Bericht: MSV – DSC Arminia Bielefeld (1:1)

Wieder nur Remis


Der 6. Spieltag bescherte uns die bereits zweite englische Woche dieser noch jungen Saison. Hierzu begrüßten wir die Arminia aus Bielefeld an der Wedau. Was haben der MSV und Bielefeld gemeinsam? Mehr als man auf dem ersten Blick erwarten würde… So führte Roland Kentsch beide Vereine hintereinander in den finanziellen Ruin. Beide Mannschaften gehören vom Potenzial und vom Anspruch her definitiv nicht in diese Liga und träumen unlängst von besseren Zeiten. Doch, wie die Realität es so will, trifft man sich nun an einem Mittwochabend in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Ordentliche 13.416 Zuschauer strömten an die Wedau, darunter gut 1.600 Ostwestfalen. Unsere Zebras begannen, wie zuletzt oft vor heimischer Kulisse, recht druckvoll mit dem Anspruch, das Heft sofort in die Hand zu nehmen. In der 24. Minute schickte der bärenstarke Albutat Mitspieler Kevin Wolze mit einem Sahnepass auf Reisen, dieser behält die Übersicht und schiebt alleinstehend vor dem Tor dem besser postierten King Onuegbu die Pille zu, welcher eeeeendlich seine lange Torflaute beenden konnte. 1:0! Doch mit dem Halten einer Führung taten sich die Zebras in dieser Saison stets schwer, weshalb auch diesmal nur 14 Minuten später nach einem reinen Fehler-Festival in der Hintermannschaft der Ausgleich hingenommen werden musste. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die 
Kabinen.
In der zweiten Halbzeit gehörte uns zwar die optische Überlegenheit, doch hochkarätige Chancen wurden keine mehr erspielt. Kurz vor Schluss hatten wir sogar Glück, dass ein Distanzschuss der Gäste von der Latte wieder ins Feld, und nicht ins Tor sprang. Nach 90 Minuten stand eine erneute Punkteteilung auf dem Papier. Eindeutig zu wenig, um in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen zu verweilen.

Nun zum Thema Stimmung. Tja… Die war bis zum Führungstor auf unserer Seite auf einem passablen Niveau, ehe spätestens nach dem Ausgleichstreffer endgültig nicht mehr von „Support“ gesprochen werden konnte. Nach einer Ansage unseres Capos in der Halbzeit besserte sich das Niveau im Stimmungsblock zwar und auch der Oberrang trug 2-3 Gesänge lautstark mit, aber insgesamt war das schon ziemlich dürftig auf der Nord. Die Gäste hingegen zeigten in den ersten 45 Minuten ihren wohl lautstärksten Auftritt in Duisburg. In der zweiten Hälfte konnten die Bielefelder nicht mehr an die gute erste Hälfte anknüpfen, jedoch verblieb ein positiver Gesamteindruck. 

Nun heißt es für unsere Mannschaft, beim nächsten Spiel in Köln endlich einen Dreier einzufahren, um endlich aus dem unteren Drittel der Tabelle rauszukommen. Kämpfen Zebras!