Bericht: Dresden – MSV (0:2)

Zebras landen Bigpoint in der Zone

Es geht zur Zeit Schlag auf Schlag. Nach dem gelungenen Besuch der Amateure am vergangenen Donnerstag stand das nächste auswärtige Sonntagsspiel der ersten Mannschaft auf dem Programm. Im Rudolf-Harbig-Stadion trafen am 34. Spieltag Dresden und unser MSV aufeinander. Während es für die Sachsen nur noch um die goldene Ananas geht, heißt es für Meiderich den Anschluss an Platz 2 zu halten.

In den frühen Morgenstunden fuhr ein bestens gefüllter Bus der PGDU gen Osten. Den Gästekäfig erreichten wir ohne besondere Vorkommnisse. Leider schafften es nur 350 Ruhrpottkanaken in den Gästeblock, die jedoch spätestens in der zweiten Hälfte auf sich aufmerksam machen konnten. Die Blau-Weißen auf dem Rasen kamen gut in die wichtige Partie, jedoch baute man den Gastgeber im Verlauf der ersten Hälfte durch ein ungenaues Aufbauspiel unnötig auf. Die Ossis machten nicht den Eindruck, als würden sie nur ihren Stiefel runter spielen wollen. Zur Pause ging es mit einem etwas glücklichen 0:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel hatten beide Teams gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Doch in der 68. Minute fiel die kleine Vorentscheidung zu unseren Gunsten: Nach einer Wolze-Flanke köpfte Bajic den Ball vors Tor, wo King Onuegbu nur darauf wartete, den Ball hinter die Linie zu drücken. Der Nigerianer setzte sich durch und man führte in Dresden! Nur 10 Minuten später legte Duisburg nach, als Janjic einen fälligen Strafstoß zur 0:2-Führung verwandelte. Selten hatte man einen derart effektiv spielenden MSV in so einer engen Partie erlebt. Am Ende hätte der Sieg noch höher ausfallen können, doch auch das 2:0 nahmen wir mehr als gerne wieder zurück in den Pott! Nach über 2 Jahrzehnten gelang Duisburg wieder ein Auswärtssieg bei Dynamo.

Die Schwarz-Gelben unter den 22.535 Zuschauern im Dresdener Stadion sorgten vor allem in strittigen Schiedsrichtersituationen für eine aufgeheizte Atmosphäre. Der heimische K-Block konnte nicht ganz die hohen Erwartungen erfüllen. Sehr lauten Passagen und ein imposanter Armeinsatz folgten immer wieder leisere Phasen. Nach dem 0:2 aus deren Sicht konnte sich auch der Gästeblock Gehör verschaffen. Klar, die Heimkurve schwieg und der Gästeblock tanzte und tobte.
Auch die Abreise in den Pott gestaltete sich problemlos, sodass nach Mitternacht wieder der heimische Boden betreten wurde.

Fotos: PGDU;  MSV Duisburg Fotostrecken