Bericht: Unterhaching – MSV (4:1)

Blamabler Auftritt in München

Tja, was soll man im Anschluss an das katastrophale Auftreten unserer Mannschaft im Münchener Stadtteil Unterhaching noch großartig berichten? Vier Gegentore bei einem Abstiegskandidaten können kein Zufallsprodukt sein. So darf sich keine Mannschaft präsentieren, die das Ziel äußert, den 4. Tabellenplatz sichern zu wollen. Es war wieder eines dieser Spiele, an denen man sich durchaus kurz fragt, warum man die ganze Scheiße Woche vor Woche mitmacht. Regen, 8 Grad und eine deftige Niederlage bei einem Provinzverein sorgten bei den gut 450 mitgereisten Zebras sicherlich nicht für die beste Laune, um es noch sehr positiv auszudrücken. Zudem sorgen immer mehr öffentliche Statements seitens des Vereins und großer Sponsoren für große Verunsicherung bezüglich der Lizensierung für die nächste Spielzeit. Vieles erinnert momentan an den Horror-Sommer von 2013. Alleine der Gedanke an eine erneut so fürchterliche Neuauflage lässt in uns allen das Blut in den Adern gefrieren.

Ein Glück, dass es noch die eigene Gruppe gibt, mit der man zusammen durch so eine Scheiß-Zeit gehen kann. Eine Auto-Besatzung entschloss sich dazu, die Gunst der Stunde zu nutzen um nach dem Grottenkick die bayerische Hauptstadt unsicher zu machen. Gemeinsam mit Duisburgs größer Schande ließen unendliche Maß Bier die Sorgen rund um unseren Spielverein vorübergehend vergessen. Ohne diese Momente des Zusammenhalts und der völligen „jetzt-erst-recht-Exstase“ wäre das Leben als MSV-Fan manchmal schier unerträglich.

Noch 2 (richtungsweisende) Heimspiele warten auf uns. Samstag kommen die Schweine aus Münster an die Wedau, während nur einige Tage danach das heimische Finale des Niederrhein-Pokals auf uns wartet. Im Vordergrund steht stets das Erreichen der 1. Runde des DFB-Pokals. Doch im Hintergrund geistert sie schon wieder… Die Angst vor der drohenden Insolvenz.