Monthly Archives: November 2013

Bericht: MSV – Hallescher FC (1:3)

Heimschwäche setzt sich fort…

 

Am 17. Spieltag war der Hallesche FC zu Gast an der Wedau. Dies bedeutete das erste zusammentreffen in einem Pflichtspiel ausserhalb des DFB-Pokals. Nachdem man vor etwas mehr als einem Jahr einiges an Radau in der zweitgrößten Stadt Sachsen-Anhalts machte, konnte man sich nun also auf ein spannendes Spiel freuen.

Das Spiel begann Katastrophal und unsere Zebras lagen bereits nach 6. Minuten dank eines Abwehrfehlers von Tobias Feisthammel mit 1:0 zurück. Die Leistung unserer Zebras war bis hierhin eine einzige Katastrophe. Dies änderte sich leider im Verlauf des restlichen Spiels nicht. Nach einem „Ecken-Trick“ in der 19. Spielminute konnte Kevin Wolze zwar den Ausgleich erzielen, dieser hielt allerdings nicht lange. Noch vor Der Halbzeit erhöten die Hallenser in der 31. und 40. Spielminute auf 3:1. Kurz vor der Halbzeit, trafen dann auch die Ultras des HFC ein und wurden mit ein paar Anti-Ost-Gesängen auch herzlich begrüßt! Zu beginn der zweiten Halbzeit gab es dann von den Gästen eine kleine Fahnen-Choreo samt Pyroeinlage zu sehen – Nett!

Die Zweite Halbzeit verlief dann ohne nennenswerte Vorkomnisse und die Zebras verloren mit 3:1.

 

Bericht: VfL Osnabrück – MSV (0:1)

Auswärts weiterhin eine Macht

Nach den, sagen wir es mal höflich, zuletzt eher mittelmäßig attraktiven Auswärtsfahrten (Elversberg und Stuttgart II) wartete an diesem Wochenende eine etwas brisantere Auswärtstour auf uns. So ging es zum tabellarisch leicht favorisierten VfL Osnabrück an die Bremer Brücke. Dafür riefen wir im Vorfeld zu einer Zugtour auf. Obwohl der Verein fast parallel dazu einen Entlastungszug der DB organisierte, blieb dieser fast leer, da sich ca. 250 Duisburger aller Facetten für die Zugverbindung der Szene Duisburg entschieden. Über einen kurzen Umstieg in Münster erreichte die sehr motivierte Meute 2 Stunden vor Anpfiff den Zielort.

Auf dem 20-minütigen Fußweg zum Stadion schallten bereits die ersten Schlachtrufe durch die verwaisten Gassen Osnabrücks. Als schließlich im Block alle Zaunfahnen ihren Platz fanden, stieg die Vorfreude auf den Kick immer mehr. Beim Warmsingen kurz vor Anpfiff konnte man schon erahnen, dass hier zumindest auf den Rängen richtig was gehen konnte.

Zum Intro zeigten wir ein Transpa in Richtung des Zweiten Deutschen Fernsehens, da diese bereits im Vorfeld des Spiels angekündigt hatten, einen Beitrag mit Material aus dem Osnabrück-Spiel zu drehen. Dass dieser Sender garantiert nicht dazu in der Lage ist, einen Beitrag zur Aufklärung der momentanen Lage in Duisburg zu leisten, sondern wieder irgendeinen populistischen Scheiß von sich gibt, dürfte jedem klar sein.

Die ca. 2.200 mitgereisten Schlachtenbummler aus dem Pott, angetrieben durch unseren Capo, trugen den Enthusiasmus bis in die 20. Minute herein. Anschließend flachte die Stimmung, fast typisch, bis zum Halbzeitpfiff zunehmend ab. Das Geschehen auf dem Rasen trug sicherlich dazu bei, nicht in allzu große Jubelstürme zu verfallen. Großchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Das unterdurchschnittliche Spiel-Niveau änderte sich auch in Halbzeit 2 kaum. Bis zur 62. Minute…

Ecke für unseren MSV vor der tobenden Gästekurve. Bajic köpft den Ball aufs Tor, der VfL rettet kurz vor der Linie. Doch der Rettungsversuch des Osnabrückers landete vor die Füße unseres Michael Gardawski, welcher sich ein Herz fasste und aus knapp 20 Metern die Kugel unhaltbar ins Tor versenkte. GEIL!! Was folgte, war ein sehr emotionaler Tor-Pogo, wie man ihn schon länger nicht mehr erlebt hatte. Jetzt galt es, mit aller Macht die 3 Punkte in den eigenen Reihen zu halten. Spätestens ab jetzt übernahmen die blau-weißen an der Bremer Brücke das akustische Kommando. Angetrieben durch ein neues Lied, welches bereits gut von der breiten Masse angenommen wurde, verhalfen wir der wie gewohnt konditionell nachlassenden Mannschaft dazu, das Allerletzte aus sich herauszuholen. Die Bemühungen auf den Rängen und auf dem Rasen wurden belohnt; Auswärtssieg!!

Erneut fühlte sich unsere Mannschaft auf fremdem Terrain wesentlich wohler. Wenn sie doch nur die eklatante Heimschwäche abstellen würde… Doch den Schwung des wichtigen Dreiers sollten wir zunächst alle mit in die Länderspielpause nehmen, um den Pissern aus Halle an der Saale am übernächsten Wochenende den Aufenthalt in Duisburg so unangenehm wie möglich zu gestalten…!

Bericht: MSV – Stuttgarter Kickers (1:1)

Glückliches Remis an der Wedau

Der Herbst ist endgültig in Duisburg angekommen. Nicht nur hinter den Kulissen geht es zurzeit sehr stürmisch und turbulent zu. Der 31. Oktober 2013, welcher vom Verein als Deadline für den zu erreichenden Schuldenschnitt auserkoren wurde, entpuppte sich als eine inhaltslose Blase, welche letztlich zerplatzte, da der Schuldenschnitt eben nicht erreicht werden konnte. Welche genauen Konsequenzen dies für den Verein haben wird, ist noch unklar. Das entscheidet allein der DFB.

Zudem beschäftigte die weiterhin angespannte Atmosphäre innerhalb unserer Fanszene ein großer Teil der MSV-Fans. So viel sei vorweggenommen: Es blieb vor, während und nach dem Spiel absolut ruhig.
Sportlich weiß momentan niemand so Recht, was man von der aktuellen Leistung und Saisonplatzierung unserer 11 Herren halten soll. Gegen die Stuttgarter Kickers, welche vor dem Aufeinandertreffen auf einem Abstiegsplatz rangierten, sollten die mutigen Worte einiger Spieler im Vorfeld bestätigt werden, welche die Marschrichtung „Aufstieg in Liga 2“ ausgaben.

Was sich aber während der 90 Minuten vor über 12.000 Zuschauern im grau-verregneten Wedaustadion abspielte, war eines selbsternannten Aufstiegsaspiranten mehr als unwürdig. Zugegeben verkauften sich die Gäste weit über Wert, trotzdem musst du solche Spiele zu Hause gewinnen, wenn du ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden willst. In den letzten beiden Partien konnte man durchaus von Pech sprechen, nicht als Sieger vom Platz gegangen zu sein. Diesmal ist das 1:1-Remis jedoch ziemlich schmeichelhaft, da der Ausgleichstreffer durch Ofosu-Ayeh auch erst wenige Minuten vor Abpfiff erzielt wurde.

Die Stimmung gestaltete sich ähnlich wie das Treiben auf dem Rasen: Passend zum Spielverlauf und zum miesen Wetter kam die Nordkurve nie wirklich auf Betriebstemperatur. Einzig die ersten 15 Minuten konnten noch mit recht ansprechender Mitmachquote überzeugen. Im Gästeblock verirrten sich ca. 160 Gestalten, welche höchstens durch ein schönes Banner am Zaun punkten konnten.

Am kommenden Sonntag geht es zum etwas brisanteren Kick nach Osnabrück. Die „Szene Duisburg“ reist geschlossen mit dem Zug an. Die Uhrzeit könnt ihr unserer Grafik entnehmen. Auf geht´s Duisburg!