Bericht: Stuttgarter Kickers – MSV (2:0)

Wieder kein Dreier auf der Waldau eingefahren

Auch einige Tage nach dem Derbysieg im Niederrheinpokal wirkte dieser bei vielen Zebras positiv nach. Die Voraussetzungen für eine nette Tour zu den Stuttgarter Kickers waren definitiv gegeben: Pokalfinale erreicht, bestes Frühlingswetter und eine machbare Entfernung. Leider konnte, wie so oft in Duisburg, die Euphorie nicht in eine Steigerung der Auswärtsfahrer-Anzahl umgewandelt werden. Duisburg scheint allmählich erschöpft von dieser anstrengenden 3.Liga-Saison zu wirken. Nur 300-350 Ruhrpott-Kanaken starteten nach Stuttgart, um die Derbysieger gebührend in Empfang zu nehmen. Einige Proud´ler bevorzugten aus finanziellen Gründen die Anreise mit dem WET, während der Rest der Crew gemeinsam mit Block 10 im nicht ganz gefüllten Bus gen Süden reiste.

Wie auch schon im Oktober beim Spiel gegen die Zweitvertretung des VfB, positionierte sich unser Haufen in den überdachten Block, während Kohorte den nicht-überdachten Bereich auswählte. Auch, wenn die Koordination zwischen den Stimmungsblöcken recht gut klappte, wurde es zu keiner Zeit wirklich laut oder emotional. Auch hier merkte man, dass die letzten Wochen, welche einige englische Wochen parat hielten, an den Kräften zehrten. Von unserer Mannschaft erwarteten wir aufgrund des nervenaufreibenden Pokalkrimis unter der Woche nicht sonderlich viel. Und genau diese Erwartungen wurden auch „erfüllt“, da schon die komplette erste Halbzeit zum Großteil her geschenkt wurde. Passend dazu gerieten wir in der 31. Minute nach einem Elfer in Rückstand. Nach dem Pausentee kämpfte sich unser Team zwar respektabel zurück, konnte jedoch aufgrund mangelnder Chancenverwertung nicht mehr den Ausgleich erzielen und ließ sich sogar im Gegenzug noch das 2:0 einschenken.

Nach Abpfiff gab es nicht überhörbare „Baumann-raus-Rufe“ aus einigen Ecken des Stadions. Natürlich spielen unsere Zebras seit Wochen und Monaten keinen wirklich ansehnlichen Fußball. Hätte jedoch nicht jeder von uns VOR der Saison für einen Platz im oberen Tabellenmittelfeld und das Erreichen des Niederrheinpokal-Endspiels unterschrieben?

Wir schlagen lieber vor, die Saison nun vernünftig zu Ende spielen zu lassen und alles für den Pokalerfolg zu geben, um anschließend der sportlichen Leitung unser Vertrauen zu schenken, welche die dann abgelaufene Saison hinreichend analysieren wird.

Die Rückfahrt wurde trotz der Niederlage feucht-fröhlich und beim einen oder anderen auch exhibitionistisch gestaltet. Das Eskalieren lässt sich der Duisburger eben unter keinen Umständen nehmen!