Monthly Archives: Februar 2016

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Bericht : MSV vs FC St.Pauli (0:2)

Es bleibt eine rabenschwarze Rückrunde

Nein, es ist einfach nicht unsere Saison. Trotz aller Bemühungen im Vorfeld der Partie gegen St. Pauli, Fans und Mannschaft durch interne Gespräche wieder näher ran rücken zu lassen um gemeinsam das mittlerweile kleine Wunder „Klassenerhalt“ zu vollbringen, schafft es die Mannschaft nicht, im Spiel die nötige Torgefahr auszustrahlen, um einen Sieg einfach mal zu erzwingen. Wie so oft in diesem Jahr kann man der Truppe mangelnde Einsatzbereitschaft nicht abstreiten. Aber mehr denn je werden in dieser Rückrunde die Qualitätsunterschiede selbst gegen schwach aufspielende Kontrahenten mehr als deutlich. Ist man mal am Drücker, so springt oft nichts bei heraus und der nächste individuelle Patzer lauert schon auf seine Chance, dem Gegner endlich die nächste Bude aufzulegen. So auch geschehen gegen Pauli:
In unserer besten Phase treffen die Gäste mit ihrem ersten gescheiten Angriff zum vorentscheidenden 0:1 in Minute 63. Weil man selbst aus dem entfachten Druck nach vorne kein Kapital schlagen konnte und es nur eine Frage der Zeit ist, bis man das Gegentor bekommt, wenn man seit Monaten auf Platz 18 rumgammelt. Auch nach dem Gegentreffer zeigte die Truppe weiter Kampfgeist, aber anstatt den Ausgleich zu erzielen, fängt man sich in der Nachspielzeit noch das 0:2, was jedoch auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Verloren ist verloren. Die ernüchternde Bilanz von 2 mageren Pünktchen in dieser Rückrunde sprechen mehr als deutlich für sich und gegen uns.

Knapp über 20.000 Zuschauer verfolgten bei bestem Wetter die Begegnung zwischen den beiden Traditionsvereinen. Bemerkenswert weiterhin, mit welcher Geduld das Duisburger Publikum mit der fast aussichtslosen sportlichen Situation umgeht. Es wurden fast keine Pfiffe vernommen und der Zuschauerzuspruch ist weiterhin absolut in Ordnung. In Sachen Stimmung merkt man jedoch, wie sehr der Stimmungsblock momentan auf sich alleine gestellt ist. Viel zu selten wachen der Oberrang oder andere Tribünenbereiche auf, um die gewünschte Lautstärke für einen guten Heimauftritt zu erreichen.
Vor dem Anpfiff zeigte Kohorte im Stimmungsblock eine Choreo zum Thema „Fankultur“ bestehend aus einer Blockfahne und anschließendem Schnipsel- und Ballonintro. Im Spielverlauf holte man über weite Strecken das Maximum aus der jetzigen Situation heraus, viel mehr Luft nach oben ist einfach unter diesen Umständen nicht mehr.
Die gut über 3.000 angereisten Zecken konnten ab und an bei uns vernommen werden, jedoch konnte man zu keiner Zeit an die guten vergangenen Auftritte im Wedaustadion anknüpfen. Scheinbar macht sich die Vielzahl der Stadionverbote auf Seiten der USP und Konsorten mehr als bemerkbar.

Zum Glück bleibt nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken. Bereits am Mittwoch geht es in Frankfurt weiter. Wir verabscheuen die Anstoßzeit an einem Nachmittag unter der Woche. Für fangerechte Anstoßzeiten!!

 

Bericht : Greuther Fürth vs MSV (1:1)

Zebras verdoppeln Auswärtsausbeute

Duisburg gegen Fürth. Das riecht so richtig nach 2. Liga. Damit das auch zukünftig so bleibt, hätte der MSV als Sieger vom Platz gehen müssen, um sich über den Relegationsplatz irgendwie in dieser Liga halten zu können. Trotz verschwindend geringer Hoffnung reiste am späten Freitagmorgen ein voller 50er Bus mit gut gelaunten Proud´lern an Board ins fränkische Fürth. Magere 8 Stunden dauerte unsere Reise an, weshalb wir blöderweise erst mitten in der Halbzeit im Ronhof eintrafen. Die Zaunfahnen fanden auch ihre Plätze und so musste halt in den verbleibenden 45 Minuten alles aus sich heraus geschrien werden.

Auf dem Rasen stand es noch 0:0, laut Radio und Live Ticker dominierten die Gastgeber das Geschehen, ohne dass sie daraus Kapital schlagen konnten. Bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff ereignete sich ein wahrlich seltenes Phänomen: Der MSV geht auswärts in Führung!! Wolze hämmert den Ball in Richtung Tor, der Ball wird abgefälscht und landet unhaltbar im Netz. Jetzt folgte ein wirklich emotionaler Auftritt von den 250-300 mitgereisten Ruhrpottkanaken. Flutlicht, nur der harte Kern am Start und Meiderich führt. Gute Voraussetzungen also zum Freidrehen! Auch optisch gab der Gästeblock eine gute Figur ab. Der euphorische Zustand hielt leider nur ganze 20 Minuten an, da in Minute 67 sowohl unser Kicker Holland mit Rot vom Platz musste, als auch der anschließende Elfer durch Ex-Spieler Gjasula zum Ausgleich verwandelt wurde. Ab jetzt war klar, dass die Duisburger nur noch Beton an mischen würden. Unter normalen Umständen hätte man mit einem Punkt auswärts in Unterzahl gut leben können. Da wir uns jedoch alles andere als in einer „normalen“ sportlichen Situation befinden, muss auch dieses Remis eindeutig als viel zu wenig abgestempelt werden. Es blieb am Ende beim 1:1, was uns nun wirklich nicht weiterhilft, da man mehrere SIEGE benötigt, um den direkten Anschluss an Platz 16 wiederherzustellen. Daher: Berechtigte Pfiffe und Unmutsbekundungen von vielen der Mitgereisten!
Unsere Vorzeigesportler auf dem Rasen hatten dafür überhaupt kein Verständnis und für die eine oder andere Geste unserer Profis in Richtung des eigenen treuen Anhangs hätten diese Kicker mindestens den Heimweg zu Fuß in Richtung Pott verdient gehabt. Söldnerschweine!

Der Heimanhang verabschiedete sich von seiner altehrwürdigen Haupttribüne, welche in den kommenden Tagen anrückenden Baggern zum Opfer fallen wird. Akustisch kam nur selten etwas von der Heimkurve bei uns im Gästeblock an. Nach Abpfiff merkte man den Fürthern an, dass sie den Schalter sofort auf das anstehende Derby gegen den Clubb umlegten. Wir legten den Schalter auch direkt um und schalteten in den Suff-Modus, es standen schließlich noch 6 Stunden Rückfahrt an.