die 2. Bundesliga, begann die Saison 2013/14 für unseren MSV nun in Liga 3. Der Gegner an diesem Spieltag sollte nicht etwa Kaiserslautern oder Köln heißen, nein es war der 1.FC Heidenheim. Schwerlich kann sich unsereins erinnern, wann man im Vorfeld die genaue Vereinsbezeichnung des Gegeners recherchieren musste, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Doch seis drum. Unsere Gruppe rief zur Saisoneröffnung zu einem Marsch unter dem Motto „EWIG TREU“ auf, um dem Verein weiterhin zu verdeutlichen, dass wir unabhängig der Liga zu unserer Heimat und zu unserer Liebe stehen. Ein großer Dank gilt hierbei natürlich all denen, welche mit uns marschiert sind und Streifen gezeigt haben!

Nachdem der Marsch am Stadion endete, genoss man auch sogleich das erste Grillgut der Saison, ehe man ins heimische Rund eintrat und sich in die insgesamt 18111 Zuschauer an diesem Tag einreihte.
Kurz vor der Partie startete noch eine Choreo unter dem Motto „OnE. LoV.e“.
Der Anpfiff! Eine ansehnliche Partie begann, in welcher der neu zusammengewürfelte Zebrastall bereits erstaunlich gut agierte. Dann der erste Schock als Öztürk mit Verdacht auf Bänderriss bereits in der 9.Minute das Feld räumen musste.
Davon ließen sich die übrigen Jungs im blau-weißen Trikot jedoch nicht entmutigen und spielten weiter engagiert und leidenschaftlich auf.
Leider gelang es den Meiderichern nicht dies in etwas zählbares umzumünzen und so trennte man sich torlos in die Pause.
Nach Wiederanpfiff ein unverändertes Bild: Der MSV kämpft mit hoher Einsatzbereitschaft und lässt nicht viel zu. Jedoch gelang weiterhin kein Abschluss. Getreu dem Motto “ Wer sie vorne nicht macht, der bekommt sie hinten“ fingen unsere gestreiften Recken sich dann ein Gegentor. Dies fiel passend zur kompakt stehenden Abwehr natürlich nach einem Standard, da den Heidenheimern aus dem Spiel heraus auch nicht wirklich etwas gelingen wollte. Zu allem Überfluss holte Wolze sich dann noch wenige Augenblicke vor Schluss die rote Karte ab, nachdem er ein wenig übermotiviert in den Gegner grätschte. Es folgte der Abpfiff. Erste Partie in Liga 3 – erste Niederlage. Jedoch keinen Grund den Kopf hängen zu lassen, denn was der neue Kader bereits nach einer so kurzen Einspielphase zeigte, macht Hoffnungen, und vor allem Lust, auf mehr!
Stimmungstechnisch blieb die für Drittligaverhältnisse üppige Kulisse, mit über 18000 Zuschauern nicht viel schuldig! Die zahlreichen Duisburger, nicht nur in der Nordkurve, sondern im ganzen Wedaustadion unterstützen die Mannschaft über große Dauer in beeindruckender Lautstärke. So wurde nicht nur spielbezogen gepfiffen, sondern auch Ecken eingeklatscht und vor allem supportet. Zudem gab die Nordkurve einmal mehr ein üppiges Zaunfahnenbild ab.
Der kleine, fast schon verloren wirkende Haufen im Gästesektor konnte auf Grund einer gnadenlos zahlenmäßigen Unterlegenheit natürlich keine akustischen Akzente setzen.