Monthly Archives: November 2015

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Bericht: MSV vs. SV Sandhausen (3:0)

 

Zebras fegen Überraschungsteam vom Platz

Dank der mit Abstand besten Halbzeit der bislang gespielten Saison sichern sich die Meidericher einen nicht für möglich gehaltenen (hohen) Sieg über das Überraschungsteam aus Sandhausen. Profitierten eben jene Sandhäuser vor über 2 Jahren von unserem Lizenzentzug, zeigte man ihnen an diesem verregneten Sonntagnachmittag, dass mit dem MSV in Liga 2 noch gerechnet werden kann. Entscheidend dafür ist jedoch, dass bis zum Jahresende noch weitere Siege folgen, um den Anschluss an das rettende Ufer zu schaffen.

Vor Beginn der Partie wurde es kreativ im Stimmungsblock: Unter dem Motto „Lasst es Punkte regnen“ wurden blau-weiße Regenschirme aufgespannt und ein Konfettiregen ergoss sich über den kompletten Block. Der MSV brauchte ein wenig Anlauf um ins Spiel zu finden, doch nach 10 Minuten drückten sie immer mehr ihren Stempel auf das Spielgeschehen. Damit hatte die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Saison wohl nicht gerechnet. Der MSV zeigte ein gut strukturiertes Offensivspiel gepaart mit jeder Menge Laufeinsatz und ließ, bis auf ein einziges Mal, keinen Konter der Gäste gefährlich vor das eigene Gehäuse zu.
Nach Wiederanpfiff zeigten wir die schon weiter oben erwähnte beste Saisonleistung. Nach einem Ecken-Durcheinander in der 61. Minute landete der Ball bei Rolf Feltscher, der im Stile eines Mittelstürmers den Ball aus kurzer Distanz am Torwart vorbei ins Tor schob. Eeeeendlich belohnten sich die Zebras für ihr Engagement! Und es ging noch weiter: Die bislang geilste Bude der Saison gelang nur wenig später Tim Albutat, der eine maßgeschneiderte Flanke von Janjic volley im Tor versenkt. Ein Jubelorkan stürmte über die Wedau, von den Gästen war weiterhin wenig bis gar nichts zu sehen. Der nie gefährdete Sieg wurde in der 90. Minute durch Janjic selbst sogar noch zum 3:0 ausgebaut. Wer im Vorfeld der Partie Geld auf dieses Ergebnis gesetzt hatte, kann sich heute vermutlich Millionär nennen. Bis auf die weniger als 100 Hanseln aus Sandhausen gingen die 13.454 Zuschauer diesmal mehr als zufrieden nach Hause.

Die Atmosphäre auf den Rängen passte sich in der ersten Halbzeit ziemlich dem tristen Wetter und den Umständen, einen nicht annähernd ernsthaften Konkurrenten im Gästeblock vor sich zu haben, an. Einzig der Stimmungsblock war um akustische Unterstützung bemüht. Als der MSV dann in Halbzeit 2 sein Feuerwerk auf den Rasen brannte, übertrug sich das Geschehen selbstverständlich auch auf die Ränge und es konnte bis zum Schluss eine gute Lautstärke erreicht werden. Der Materialeinsatz im Stimmungsblock bewegte sich auf konstant gutem Niveau.

 

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pgdu

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Bericht: Fortuna Düsseldorf vs. MSV (1:1)

MSV tritt weiter auf der Stelle

Vor Beginn der Saison stand relativ schnell fest, dass sowohl das Pokalspiel gegen Schlakke, als auch die Spiele gegen die Fortuna zu den Highlight-Spielen zählen würden. Nun hätte man sich keinen schlechteren Zeitpunkt für das Auswärtsspiel in Düsseldorf aussuchen können, als eine Woche nach den Anschlägen von Paris. Die Woche vor dem Spiel war geprägt von Spekulationen und Horrorszenarien, wie die Vereine und die Sicherheitsorgane mit dem Spiel unter diesen Umständen umgehen würden. Am Ende muss man festhalten, dass der Spieltag unerwartet unspektakulär über die Bühne ging. Die Cops zeigten sich entspannt und sonst waren auch keinerlei Maßnahmen zu erkennen, die unter die Kategorie „Sicherheitswahnsinn“ hätten abgestempelt werden können. Wir wollen aber noch die Gelegenheit nutzen, etwas über die Einstufung der Spiele gegen Düsseldorf loszuwerden. Waren diese Spiele seit dem Wiederaufstieg der Düsseldorfer in Liga 2 von einer guten Rivalität geprägt, muss man nun auch festhalten, dass man zukünftig nicht annähernd mehr von einem „Derby“ oder großartig besonderem Spiel sprechen kann. Wir werden dies als Gruppe zumindest nicht mehr als derartig hoch einstufen. Versuche unter der Woche, den Gegner etwas aus der Reserve zu locken und aus dem Spiel tatsächlich zu etwas Besonderem zu machen, stießen auf absolutes Desinteresse seitens des Gegners. Auch die Kulisse im Stadion hatte nur noch wenig mit den Spielen, die zuvor in Düsseldorf verlebt wurden, zu tun. 34.688 Zuschauer, worunter sich schon über 7.500 Duisburger befanden, sprechen auch nicht gerade für ein hohes Interesse. Nach nur wenigen Jahren ist in Düsseldorf aber mal absolut nichts mehr von der Euphorie des Aufstiegs in die Bundesliga und den guten Zweitligajahren zuvor übrig geblieben.

Kommen wir nun zum Spieltags-Geschehen. Wir versammelten uns an einem intern ausgerufenen Treffpunkt, um per Regio nach Düsseldorf zu fahren. Zwar wurde man am Flughafen in die Busse verfrachtet, doch erhofften wir uns durch unsere sehr frühe Anreise zumindest etwas Spannung auf der Anreise. Doch die Spannung verpuffte aus den o.g. Gründen auch wieder schnell. Unter der Woche wurde uns seitens des Gastgebers ein zentrales Element unserer geplanten Choreo verboten, weshalb wir diese leider kurzfristig absagen mussten. Obwohl es sich hierbei um eine Blockfahne handelte, die AUßERHALB des Blocks zum Einsatz gekommen wäre und das Argument „unter der Blockfahne zünden“ nicht gegolten hätte, wurde uns jene Fahne verboten. Dagegen protestierten wir mittels eines Spruchbands, welches vor dem Gästeblock befestigt wurde.
Wir erreichten den Gästeblock bereits weit vor Toreöffnung. Im Gästeblock angekommen, sah man schon den Mini-Haufen der Dissidenti, der jedoch von einer Überzahl herumstehender Ordner vom Rest der Kurve geschützt wurde. Was den Zusammenhalt innerhalb der Szene angeht darf sich Duisburg zwar nicht besonders weit aus dem Fenster lehnen, doch können wir uns durchaus glücklich schätzen, dass wir solche Verhältnisse bei uns schon lange hinter uns gelassen haben und zumindest die Ultràgruppen in den Blöcken geschlossen auftreten. Nach der angekündigten Schweigeminute legten beide Kurven gut los, ehe nach 20 Minuten klar wurde, dass trotz Abendspiel keine der beiden Kurven einen konstant lauten Auftritt hinlegen würde. Zu sehr schwankte der Stimmungsbarometer zwischen Himmel und Hölle. Nach Beginn der zweiten Hälfte qualmte und blinkte es noch im Gästeblock und bis zum Abpfiff konnten die zahlreich mitgereisten Ruhrpottkanacken, vor allem begünstigt durch den Ausgleichstreffer, eine kleine Schippe drauf legen. Letztlich konnte man aber nicht zu 100% mit dem Auftritt zufrieden sein.
Dieselben Worte kann man auch für das Geschehen auf dem Rasen übertragen. Man erkennt seit der Übernahme von Gruev zwar eine leichte Verbesserung der Spielanlage und man kann am Ende froh sein, trotz Rückstands noch den Punkt mitgenommen zu haben, doch die Konkurrenz eilt uns immer weiter davon. Es fehlt weiterhin das Quäntchen Glück, so ein Spiel einfach mal für sich zu entscheiden. Der Lattentreffer von „Messi“ Chanturia spricht da Bände. Das Restprogramm bis zur Winterpause könnte zudem viel schwieriger nicht sein…

 

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Bericht: MSV – SC Freiburg (1:1)

Gruev mit Remis zum Einstand

Im Spiel 1 mit dem neuen alten Gesicht von Ilia Gruev auf unserer Bank gastierte der Bundesligaabsteiger aus Freiburg in der Montanstadt an Rhein und Ruhr. Sicherlich hätte es da einfachere Aufgaben gegeben, jedoch ist man bei dem großen Rückstand auf das rettende Ufer gegen jeden kommenden Gegner zum Siegen verdammt, will man bis zur Winterpause nicht weiter so abgeschlagen am Tabellenende rumgurken.

Bei uns in der Gruppe stand der Tag bis zum Anpfiff voll und ganz im Zeichen unserer ausgesperrten Brüder vor den Toren, die jegliche Anerkennung und Aufmunterung im Kampf gegen ihr SV verdienen. Hierzu bastelten wir eine kleine Aktion im Stimmungsblock. Jeder SV´ler erhielt sein persönliches Trikot mit seinen Initialen. Umrahmt wurden diese mit blauen Papptafeln. Die Spruchbänder erklären sich von selbst. Wir hoffen, der Sektion SV ein klein wenig weitergeholfen zu haben!
Der MSV begann die Partie hoch nervös und konnte nach 20 Minuten froh sein, sich gegen stark aufspielende Freiburger kein Gegentor gefangen zu haben. Im Laufe der ersten Hälfte kam jedoch auch unsere Truppe besser ins Spiel. Kurz vor der Pause dann die kleine Überraschung: Obinna sieht Mitspieler Bröker am anderen Ende des Strafraums, der den Ball gekonnt am Torwart vorbei ins Tor platziert! 14.000 der insgesamt 15.311 trauten ihren Augen kaum, denn mit dem Führungstor konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt rechnen. Mit der Führung im Rücken und zahlreichem Beifall gingen beide Mannschaften in die Kabine.
In der zweiten Hälfte begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Leider konnten die Gäste in der 62. Minute ausgleichen. Anschließend kämpften sich unsere Zebras noch mehr ins Spiel hinein, doch gegen eine Mannschaft wie Freiburg brauchst du neben Einsatz auch das Quäntchen Glück, um am Ende doch als Sieger vom Platz zu gehen. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem gerechten 1:1 Remis. Trotz des engagierten Auftritts der Meidericher kann man aufgrund der Tabellensituation nicht unbedingt mit einem Unentschieden zufrieden sein. Eine Serie von 2-3 Siegen am Stück muss her, um die direkte Konkurrenz wieder einholen zu können!

Die Stimmung hatte ihren Höhepunkt in der Phase zwischen der 40. Minute und dem Gegentor der Freiburger. Ansonsten pendelte sich die Lautstärke in unserem Bereich im eher durchschnittlichen Bereich ein. Die zahlreich angereisten Freiburger konnten bei uns in der Nord zu keinem Zeitpunkt vernommen werden, obwohl die Voraussetzungen dafür durchaus gegeben waren. Sie hinterließen insgesamt keinen bleibenden Eindruck.