Monat: Dezember 2015

Bericht: MSV vs. VFL Bochum (0:0)

Nullnummer und stürmische Weihnachtsstimmung an der Wedau

In der Woche vor dem Saisonabschluss daheim gegen den VfL aus Bochum stand ein Thema besonders im Fokus der aktiven Szene: Die öffentlichen Äußerungen unseres Geschäftsführers verbunden mit dem Aufruf des Vereins, dass andere MSV Fans doch bitte schön Bildmaterial oder sonstige Infos zu den „Pyrotätern“ von Kaiserslautern dem Verein zur Verfügung stellen sollen. Seit mehreren Monaten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hat man nichts anderes zu tun, als eine öffentliche Debatte auf dem Rücken der eigenen Fans auszutragen, um vom eigenen Versagen von Mannschaft und sportlicher Leitung abzulenken. Pfui, MSV!
Wir nahmen dieses Verhalten zum Anlass, beim Spiel gegen den VfL unser gesamtes Fahnenmaterial zu Hause zu lassen und stattdessen mit einem Protestbanner unsere Position mit einem eindeutigen Statement zu unterstreichen. Dazu zeigten wir über das Spiel verteilt diverse Spruchbänder, die auf diese Thematik hinwiesen. Konsequenterweise beteiligten wir uns auch nicht an der Choreografie, die zu Beginn des Spiels im Unterrang der Nordkurve gezeigt wurde. Mit dem Mittragen der Choreo hätte man den zuvor beschlossenen Gruppenkonsens und die Positionierung zum o.g. Thema schlichtweg mit Füßen getreten!

Fußball wurde aber auch noch gespielt. 22.351 Zuschauer strömten ins Wedaustadion, um das von Medien oft zitierte „Derby“ gegen die Bochumer zu verfolgen. Für uns ist und bleibt das Spiel gegen den VfL kein „Derby“, sondern schlichtweg ein Nachbarschaftsduell. Der MSV war von Beginn an bemüht, nach den zwei zuletzt bitteren Auswärtspleiten das Heft in die Hand zu nehmen. Doch wie so häufig fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz und Qualität, was sich bis zur 90. Minute durchzog. Einsatz und Wille waren da, aber man steht eben nicht umsonst da, wo man sich seit Beginn der Saison aufhält. Die Gäste zeigten keine gute Leistung und konnten über das mangelnde Offensivvermögen der Meidericher nur froh sein.
Am Ende verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem torlosen Remis in die lange Winterpause. Ein Remis, welches den Gästen wohl mehr hilft als uns.

Die Kulisse im Wedaustadion wusste zum Jahresabschluss noch mal zu überzeugen. Die knapp 4.000 angereisten Gäste aus Bochum eröffneten das Spiel im Stehsektor mit einer optisch sehr schön anzuschauenden Aktion und konnten sich im Laufe des Spiels auch das eine oder andere Mal bei uns in der Nord bemerkbar machen. Auf Seiten der Nordkurve gab es gute und schwache Momente, wobei vor allem in der ersten Hälfte zu viele ruhigere Phasen den Support prägten.

Uns bleibt nun an dieser Stelle noch all unseren Weggefährten ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016 zu wünschen! Stay proud!

 

Bericht: 1. FC Kaiserslautern vs. MSV (2:0)

„Gruev-Effekt“ bereits verpufft?

Es bleibt weiter dabei: Auswärtsspiele des MSV führen in dieser Saison zu erhöhtem Frustpotenzial bei den eigenen Anhängern. Nachdem zuletzt ein Mini-Aufwärtstrend durch die Spiele in Düsseldorf und Leipzig erkennbar war, wurde dieser Eindruck aufgrund eines erneut total uninspirierten Auftritts in Lautern, wie man ihn schon zuvor in Bochum, Karlsruhe oder München gesehen hatte, sehr getrübt. Die katastrophale Ausbeute von bisher einem einzigen (!) erzielten Auswärtspunkt verdeutlicht die Plan- und Harmlosigkeit der Zebras auf fremden Plätzen. Das Gerede, ob nun hinten eine 4er- oder 5er-Kette zum Einsatz kommt, erscheint völlig fehl am Platz, wenn die Mannschaft nicht in der Lage ist, EIER zu zeigen und die teils guten Heimspielauftritte auch mal außerhalb des Wedaustadions zu bestätigen.

Wir reisten ungeachtet der Umstände per WET in die Pfalz. Trotz eines Zugausfalls und einem ziemlich hohen Bullenaufgebot am Bahnhof in Lautern erreichte der 150er Zugmob aus dem Pott den Betzenberg eine gute Stunde vor Anpfiff. Insgesamt bevölkerten etwas mehr als 1.000 Zebras den Gästeblock des Fritz-Walter-Stadions, das mit nur 22.277 Fans gefüllt war. Wenn man bedenkt, dass dieses Spiel vor einigen Jahren vor fast ausverkauftem Publikum stattfand, sagt dies über den momentanen Gemütszustand des Heimvereins einiges aus.
Zum Intro wurde mit einigen Bengalen ordentlich eingeheizt, was den blau-weißen Anhang auch gleich gut in Schwung brachte. In den ersten 20 Minuten hielt sich die akustische Unterstützung auf einem guten Level, ehe der Lärmpegel im weiteren Spielverlauf immer mehr nachließ und aufgrund der sehr schwachen Darbietung auf dem Platz auch nicht wieder auf gescheite Höhen stieß. Irgendwann wird es einfach nur noch anstrengend, eine Mannschaft emotional und ehrlich zu unterstützen, wenn man seit einem halben Jahr auswärts nur Dreck frisst.
Der Heimanhang enttäuschte auf ganzer Linie und konnte nur nach dem Tor zum 1:0 für einige Minuten lautstark im Gästebereich vernommen werden. Da reihte sich das Schmeißen von Steinen am Bahnhof bei unserer Abreise genau in das Bild. Wirklich passiert ist anschließend auch nichts mehr.

Noch ein paar Worte zum tollen Kommentar von MSV-Geschäftsführer Bernd Maas, welcher über Facebook veröffentlicht wurde und den Pyrotechnikeinsatz thematisierte:
Wenn ein paar Fackeln momentan scheinbar das größte Problem des Vereins sein sollen, dann bitten wir doch mal darum, auf die Tabelle zu schauen. Denn DARIN liegt das wahre Sorgenkind des MSV! Auf der einen Seite werden Choreos und gute Stimmung gefeiert, auf der anderen Seite schießt man öffentlich gegen eigene Fans, die allemal wesentlich mehr Einsatz zeigen, als die gesamte Truppe auf dem Rasen! Diese Doppelmoral kotzt einfach nur an. In Zukunft sollte man solche Äußerungen einfach sein lassen und stattdessen auf den internen Draht zur Fanbasis zurückgreifen.

 

Bericht: RattenBallsport Leipzig vs. MSV (4:2)

Protest statt Auswärtsfahrt

Wie auch schon vor 2 Jahren hatten wir als Gruppe im Vorfeld beschlossen, dem Spiel in Leipzig NICHT beizuwohnen. Gründe dafür haben wir in der näheren und weiteren Vergangenheit über diverse Medien und in mehreren Einzelgesprächen erläutert, weshalb wir uns die Aufzählung der ganzen Bandbreite an Gründen des Protests an dieser Stelle weiterhin ersparen.

In den Wochen vor dem Kick zogen wir also ein alternatives Programm auf. Unter dem Motto „back to the roots“ zog man spontan mit einer protestierenden Meute an die Westenderstraße, um dort auch das Spiel mit allen gemeinsam im Clubhaus zu verfolgen. Wir wollten eben nicht nur eine „Anti-Haltung“ demonstrieren, sondern auch aufzeigen, wie das positive Gegenbeispiel zum Konstrukt RB hier in Duisburg aussieht. Was gibt es da Passenderes, als die heilige Stätte an der Westender, die von so unendlich vielen Emotionen und Geschichten rund um den Spielverein erzählen kann? Erfreulicherweise hatten unsere Boykottaufrufe gefruchtet, schaut man sich die Bilder des ziemlich leeren Gästeblocks des Leipziger Stadions an.

Über den Spielverlauf braucht man keine großen Worte verlieren. Wenn du als Tabellenletzter beim Tabellenzweiten zwei Mal vorne liegst und am Ende noch 4:2 verlierst, ist doch so einiges schief gegangen und für die Moral der Truppe dürfte das Endergebnis auch nicht gerade gut tun. Auf dem Betzenberg muss definitiv eine Steigerung her, will man nicht wie schon im Hinspiel gegen die Pfälzer baden gehen.

Wir hoffen auf eine zahlreiche blau-weiße Unterstützung im letzten Auswärtsspiel des Jahres!!

 

Auswärtsspiel bei RB Leipzig boykottieren!

scheissrb

 

Liebe Zebra-Gemeinde!

Hiermit möchten wir euch nochmals dringendst ans Herz legen, das Spiel beim Konstrukt RB Leipzig NICHT zu besuchen! Neben der Aufklärung über die Machenschaften von RB können wir dem Brausehersteller am ehesten „wehtun“, indem wir nicht unser wertvolles Kapital dafür ausgeben, ihn auch noch durch den Kauf von Eintrittskarten für dessen Heimspiele finanziell zu unterstützen! Durch das Fernbleiben setzt man wertvolle Zeichen: Wir unterstützen in keinster Weise das Vorpreschen von RB im deutschen Profifußball!

Verabredet euch mit euren Freunden und Bekannten und verfolgt das Spiel in den Kneipen unserer Stadt!

Gestern, heute, morgen: Nein zu RB!