Bericht: Energie Cottbus – MSV (2:0)

Unglückliche Niederlage

Es ist tatsächlich passiert: An diesem Wochenende riss in Cottbus die Serie von 12 ungeschlagenen Liga-Spielen in Folge. Sicherlich kein Beinbruch wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften auf absolutem Top-Niveau agierten und der Sieger diesmal einfach etwas mehr Glück auf seiner Seite hatte.

Wir begaben uns mit einem bestens gelaunten Doppelstocker in die weiteste Auswärtsfahrt des Jahres. Freute man sich einerseits auf einen Ground, dessen akustische Gegebenheiten in der Vergangenheit selbst bei einer geringen Anzahl an Mitfahrern zu gefallen wussten, sträubten sich andererseits bei den total peniblen und fanunfreundlichen Gästeblock-Bestimmungen bereits im Vorfeld die Haare. Vor Ort durfte ein Megafon nur nach Abgabe von Personalien mitgeführt werden, weshalb wir selbstverständlich das Megafon direkt wieder im Bus verstauten.
Unmittelbar nach Anpfiff entwickelte sich ein sehr munteres Spiel, da beide Mannschaften nicht groß taktierten und den direkten Weg zum Tor suchten. So kamen auch beide Mannschaften zu zahlreichen hochkarätigen Torchancen, welche jedoch in Halbzeit 1 allesamt nicht verwertet wurden.
In der 59. Minute entschied ein Pfiff des Schiris das Spiel frühzeitig: Ein Cottbuser wurde von Dum im Strafraum leicht zu Fall gebracht und der zweifelhafte Pfiff bedeutete folglich Elfmeter. Dieser konnte von den Gastgebern verwandelt werden. Folglich drückten unsere Zebras noch mehr aufs Gaspedal, aber es half alles nichts. Kurz vor Schluss machten die Ossis über einen Konter den Sack mit dem Treffer zum 2:0 zu.

Im mit gut 300 Duisburgern gefüllten Gästeblock positionierten sich die beiden Hauptgruppen kompakt im unteren Bereich, jedoch konnte das Potenzial nicht so ausgeschöpft werden wie in der Vergangenheit. War zwar ständig Sound und Bewegung drin, doch die ganz große Durchschlagskraft fehlte etwas. Nach dem Rückstand folgte eine geile Reaktion des Gästesektors, welcher noch eine kleine Schippe drauf legen konnte. Nach Abpfiff wurde das Team trotz der Niederlage zurecht mit Applaus verabschiedet. Mund abwischen, weitermachen!