Monthly Archives: März 2016

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Bericht : SC Paderborn vs MSV (0:0)

Abstiegsduell ohne Sieger

Es war angerichtet. Der Tabellenvorletzte traf auf den Tabellenletzten. Für den MSV die vermutlich letzte Chance, mit einem Sieg nochmal ernsthaft im Kampf um den Klassenerhalt anzugreifen. Die Terminierung an einem Freitagabend war zwar nicht ideal, jedoch sollte die Flutlichtatmosphäre einen Teil zur Spannung beitragen.

Wir fuhren ohne Probleme mit dem Zug nach Paderborn. Einige Autobesatzungen reisten aufgrund des Jobs noch mit dem PKW nach, aber alle erreichten noch vor Anpfiff den Ground. Im Gepäck hatten wir eine kleine Choreo, welche die Bedeutung des Spiels unterstreichen sollte. Mit der schlichten Aussage „Kämpfen bis zum Ende!“ als Motto wurden in 2 Reihen blaue und weiße Folienschals verteilt. Die Aktion gelang zwar gut, jedoch müssen wir uns einen Punktabzug dafür ankreiden lassen, nicht den kompletten Gästeblock mit Schals ausgestattet zu haben.

Die Gastgeber kamen etwas besser in die Begegnung und konnten nach 25 Minuten den Großteil der Tormöglichkeiten für sich verbuchen. In einer wie erwartet sehr zerfahrenen und zweikampfbetonten Partie kamen die Zebras jedoch im weiteren Verlauf immer besser ins Spiel und konnten den Paderbornern Stück für Stück den Schneid abkaufen. Vor allem in Halbzeit 2 drückte der MSV auf das gegnerische Tor, von den Gastgebern waren nur noch wenige Offensivbemühungen zu erkennen. Doch wie so oft fehlte bei uns die nötige Durchschlagskraft. Selbst nach den Einwechslungen von Onuegbu, Klotz und Obinna und dem Platzverweis eines Paderborners wollte das Tor nicht fallen. Im Gegenteil: Nach dem Platzverweis wirkten unsere in grün kickenden Spieler gehemmter als zuvor. In feinster Handball-Manier wurde der Ball um den gegnerischen 16er gespielt, heraus kam ein mageres Schüsschen von Özbek in den Paderborner Abendhimmel. Es ist absolut unbegreiflich, wie man in solch einer ernsten sportlichen Situation so einen uninspirierten Offensivfußball an den Tag legen kann. Nach dem Abpfiff hagelte es BERECHTIGTE Unmutsbekundungen seitens des MSV-Fans gegen die eigene Truppe.

Knapp 1.500 Duisburger befanden sich unter den 10.828 Zuschauern. Im Vorfeld der Partie waren vor allem die aberwitzigen Eintrittspreise ein Thema. 15€ für einen Steher und satte 35€ für einen Sitzplatz in einer Blechschüssel mitten in der Pampa sind schon eine Frechheit. Diese Umstände wurden kurzerhand per Spruchband von uns aufgenommen. Die Stimmung im Gästeblock war durchweg ok, jedoch wäre in manchen Phasen etwas mehr Lautstärke wünschenswert gewesen. Optisch hingegen machte unser Bereich einen sehr guten Eindruck. Gerade auswärts muss man insgesamt festhalten, dass die Auftritte wesentlich mehr zufriedenstellen als im heimischen Wedaustadion. Dort ist momentan wirklich die Luft raus.
Die heimische Kurve konnte in der ersten Hälfte ab und an vernommen werden, in der zweiten Halbzeit vernahm man die gegnerische Kurve nicht mehr. Auffällig war ein Banner mit der Aufschrift „Vorstand raus“, welches auf interne Schwierigkeiten beim Bundesligaabsteiger hinweist.

Fazit des Ganzen: Der MSV hat es mal wieder verkackt. Das rettende Ufer verschwindet immer mehr. Man muss es ganz klar aussprechen: Wir hoffen, dass die sportliche Führung intern ebenfalls an der Kaderzusammenstellung für Liga 3 arbeitet.

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Bericht: MSV vs. Union Berlin (2:1)

Zebras fahren ersten Dreier des Jahres ein

Was war das für eine lange Geburt! Am 12.03.2016 war es endlich mal so weit: Der MSV holt den ersten Dreier im „neuen“ Kalenderjahr! Welchen Wert der Sieg noch für die weitere Saison haben kann, zeigt sich bereits in wenigen Tagen, wenn Duisburg beim Abstiegskonkurrenten Paderborn antritt, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen.

Am 26. Spieltag gastierten die Eisernen aus Union an der Wedau. Bereits am Treffpunkt merkte man den meisten Leuten an, dass der Glaube an die Rettung gen 0 zeigt. Aber es bringt ja alles nichts. Rein in die Nord und alles geben, was man kann. Bis mathematisch nichts mehr möglich ist.
Zur ersten Hälfte auf dem Rasen braucht mein keine weiteren Worte verlieren, da bis auf ein Kopfball von Bajic an die Latte wenig bis gar nichts Nennenswertes passierte. Rüber in Halbzeit 2.
Da zeigte der Schiri in der 61. Minute aus heiterem Himmel Elfer für Union. „Fletscher“ soll einen Unioner per Foulspiel zu Fall gebracht haben. Als der anschließende Elfer verwandelt wurde, richtete sich ein Jeder der 12.702 Zuschauer bereits auf die nächste Pleite ein. Doch diese machten die Rechnung ohne die Moral der Duisburger auf dem Rasen, die plötzlich aufdrehten und innerhalb von nur 9 Minuten das Ergebnis komplett auf den Kopf stellten:
Erst versenkt Iljutcenko den Ball nach einem Fallrückzieher sehr sehenswert in die Maschen, dann lupft Klotz den Ball lässig über den Union-Keeper vorbei ins Tor. Schwupps stand es 2:1! Konnte man sich über den Ausgleich zunächst nicht so wirklich freuen, wusste man mit dem Führungstreffer schon mehr anzufangen. In der Folge schafften es die Berliner nicht mehr, einen jetzt starken MSV in irgendeiner Weise noch zu gefährden. Der Dreier war nach einer charakterlich wirklich starken Leistung in Halbzeit 2 eingetütet!

Der Stimmungsbarometer im Stadion reihte sich bis zum Ausgleich nahtlos in die Reihe der vergangenen Heimauftritte ein: Nur der Stimmungsblock, der zunächst ein paar Startschwierigkeiten hatte, sorgte für etwas Atmo. Nach dem Ausgleich wachte auch endlich mal wieder der Oberrang auf, sodass bei einigen Liedern eine anständige Lautstärke erreicht wurde. Unter den aktuellen Umständen ist daheim einfach nicht mehr rauszuholen, das muss man sich einfach eingestehen.
Die Gäste aus Köpenick, dessen Ultras wie erwartet per WET anreisten und ihren Sektor, ebenfalls wie erwartet, sehr üppig beflaggten, legten vor allem in der ersten Halbzeit einen guten Tifo an den Tag. Immer wieder konnten die Gäste in der Nord etwas vernommen werden und die Mitmachquote überzeugte ebenfalls. In der 2. Hälfte ließ das Ganze dann unter den Eindrücken der Geschehnisse auf dem Rasen doch ziemlich nach.

Nun heißt es für uns alle: Auf nach Paderborn, den Glauben an das fast Unmögliche nicht verlieren und mit Emotionalität, Ausdauer und Leidenschaft die Zebras anpeitschen!!

 

Bericht : Eintracht Braunschweig vs MSV (1:1)

Die rote Laterne flackert weiter

Am frühen Morgen versammelte man sich an einem internen Treffpunkt um gemeinsam mit dem Zug nach Braunschweig zu reisen.
Enttäuschend war die Anzahl der Zugfahrer, welche in dieser Situation für uns unerklärlich ist. Trotzdem entwickelte sich die Zugfahrt zu einem lustigen beisammen sein, Züge halt.

Die Kontrollen am Stadion waren verschärft und so wurde der eine oder andere zur Seite gezogen und genauer unter die Lupe genommen. Im Block positioniert und das Material vorbereitet, versorgte man sich mit den Grundnahrungsmitteln Bier und Wurst. Als Intro gab es eine Choreo der Kohorte mit weißen und blauen Ballons und dem Spruchband: ,,Für den Klassenerhalt ALLES GEBEN!“.
So startete die erste Halbzeit und die Mannschaft gab wirklich alles. Sie zeigten Einsatz und Kampfgeist, jedoch fehlte wie immer der perfekte Abschluss. Fazit der ersten Habzeit: hier ist heute ein Sieg möglich! Die Stimmung des Gästeblocks war dementsprechend positiv zu vermerken, unterstrichen von einem Doppelhalter-Intro unserer Gruppe ging es voller Motivation in die zweite Halbzeit. In der 58. Minute setzte sich Chanturia auf der rechten Seite durch und macht das Tor, 1:0 für unseren MSV! Der Block rastete aus und man träumte von dem so wichtigen Auswärtssieg, doch noch beim Feiern wurde alles wieder ganz still. Khelifi gleicht zwei Minuten danach aus. Auch die Leistung nahm etwas ab und so kam es zu Chancen für beide Mannschaften, jedoch konnte keine mehr ein Tor erzielen.
Die Rückreise wurde wie immer genutzt um sich von dem unbefriedigenden Punkt abzulenken. Es geschahen Dinge die dem Motto Asoziale, Kranke und Perverse aller Ehre gebührten!

Nun mit voller Konzentration auf das nächste Heimspiel gegen Union Berlin! Auf geht´s Duisburg!