Bericht: MSV – VfL Osnabrück (1:0)

Arbeitssieg an Ostern

Unter der Woche verkündete der Spielverein, dass der Vertrag von Coach Baumann nicht weiter verlängert werde. Trotz Erreichen des Niederrheinpokal-Finals und guten Aussichten auf das Erreichen des 4. Tabellenplatzes, waren die immer häufiger auftretenden, öffentlichen Unmutsbekundungen der Fans gegenüber dem Trainer aufgrund des über weite Strecken gezeigten Anti-Fußballs wohl ausschlaggebend für diese Entscheidung. Die Weichen scheinen also endgültig auf „Aufstieg 2015“ gestellt zu werden, wenn man einen Trainer trotz einer von den Ergebnissen her guten Saison vor die Tür setzt. Schauen wir mal, was der Ivo in den kommenden Wochen personell aus dem Hut zaubert.

Der Liga-Alltag bescherte uns (endlich!) wieder ein attraktives Heimspiel. An Ostersamstag gastierte der VfL Osnabrück an der Wedau. Bei bestem Wetter betraten wir zu gewohnter Stunde den Stimmungsblock. Während die einen schon über die „100 Grad“ im Block meckerten, genossen die anderen das südländische Klima. Leider kochte die Nordkurve am heutigen Tage überhaupt nicht über. Vermutlich auch geprägt durch das erneut nicht mit anzusehende Spiel unserer blau-weißen, konnte der Heimblock in der ersten Hälfte nicht ein einziges Mal ein zufriedenstellendes Level erreichen.

Die Stimmung in der 2. Halbzeit gestaltete sich zunächst ähnlich lethargisch, bis unsere Kicker allmählich so etwas wie „Druck“ auf des Gegners Tor ausübten. In der 71. Minute geschah dann etwas, womit keiner wirklich gerechnet hatte:

Ecke von De Wit, in der Mitte steigt Käpt´n Bajic hoch und wuchtet das Leder ins Tor! Anders als durch eine Standardsituation wäre hier auch niemals ein Tor gefallen. Anschließend wachte die Nordkurve ENDLICH auf und supportete die Mannschaft in einer Lautstärke, wie man sie sich häufiger wünschen würde. In den Folgeminuten wurden noch gute Möglichkeiten für den Ausbau der Führung vergeben, von den Gästen aus Osna kam nichts mehr. So schaukelten wir die knappe Führung souverän bis zum Schlusspfiff über die Runden.

Der Gäste-Anhang, der mit ca. 2.000 Fans anreiste, zeigte bis zum Rückstand ihrer Mannschaft einen recht ansprechenden Tifo. Die Osnabrücker Ultras, welche sich im Oberrang positionierten, konnten des Öfteren in der Nord vernommen werden. In der Schlussviertelstunde ging zwar fast gar nichts mehr, doch nach dem Abpfiff hörte man die feiernden Gäste noch im Außenbereich des Stadions mehr als deutlich. Manchmal würden wir uns auch so eine Lockerheit in Duisburg wünschen, um die letzten Saisonspiele so erfreulich wie möglich zu gestalten. Allzu große Hoffnung darauf haben wir jedoch nicht…