Bericht: MSV – SC Preussen Münster (0:1)

Unglücklicher Ligaabschluss

 

Das letzte Liga-Heimspiel der Saison bescherte uns ein wahres Traditionsduell, gehörten doch sowohl der Meidericher SV als auch die Preußen aus Münster zu den Gründungsmitgliedern der ersten Fußball-Bundesligasaison 1963/1964. Wie traurig, dass man sich mittlerweile in der 3. Liga messen muss… So schaut aber nun mal die Realität aus. Bis auf das fürchterliche, spätherbstliche Wetter mitten im Duisburger Frühling stimmte der Rahmen für einen gelungenen Heimspieltag. 14.462 Zuschauer füllten zudem das Wedaustadion mehr als ordentlich.

Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte der Block 10 im Oberrang seine zweite Choreografie der Saison. Unter dem Motto „Chaotisch aber wunderbar“ schossen auf Kommando unzählige optische Elemente in den Himmel. Sah sehr genial aus, weiter so Mädels und Jungs da oben!

Beide Teams begannen die Partie sehr couragiert, jedoch musste schon in der 24. Minute der recht frühe Rückstand durch ein unglückliches Eigentor von Bollmann hingenommen werden. Anschließend zeichnete sich das übliche Bild ab, welches sich schon durch die gesamte Rückrunde zieht: Wenn es bei uns offensiv mal gefährlich wird, dann fast ausschließlich über Standardsituationen. Dass man aber Spiele nicht immer nur nach diesem Prinzip gewinnen kann, sollte selbst jedem Halbwissenden einleuchten. Zwar konnte man den Meiderichern den Willen, das Ding noch zu drehen, keineswegs absprechen, aber die Offensive zeigt sich seit Wochen und fast Monaten nicht drittligatauglich. So erkämpften sich die Grün-Weißen nach 90 Minuten ihren knappen Auswärtssieg ohne besonders große Mühen.

Die Stimmung in der Nordkurve passte sich dem Spielverlauf an. Es blieb bei den Bemühungen, die Mannschaft zum Ausgleich zu pushen, jedoch konnte zu keiner Zeit eine etwas länger anhaltende Phase ausgemacht werden, in der es kontinuierlich laut wurde. Wir zeigten noch zum Bullen-Einsatz vergangener Woche in Hamburg und zum Marketingprodukt RB Leipzig jeweils ein Spruchband. Die Ultras der Gästemannschaft machten sich, wie bereits viele andere Gruppen in der jüngeren Vergangenheit, die Vorteile des Oberrangs zu Nutzen und positionierten sich geschlossen im oberen Bereich des Gästeblocks. Dort wurde zum Intro eine kleine Pyroeinlage gezeigt. Ca. 1.700 Gäste mögen es insgesamt gewesen sein, die jedoch von der Lautstärke her im Vergleich zu den Osnabrückern, deren aktive Szene sich vor einigen Wochen ebenfalls im Oberrang breit machte, einen etwas schwächeren Auftritt ablieferten.

Auf eine Saisonzusammenfassung verzichten wir an dieser Stelle, da es diese zum kommenden Final-Heimspiel gegen Hiesfeld in unserer Hafenpost zu lesen gibt. Auch wenn vermutlich der Großteil von uns allen froh ist, diese Saison endlich hinter sich zu bringen, appellieren wir hiermit nochmals an ALLE, am Donnerstag in diesem extrem wichtigen Spiel nochmals ALLES aus sich herauszuholen, um den Niederrheinpokal dahin zu holen, wo er hingehört: Nach Duisburg!