Bericht: BV Borussia Dortmund II – MSV (2:0)

Ein Tag zum Vergessen

Selbst 2 Tage nach dem auf allen Ebenen miserablen Auftritt in Dortmund fällt es schwer, die richtigen Worte für diesen Bericht in die Tasten zu hauen. Fest steht:

Einen derart hohen Stress-Faktor sowohl zwischen MSV-Fans, als auch mit den Cops hatte es an einem Spieltag geballt in unserer Gruppengeschichte so noch nicht gegeben. Zur Mitte der ersten Hälfte nahmen wir unsere gesamte Zaunbeflaggung ab und stellten den Support ein. Grund hierfür war ein Konflikt mit einem Anhänger, welcher eigentlich schon nach kurzer Zeit verbal wieder ausgeräumt wurde. Doch leider hielten es einige Helden für nötig, den Konflikt wieder aufzukochen, um diesen dann auch noch non-verbal auszutragen. Dabei wurde auch unser Capo, welcher lediglich schlichten wollte, in Mitleidenschaft gezogen. Folglich war ein organisiertes Unterstützen unserer Mannschaft nicht mehr möglich. Ein Dank geht an die Gruppen, die sich sofort mit uns solidarisiert haben und ihre Fahnen ebenfalls vom Zaun nahmen.

Auch bei der Abreise eskalierte die Lage an der stadionnahen S-Bahn-Station, was erneut einige Ladungen Pfeffer nach sich zog. Bei der Rückkehr in Duisburg spielte sich das letzte negative Highlight des Tages ab. Eine Demonstration von Salafisten sorgte am Duisburger Bahnhofsvorplatz sowohl für die nächste Eskalation mit den Cops, als auch für Gesänge, die nicht mit unserem Verständnis vom Fan- und Ultra-Dasein im Einklang stehen. Man möge über die demonstrierende Gruppe halten was man möchte, jedoch sollte der MSV nicht als Plattform missbraucht werden, um seine politische Haltung lautstark kundzutun.

Tja, und sportlich verkackte der Spielverein auch noch auf ganzer Linie. 0:2 in einem Spiel ohne große eigene Torchancen und wenig Zugriff auf den Gegner. Schade, die über 4.000 mitgereisten blau-weißen Schlachtenbummler wurden nicht für die (zumindest quantitativ!) gute Unterstützung belohnt. Denn was qualitativ im Gästeblock „abging“, ist bis auf wenige Ausnahmen fast nicht mehr in Worte zu fassen. Leider hatte man bei einem Teil der Anhänger das Gefühl, dass Alkohol und sonstige berauschende Mittel eher im Mittelpunkt standen als die Unterstützung der Mannschaft des Herzens. Einfach nur bitter.