Bericht: MSV Amateure – Wuppertal (1:1)

 

Ein guter Tag für die Amateure, ein guter Tag für die Sektion Stadionverbot

Da das ursprünglich terminierte Spiel unserer Amas gegen den WSV dem miesen Wetter zum Opfer fiel, wurde eben jenes am 23.04. nachgeholt. Ein frühlingshafter Donnerstagabend bot sich auch definitiv eher an als ein verregneter und stürmisch-winterlicher Abend. Unserem Aufruf folgten zwar nur knapp über 500 MSV-Fans, darunter aber 100 aus unseren Gruppenkreisen. Das Besondere an diesem Abend war nicht nur der Umstand, dass im Wedaustadion und nicht in Meiderich gebolzt wurde, sondern auch, dass unsere Stadionverbot´ler endlich wieder Stadionluft im Kreis ihrer engsten Freunde schnuppern durften. Voller Vorfreude beflaggten wir den Stimmungsblock mehr als üppig. Dabei erblickte eine neue Zaunfahne das Licht der Welt, welche in Eigenregie von der Sek SV erstellt wurde.

Unser Support in den 90 Minuten gestaltete sich im absoluten PGDU-Style: Eine gute Mischung aus melodischen Liedern und Schlachtrufen aus dem Bereich der Profis und dem Repertoire des Amateur-Liedguts, Pogo-Einheiten, Pöbeleien gegenüber den Gästefans, der Gästemannschaft, den Auswechselspielern der Gästemannschaft und ein neu umgedichtetes Lied zu Ehren der Amateure. Es machte unglaublich viel Spaß, mit den Jungs zusammen im Block freizudrehen, die seit einigen Monaten kein Stadion mehr betreten dürfen. Diese Momente sind für alle Gruppenmitglieder von hoher Bedeutung, um die noch vor uns liegende Zeit ohne die Ausgesperrten so gut es geht zu überbrücken. In der Halbzeitpause wurde zudem offiziell verkündet, dass die Amas auch in der nächsten Saison in der 5. Liga am Ball bleiben werden. Dies stand aus wirtschaftlichen Gründen zuvor noch in den Sternen.

Obwohl unsere Amas ein über weite Strecken sehr gutes Spiel mit zahlreichen Tormöglichkeiten ablieferten, reichte es am Ende vor 777 Zuschauern nur zu einem 1:1 Remis. Egal, gefeiert wurden die Jungs in Blau-Weiß trotzdem.

Der Gästeanhang aus Wuppertal enttäuschte etwas, da gerade mal 250 Gestalten ihren Sektor bevölkerten. Ultras Wuppertal waren nur in der Zeit von der 60.-75. Minute bei uns zu vernehmen, anscheinend hatten Bahn-Streik und Stadtverbote einen spürbar negativen Einfluss auf ihren Auftritt.

Nach Abpfiff verbrachten wir noch ein bisschen Zeit im bereits gedämmten Licht des Wedaustadions, dann war´s leider Zeit für die Sek SV, sich vorerst von ihrem Wohnzimmer zu verabschieden. Eure Zeit wird kommen Jungs, stabil bleiben!