Bericht: MSV – TV Jahn Hiesfeld (5:2)

Niederrheinpokalsieger 2014!

 

Es ist vollbracht! Der erste Titel nach der Amateurmeisterschaft von 1987 reiht sich in unsere kleine Trophäen-Vitrine ein. Doch es war, wie erwartet, fast 60 Minuten lang eine extrem zähe Angelegenheit im mit 24.002 Zuschauern bestens gefüllten Wedaustadion. Nach dem Rückstand in Minute 49 verspürte man den inneren Drang, ähnlich wie schon beim 1:0 Rückstand in Essen, die Mannschaft komplett vom Hof jagen zu wollen. Zum Glück fiel postwendend der Ausgleich, was den Startschuss zur Aufholjagd bedeutete. Die bis dato sehr frech aufspielenden Hiesfelder brachen ein und die Torschützen Bollmann, Bajic, Gardawski, Lekezis und Wolze rückten das Kräfteverhältnis wieder gerade. Den Anschlusstreffer zum 5:2 Endstand interessierte, ebenso wie der Platzverweis von Bajic, keine Sau mehr. Alles bereitete sich auf das ultimative Feiern vor – wer kann schon von sich behaupten, den MSV eine Trophäe in die Luft strecken zu sehen?

Am 15.05.2014 durften wir es tatsächlich alle miterleben. Binnen Minuten war der Platz nach dem Schlusspfiff von blau-weißen Fans überflutet. Es war dieser Moment, wenn du auf den Rasen stürmst, gemeinsam mit einigen Spielern feierst und dir bewusst wird, dass du hier etwas wahrscheinlich einmaliges erlebst. Wir reden hier nicht vom Aufstieg, wir reden hier nicht von einem erreichten internationalen Platz oder gar von anderen, großen Trophäen. Nein, wir reden vom Sieg des Niederrheinpokals, zu welchem 24.000 Menschen unter der Woche ins Stadion kamen. Das ist Duisburg, das ist der MSV!

Auch auf der Nordkurve gab es einiges zu bestaunen. Eine riesige Blockfahne, welche sich über beide Ränge erstreckte, wurde in Anlehnung an die beiden anderen bisher größten Vereinserfolge, der Vizemeisterschaft von 1964 sowie der bereits erwähnten Amateurmeisterschaft von 1987, zum Einlaufen der Mannschaften präsentiert. Auch zum Anpfiff der zweiten Halbzeit gab es eine Aktion auf der gesamten Nord, welche aus einem großen Konfettiregen bestand. Optisch gab es also ordentlich Highlights, während man akustisch, bedingt durch die hohe Erwartungshaltung und dem vielen Event-Volk, etwas unter seinen Möglichkeiten blieb.

Nun zählt nur noch ein Datum, welches uns den Weg für die kommenden Jahre aufzeigen wird: Der 27.05.2014. Der Tag der Lizenzentscheidung. Es ist dieses Gefühl der Ohnmacht, welches einem überkommt. Man kann im Prinzip nichts tun außer abwarten und hoffen. Vielleicht noch beten. Aber viel mehr auch nicht…