Bericht: 1. FC Saarbrücken – MSV (0:2)

Wisst ihr was ihr seid? Fraaaannnzoooosen!

An einem milden Samstagmorgen fand man sich mit ca. 100 gut gelaunten Szeneleuten am Duisburger Hauptbahnhof ein um die knapp 7-stündige Reise in die Hauptstadt Nord-Frankreichs anzutreten. Schon früh war klar, dass es eine spaßige Fahrt werden würde.

Bereits nach zwei Stunden konnte man den ersten Totalausfall vermelden – Chapeau Bobby! Die Fahrt vom Niederrhein Richtung Süden am Rhein entlang fand ihren ersten Stopp am Knotenpunkt der Welt – Koblenz. Hier vertrieb man sich mit Einkaufsbummel, Mobfoto und Trinksport den 40-minütigen Aufenthalt. Weiter ging’s Richtung Frankreich. Knapp drei Stunden, zwei verlorene Handys und ein vollgekotztes Zugabteil später, erreichte man also die Grenze. In Saarbrücken angekommen, startete man mit einem kleinen Marsch Richtung Ludwigsparkstadion.

Nach kurzer Verpflegung vor dem Block ging man zeitnah rein, um mit allen relevanten Fahnen den Zaun zu schmücken. Das Spiel verlief bei tropischen Temperaturen genau nach Maß. So war es auch kaum verwunderlich, dass die Hälfte des Mobs schon vor Spielbeginn OKF im Block für Stimmung sorgte. In einem sehr zerfahrenen Spiel erzielten die Zebras in der 27. Spielminute durch ein Tor von Michael Gardawski das 1:0. Spätestens jetzt hat auch der Rest der noch angezogenen Zebras die Oberbekleidung fallen lassen. In der zweiten Halbzeit setzte Kapitän Bajic per Foulelfmeter noch das 2:0 drauf und damit war der Käs‘ gegessen! Gegen Ende des Spiels machten dann noch ein paar französische Hampelmänner auf der gegenüberliegenden Seite der Kurve kurz auf sich aufmerksam…

Die Stimmung kann man als sehr gelungen bezeichnen. Die komplette Duisburger Szene hat wie in Rostock an einem Strang gezogen! Weiter so! Schade allerdings, dass sich die Saarbrücker dazu entschieden, in diesem Spiel keinen Support zu bieten. Schade! Aber auch in diesem Sinne: Sektion Stadionverbot – Immer bei uns!

Nach dem Spiel ging es in massenhafter Cop-Begleitung zurück zum Bahnhof. Die Rückfahrt gestaltete sich als nicht weniger feucht und fröhlich als die Hinfahrt. Für den Rest der Rückfahrt blieb es ruhig. Während einige diesen angebrochenen Abend noch in diversen Duisburger Diskotheken ausklingen ließen, zogen andere die ruhige Variante vor.

Nun kommt Freitag die Zweitvertretung des VfB Stuttgart an die Wedau. Aber das Augenmerk sollte viel mehr auf nächsten Dienstag liegen. Denn da geht’s zum Derby nach Essen – Rot Weiß Essen, ficken und vergessen!