Monat: September 2013

Bericht: MSV – FC Hansa Rostock (2:0)

Sieg mit fadem Beigeschmack

Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Spieltag bei Holstein Kiel hoffte man in Duisburg darauf, dass die Mannschaft auch zu Hause endlich wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Der Rahmen dafür hätte nicht besser sein können. Ein Flutlichtspiel gegen Hansa Rostock sorgte im Vorfeld doch zumindest für etwas Knistern an der Wedau. Über 14.000 Zuschauer, darunter knapp 1.000 Ossis, wohnten dem Freitagabend-Kick bei und verliehen der Partie eine recht ordentliche Kulisse. Hier spielten auch die Teams mit dem besten Zuschauerschnitt der Liga gegeneinander.
Der Ball rollte pünktlich um 19:00 Uhr und wir sahen ein von Beginn an flottes Spiel.
Der MSV konnte nach langer Zeit daheim endlich wieder überzeugen und ging in der 33. Minute verdient durch King Onuegbu in Führung. King, du bist ein Teufelskerl!!
Mit der Führung im Rücken ging es auch in die Kabine.
In der zweiten Hälfte kamen die Gäste besser ins Spiel und trafen in der 65. Minute sogar die Latte, was sich jedoch als genau der richtige Weckruf für unsere Mannen erweisen sollte. Nur 6 Minuten später verwandelte Bollmann per Kopf eine Eckball-Hereingabe nach Verlängerung von Wolze. Der Drops war hiermit gelutscht!

In den verbleibenden 20 Minuten spielten die Zebras die Führung locker herunter.
Eigentlich wäre absolute Feierstimmung angesagt, doch einige Minuten vor Abpfiff präsentierten die Rostocker eine erbeutete Duisburger Zaunfahne. Auch, wenn wir mit dieser Aktion im Vorfeld bereits gerechnet hatten, traf uns dieser Anblick wie ein Stich ins Herz. Sofort setzte sich ein Haufen in Richtung Gästeblock in Bewegung. Auch nach dem Spiel blieb die Lage draußen alles andere als ruhig.

Diese Ereignisse ließen den schönen Sieg leider in den Hintergrund geraten. Doch jetzt heißt es, wieder nach vorne zu schauen. Man sieht sich ja immer zwei Mal im Leben. Scheiß FCH!

Bericht: Holstein Kiel – MSV (0:1)

Auswärtssieg im hohen Norden!

An Holstein Kiel hat man als Duisburger nicht all zu schöne Erinnerungen. Waren es doch vor knapp 2 Jahren die Kieler „Störche“, die uns im DFB-Pokal als damaliger Viertligist aus dem Turnier kickten…
Diesmal traf man sich nun in der dritten Liga wieder. Für die Revanche machte sich ein 50er-Bus unserer Truppe gespickt mit vielen weiteren Szene-Gesichtern auf den Weg an die Ostsee. Sehr verdutzt schauten wir am morgendlichen Treffpunkt aus, als anstatt eines 50er Gefährts ein schöner Doppeldecker anrollte. Das ist uns bislang auch noch nie passiert. Sei´s drum.

Wie es sich für eine etwas weitere Auswärtsfahrt gehört, ließen laute Mukke und Mischkonsum die Zeit bis zur Ankunft wie im Fluge vergehen. Da wir gute dreieinhalb Stunden vor Anpfiff den Ground erreichten, suchten wir zum Einstimmen auf das Spiel eine Kneipe auf. Leider wurde aus „Kneipe“ eine Dönerbude, in dessen Nähe sich ein Netto befand, welches kurzerhand leergeräumt wurde. Als alle Getränke vernichtet wurden, starteten wir wieder zum Stadion und warteten auf die Toreöffnung.
Der Zaun wurde heute mal wieder phänomenal beflaggt. Selbst im abgesperrten Stehplatzbereich neben dem Gästeblock hingen noch viele schöne Exemplare.
Anpfiff!

Man war den 11 Meiderichern auf dem Rasen in den ersten Minuten schon eine gewisse Verunsicherung aufgrund der drei hintereinander verloren gegangenen Spielen anzumerken. So kam Kiel bereits in der Anfangsphase zu 1-2 guten Möglichkeiten. Doch bereits in Minute 11 sollte sich das Spiel vorentscheiden: Onuegbu lief frei auf das Tor der Gastgeber zu und wurde kurz vor dem 16er zu Fall gebracht. Konsequenz: Rot! Und eine aussichtsreiche Freistoßposition ziemlich zentral vor dem Tor. Zauberfuß Pierre de Wit schnappte sich das Leder und zirkelte die Kugel unnachahmlich ins Tor. Richtig geile Bude!! Das nennt man wohl Kaltschnäuzigkeit. Besser konnte das Spiel für uns einfach nicht beginnen! In der Folge versuchten wir, durch Ballbesitz die Spielkontrolle in Überzahl zu übernehmen, was auch bis zur 30. Minute gut klappte. Doch allmählich machten die heute in Orange spielenden Duisburger zu wenig, um eine klare Dominanz in Überzahl zu erzeugen. Mit dem 1:0 ging es aber erst mal in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel ergab sich leider ein ähnliches Bild auf dem Feld: Kiel wachte auf, stand kompakter und ließ nicht gerade den Eindruck erwecken, dass sie in Unterzahl spielen würden. Wir ließen einige Kontermöglichkeiten kläglich liegen und so mussten wir bis in die Nachspielzeit zittern, doch wir retteten die knappe Führung über die Zeit. AUSWÄRTSSIEG!! Die Mannschaft kam anschließend geschlossen vor den Zaun des Gästeblocks zum Abklatschen, um sich die nötige Motivation für die kommenden Aufgaben abzuholen. Weiter so Jungs!

Unter den 6.030 Zuschauern im Holstein-Stadion fanden sich gut 600 Ruhrpottler wieder. 500 im Stehplatzbereich, weitere 100 auf den Sitzplätzen. Man kann bis zur 75. Minute von einem emotionalen Ultrà-Auftritt im Gästeblock sprechen. Immer wieder wurden die 100- 150 sangesfreudigen von einem völlig entfesselten Capo zum Abgehen animiert. Die Schwenkerei kam dabei auch nicht zu kurz. Auch wenn man akustisch sicherlich keine Bäume ausreißen konnte, machte der Auftritt einfach Spaß.
Der Heimanhang konnte sich wenig bis garnicht in Szene setzen. Dazu präsentierte die „Heimkurve“ vor Anpfiff zu Halbzeit 2 ein sehr kreatives Transpa mit folgendem Inhalt: „Zebras in den Zoo“. Süß.

Mit sehr guter Laune wurden die Busse nach Abpfiff bestiegen, um mit noch mehr Mischkonsum die Rückfahrt anzutreten. Zwischendurch kam man sich an Bord vor wie zu Karnevalszeiten in Venedig. Die astreine Busbesatzung ließ es schon ordentlich krachen!

Bericht: MSV – SV Darmstadt 98 (0:4)

Ohne viele Worte…

denn viel bleibt da auch nicht mehr zu sagen. 0:4-Pleite gegen DARMstadt. Doch ist es nicht das Ergebnis, was einen immer noch zum würgen bringt, sondern die Art und Weise, wie unsere gestreiften Recken diese Niederlage begünstigten. Insgesamt haben sich 12744 Zuschauer dieses Trauerspiel nicht entgehen lassen, davon etwas mehr als 350 aus dem Gästeblock.

Zum Spiel selber wollen wir an dieser Stelle auch nicht allzu viele Worte verlieren. Jeder der diese Partie verfolgt hat ist sicher nicht böse drum, nicht daran erinnert zu werden. Drei Kopfballtore bis zum Pausenpfiff sprechen ja auch genug für sich.Um zu zeigen das es auch mit dem Fuß klappt, erhöhten die Lilien in der Schlussphase dann noch zum 0:4-Endstand.Abpfiff! Ab nach Hause. Das Bier an diesem Samstagabend schmeckte schal wie lange nicht mehr.Der Heimanhang begann gewohnt doch ebbte auf Grund des Spielgeschehens verständlicherweise ab. Nach Wiederanpfiff zwar noch ein kurzes Aufbäumen, doch wirklich Lust hatte keiner mehr.Der Gästesektor konnte trotz des klaren Ergebnisses jedoch auch nicht überzeugen. Wenig bis gar nichts war in der Nord zu hören. Ein unnötiger Haufen.

Trotz der desolaten „Leistung“ des 9.Spieltags haben unsere Zebras sich natürlich dennoch nicht allzu viel ihres Kredits verspielt, welchen sie in den letzten Wochen durch Kampf und Leidenschaft verdient haben. Hoffen wir das dieser Totalaussetzer ein einmaliges Ereignis bleibt und schauen voller Vorfreude auf den nächsten Samstag, wenn ans an die See zum Tabellenfünften aus Kiel geht. Lasst uns zahlreich in den Norden einmarschieren und die Bude zum wackeln bringen! Wir sehen uns dort!

Bericht: VfR Korschenbroich – MSV (0:5)

Erste Runde Bockum, zweite Runde Korschenbroich…

Trotz eines sintflutartigen Unwetters versammelten sich am späten Mittwoch Nachmittag ca. 30 Verrückte um den 3 Kilometer langen Weg zum PCC-Stadion anzutreten. Der Gegner hieß jedoch nicht VfB Homberg, sondern VfR Korschenbroich. Die Niederrheiner hatten ihr „Heimrecht“ quasi abgetreten und so fand die Partie kurzerhand in Duisburg statt.

Trotz des oben genannten Unwetters fanden sich ca. 3000 Zebras in Homberg ein, um den MSV in die dritte Runde zu singen. Der von uns im Vorfeld der Partie ausgerufene Ewig Treu Block war dementsprechend rappelvoll. Eine schöne Geste gab es zu beginn des Spiels, als die ehemaligen SV’ler mit einem Spruchband gegrüßt wurden – Danke Jungs! Das Spiel lief wie erwartet und so ging der MSV bereits nach 7 Minuten in Führung. Torschütze war Patrick Zoundi. Zur Halbzeit stand es 3:0 und der MSV war drückend überlegen – Wie zu erwarten gegen einen Kreisligisten!

Aufgrund des eher nach Plan verlaufenden Spiels, fielen ein paar Gladbacher Jungs auf die sich mit „Nordkurve MG“ Bekleidung durch das PCC-Stadion bewegten. Man entschied sich jedoch die Füße still zu halten. Der Support war mäßig was allerdings auch am Stadion und am langweiligen Spielverlauf lag.

Am Ende siegten unsere Zebras souverän mit 5:0 und ziehen damit in die dritte Runde des Niederrheinpokals ein. Dort wünscht man sich endlich mal einen attraktiven Gegner…