Bericht: Kiel – MSV (1:0)

Unnötige Pleite im hohen Norden

Am 18.Spieltag führte uns der Kalender an die Küste und bereitete uns eine schöne Tour nach Kiel. Um den Geldbeutel weiter zu entlasten und weil Zug fahren zwischendurch einfach Bock macht, entschieden wir uns im Vorfeld dazu per WET anzureisen. Hierzu riefen wir nur gruppenintern aus. Knapp 60 Zugfahrer konnten trotz mehrfacher Umstiege völlig ohne polizeiliche Begleitung die achtstündige Hinfahrt auf sich nehmen. Wenn das mal immer so entspannt ablaufen würde!
Am Kieler Hbf angekommen, warteten noch ein paar Zebras auf uns, sodass wir mit ihnen gemeinsam den Weg mit bereitgestellten Bussen zum Stadion antraten. Völlig unverständlich trennten die Cops unsere Gruppe in 2 Busse, obwohl wir ganz locker in einen Bus gepasst hätten. Ehe wir dies bemerkten und aussteigen wollten, verschlossen sich panisch die Türen und der Busfahrer fuhr energisch los. Danke liebe Cops, danke.

Wir betraten das Kieler Stadion erst relativ spät, sodass wir uns nicht mehr in die Mitte des Gästeblocks platzieren konnten. Folglich standen beide Stimmungsblöcke ziemlich weit auseinander, was dazu führte, dass man im Verlaufe des Spiels eher im Kanon als mit einer synchronen Stimme supportete. Leider ein Rückfall in Zeiten aus der letzten Saison, die eigentlich keiner gutheißen kann. Unsere Gruppe machte das Beste draus und ging vor allem im zweiten Abschnitt gut ab. Im mit 550 Duisburgern gefüllten Gästeblock konnten immerhin ein paar Wechselgesänge laut vorgetragen werden, das war´s dann aber auch schon.

Spiele gegen Kiel waren in der Vergangenheit immer eine sehr knappe Angelegenheit. Auch diesmal ließen beide Mannschaften wenig anbrennen. Wir drückten ab der 60. Minute gehörig aufs Tor, doch der Ball wollte eher reingetragen als reingeschossen werden. Wahrscheinlich würde der erste Fehler einer Mannschaft entscheidend bestraft werden und genau diesen Fehler begingen wir in der 89. Minute, als Janjic den Ball im Mittelfeld verlor und der anschließende Konter der Gastgeber den etwas glücklichen Treffer zum 1:0 Entstand markierte. Selbst in der Nachspielzeit trafen wir noch den Pfosten, aber es hatte einfach nicht sein sollen. Enttäuscht betraten wir die Rückfahrt in den Pott an, welche wieder ohne Bullenbegleitung und nach Verdauen der Niederlage auch mit ordentlichen Wagonpartys ablief. Für ein paar wenige Mitreisende unserer Reisegruppe dauerte die Rückfahrt wesentlich länger als sie erhofften. Man munkelt, dass ihr Alkoholpegel die vielen Umstiege irgendwann nicht mehr verkraften konnte. Am Ende sind jedoch alle gesund angekommen.

Fazit: 3 Punkte für die Fahrt, 0 Punkte fürs Spiel.