Bericht: MSV – SC Preußen Münster (2:1)

 

Duisburg schnuppert allmählich Zweitliga-Luft

Die Rahmenbedingungen für ein sonntägliches Fußballfest waren gegeben. Der Konkurrent aus Kiel spielte nur Remis in Bielefeld und mit den Preussen aus Münster kam ein sportlich und vom Namen her interessanter Gegner an die Wedau. Dazu diese Kulisse: 22.763 Zuschauer strömten ins Wedaustadion, um Duisburg in Liga 2 zu brüllen. Rekord für den MSV in Liga 3. Man kann jedoch davon ausgehen, dass dieser in 2 Wochen im wohl alles entscheidenden Spiel gegen die Kieler wieder gesprengt wird.

Mit einer schönen Choreografie wurde das traditionsreiche West-Duell gegen Münster eingeläutet. „Jeder Gegner rennt davon, im Wedaustadion“. Kann man beim Blick auf die Statistik so bestätigen: Immer noch ist der MSV in der laufenden Saison daheim ungeschlagen. Die Nordkurve legte auch gleich los wie die Feuerwehr und sowohl Stimmungsblock, als auch Oberrang konnten die aufsteigende Form des letzten Heimspiels ausbauen. Trotz eines Hängers Mitte der ersten Hälfte, konnte man in Halbzeit 1 mit dem akustischen und optischen Auftritt zufrieden sein. Unsere Mannschaft nahm sich die Unterstützung zu Herzen und hatte das Spiel im Griff. In der 38. Minute folgte die erste Jubelexplosion, als Dennis Grote in seiner unnachahmlichen Art einen Ball volley ins Tor jagte. „Ausgerechnet“ Grote. Normalerweise treffen unsere Ex-Spieler immer gegen uns, diesmal sollte es ausnahmsweise umgekehrt laufen. Auch schön. Mit viel Applaus wurden die Zebras in die Kabinen verabschiedet.


Nach dem Pausentee versuchten die Gäste alles, um den Ausgleich zu erzielen und kamen dabei auch zu zwei guten Möglichkeiten. Die knappe Führung und der Druck seitens der Gäste lähmte die Stimmung in der Nord zunehmend. Erst in den letzten 15 Minuten, als unsere Meidericher für Entlastung sorgten, wurde es wieder richtig laut. In der 87. Minute fegte der nächste Jubelorkan über die Wedau: Wolze bolzt den Ball nach vorn, wo Onuegbu seinen bulligen Körper einsetzt und aus 8 Metern die Kugel gezielt ins Tor zirkelt. Die ganze Anspannung der letzten halben Stunde entlud sich in diesem Torjubel. Der Sack war zu, Duisburg springt auf Platz 2!

Die gerade mal 800 mitgereisten Münsteraner, die sich auf Ober- und Unterrang aufteilten, konnten eher selten auf sich Aufmerksam machen. Die Luft schien da drüben aufgrund des Saisonverlaufs endgültig raus zu sein.

Die Momentaufnahme der aktuellen Tabelle gibt uns Duisburgern natürlich allen Grund zu Freude. Doch in den nächsten drei Spielen kann noch alles passieren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir ALLE wie in den letzten Wochen die Mannschaft mit aller Entschlossenheit weiter motivieren und unterstützen. Fahrt nach Erfurt, kommt zum Knallerspiel gegen Kiel, fahrt nach Wiesbaden und schreit euch die Kehle aus dem Leib! Für Duisburg und den Spielverein!