Monthly Archives: September 2015

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Bericht: Union Berlin – MSV (3:2)

MSV weiterhin Erfolglos

Knapp 700 Duisburger machten sich auf dem Weg zum Stadion an der alten Försterei, um dort endlich die ersten drei Punkte einzufahren. Natürlich ist ein Duisburger stets optimistisch und glaubte auch dieses Mal an den ersten Sieg unserer Zebras. Doch der Traum wurde schnell zerstört, auch wenn in der zweiten Halbzeit ein Funken Hoffnung zu einem Punktgewinn aufkam. An Kampfgeist hat es mal wieder nicht gemangelt doch schwerwiegende Fehler kosteten unserer Mannschaft mal wieder alles.

Wir machten uns mit einem vollen Bus in Richtung Hauptstadt. Die Busfahrt war wie gewohnt spaßig, man drehte einfach richtig am Rad und das ein oder andere Highlight wird man erstmal nicht so schnell wieder vergessen.

Angekommen im Stadion positionierte sich die Gruppe optimal und es wurde nochmal jeder einzelne motiviert um einen geilen Auftritt an den Tag zu legen. So wurde dies umgesetzt und man kann von einem gelungenen Gesamtauftritt in Berlin sprechen.

Leider enttäuschten unsere Ruhrpottkanacken auf dem Rasen in der ersten Halbzeit total, was jedoch keinen Einfluss auf die Stimmung hatte. Man ging mit drei Gegentreffer in die zweite Halbzeit und somit hatte man mit einem möglichen Sieg schon abgeschlossen. Doch in der zweiten Hälfte wurde es nochmal richtig spannend, unser Neuzugang Obinna (56.Minute) und Onuegbu (84.Minute) verkürzten zum 3:2. Die Stimmung wurde in der Schlussphase durch den Spielverlauf gepuscht und so konnte man eine gute Lautstärke erreichen. 3:2 war dann aber auch das Endergebnis, man hoffte noch auf einen Punkt doch die Zebras konnten den Ausgleich trotz großem Druck aufs Unioner Tor nicht erzielen.

So machte man sich leicht enttäuscht auf den Rückweg, doch man schloss im Bus auf die Hinfahrt an und erhöhte den Pegel.

Langsam müssen Punkte her, am besten die ersten drei gegen Paderborn.

 

12

Bericht: MSV – Eintracht Braunschweig (0:5)

Debakel an der Wedau

Die meisten der 12.509 Zuschauer an diesem Mittwochnachmittag verließen, wenn sie denn bis zum Abpfiff geblieben sind, fassungslos den Tatort Wedaustadion. Sie wurden Zeuge einer extrem bitteren Niederlage unserer Zebras. Das 0:5 im Pokal gegen Schlakke konnte man aus diversen Gründen gerade noch so verdauen, aber die Pleite gegen Ligakonkurrent Braunschweig dürfte noch länger schwer im Magen liegen. Schlicht und ergreifend fehlt es der Truppe an Qualität. Sobald sie nicht ans Limit geht, geht sie gnadenlos baden. Siehe Endergebnis oben. Das merken auch die Zuschauer im Stadion. Vergleichsweise leise bleiben auch weiterhin die Pfiffe gegen die eigene Mannschaft. Noch vor 3 Jahren hätte bei solch einem Saisonverlauf wenigstens der Baum in Duisburg gebrannt. Dieses Jahr ist es (noch) anders. Man erkennt die Unterlegenheit an, ja die Mannschaft auf dem Rasen kann einem unter diesen Umständen mit Sperrungen und Verletzten fast schon leidtun. Eine Höchststrafe für jeden Profisportler…

Die gut 700 mitgereisten Braunschweiger im Gästeblock hatten ab der 15. Minute allen Grund zur Freude, denn nachdem sie eine kurze Drangphase unsererseits bis zum Platzverweis von Feltscher in der 40. Minute überstanden hatten, stand der Sieg ihrer Mannschaft im Prinzip schon fest. Das Fahnenbild im Stehbereich der Gäste sah über 90 Minuten sehr ansprechend aus und trotz der deutlichen numerischen Unterlegenheit vernahm man die Niedersachen auch ab und zu bei uns in der Nordkurve.
Diese wiederum konnte natürlich nur wenig auf sich aufmerksam machen. Zum Intro wurde im Stimmungsblock per Banner zum Kämpfen und Siegen aufgerufen und die unfassbar grausame Anstoßzeit thematisiert. Danach zog der Stimmungsblock tapfer bis zum Abpfiff durch, was in der momentanen Situation gar nicht mal so selbstverständlich erscheint. Der Grat zwischen bedingungslosem, ehrlichem Durchziehen und auf Protest oder Schweigen umschalten ist bei solchen Ergebnissen sicherlich noch schmaler als sonst, angesichts der noch frühen Phase der Saison hätte man sich bei Einstellen des Supports jedoch nicht unbedingt glaubwürdig gemacht.

 

17

Bericht: MSV – FSV Frankfurt (0:1)

Zebras weiter ohne Fortune

Nach der unglücklichen Pleite im vergangenen Montagsspiel erhoffte sich ein jeder Duisburger, im Heimspiel gegen die Bornheimer aus Frankfurt endlich den ersten Dreier der Saison einzufahren. Irgendwann muss dieser Knoten doch mal Platzen…
… dachte man sich auch nach dem Spiel.

Der Spieltag stand u.a. auch im Zeichen der Flüchtlingsaktion des MSV. Hierzu wurden Flüchtlinge aus Einrichtungen unserer Umgebung eingeladen, damit diese das Spiel vom Unterrang der Süd aus verfolgen und ein wenig von ihrem tristen Alltag abschalten können. Zu aller Überraschung gab der MSV zudem im Vorfeld der Partie bekannt, sich nicht an der Kampagne der überregionalen Zeitung des Axel-Springer-Verlags zu beteiligen. Insgesamt wohnten über 15.000 Zuschauer dem Kick an der Wedau bei, darunter 177 handgezählte Anhänger des FSV Frankfurt.
Das Spiel begann von beiden Seiten couragiert, doch vor allem unsere Zebras knüpften an den guten Auftritt von St. Pauli an und drängten mit viel Zug in Richtung gegnerisches Gehäuse. Diverse Möglichkeiten blieben ungenutzt, sodass die Gäste allmählich besser ins Spiel fanden. Man kann es nicht oft genug schreiben, lesen oder hören, aber „mal wieder“ fiel ein Gegentor in der Art und Weise wie die Vorausgegangenen in dieser Saison: Gleich mehrere Duisburger sind bei einem hohen Ball völlig unsortiert und kassieren in einer eigentlich guten Phase wenige Minuten vor Halbzeitpfiff den Rückstand. Von diesem Rückschlag konnte sich die verletzungsbedingt dezimierte Truppe nie wirklich erholen. Der Platzverweis nach einem Frustfaul von Albutat sprach da Bände. Das Team ackert, aber besitzt momentan noch nicht die Qualität, dies in Tore und Erfolge umzumünzen.
Demnach konnten die Frankfurter 3 Punkte zurück nach Hessen nehmen.

Während die Nordkurve im ersten Abschnitt der ersten Hälfte ein gutes akustisches Level halten konnte, verflachte die Stimmung immer mehr und landete spätestens nach dem 0:1 auf dem Tiefpunkt. Zwischendurch wurde es in der 2. Hälfte mit dem aus der Aufstiegssaison bekannten Lied etwas lauter, dies blieb aber nur die Ausnahme in einer ziemlich tristen 2. Halbzeit, wobei auch wir uns als Gruppe an die eigene Nase fassen müssen und genau in solchen Situationen eben nicht in Lethargie verfallen dürfen.
Schon am Mittwoch folgt das Spiel gegen das Topteam aus Braunschweig. Da wird es sicherlich nicht einfacher, sich die ersten 3 Punkte an die Wedau zu holen…