Bericht: MSV – FC Hansa Rostock (2:2)

Duisburg schenkt Rostock 2 Punkte zu Ostern

Ostersonntag, die Sonne schien und der Gegner brachte endlich mal ein paar Emotionen mit sich. Dementsprechend heiß war man in Duisburg nach der öden Länderspielpause. Starke 15.630 Zuschauer fanden den Weg ins Wedaustadion, um den nächsten Schritt in Richtung Platz 2 oder 3 in Angriff zu nehmen.


Zum Einlaufen der beiden Traditionsvereine präsentierte die Kohorte eine Choreo bestehend aus Bannern und Wurfrollen. Nur wenige Minuten später stellten wir klar, dass es keine Solidarität mit dem Kunstprodukt aus Leipzig geben darf. Das Spiel gestaltete sich wie gehabt: Duisburg am Drücker, die abstiegsbedrohten Rostocker von Ex-Coach Baumann stellten sich hinten rein. Nach ein paar gefährlichen Situationen klingelte es in Minute 42 erstmals, als unser Top-Wintertransfer Dausch trocken aus 20 Metern abzieht und den Ball unhaltbar in die Kiste jagt. In der Euphorie vergaßen unsere Zebras, die sonst gewohnte Ordnung beizubehalten und fingen sich direkt im Anschluss den sehr unnötigen Gegentreffer ein. Mit dem 1:1 ging es auch in die Kabine.
Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit tauchte in der Nord eine Zaunfahne verkehrt herum auf, die vor einiger Zeit den Besitzer gewechselt hatte. Nur 3 Minuten später klingelte es schon wieder: Onuegbu behält als einziger in einer chaotischen Situation im Strafraum den Überblick und schiebt die Kugel zur erneuten Führung ins Tor! Endlich wurde es etwas lauter an der Wedau, zuvor pendelte sich die Stimmung unsererseits auf einem mangelhaften Niveau ein. Dies sollte sich auch nicht großartig ändern, da bereits in Minute 50 der erneute Ausgleichstreffer hingenommen werden musste. Unser Rata gab sich an diesem Tag in österlicher Geberlaune und schenkte den Ossis ihren zweiten Treffer.
Kurz vor Abpfiff hätte Gardawski die Murmel aus wenigen Metern Torentfernung über die Linie drücken müssen, doch das Endergebnis da oben verrät, dass er es leider nicht schaffte.
2:2 und keiner wusste warum. Trotzdem wurden die Meidericher mit Applaus verabschiedet.
Weiter, immer weiter!

Die Gäste von der Ostsee reisten zahlreich an die Wedau. Knapp 2000 Ossis bevölkerten ihren Gästebereich, welcher mit reichlich Zaunfahnen und einigen großen Schwenkern sehr ansehnlich beflaggt wurde. Unterm Strich sprang am Ende der wohl beste Auftritt seit einigen Jahren hier bei uns heraus. Schade, dass Rostock sich nicht für das Zeigen der Usedom-Zaunfahne interessierte. So kam es auch zu keinerlei erwähnenswerten Ereignissen rund um das Spiel.