Bericht: 1. FC Heidenheim – MSV (1:0)

Zebras belohnen sich nicht für ihren Einsatz

Nach dem langersehnten ersten Dreier der Saison vor der Länderspielpause erhoffte man sich in Düssbuich eine kleine Serie zu starten, um langsam aber sicher dem Tabellenende zu entkommen. In freudiger Erwartung reiste unser 50er Reisegefährt bei Dunkelheit und Kälte gen Süden und erreichte das Dörfchen Heidenheim bei Helligkeit und Kälte. Der schon gut bestückte Zaun wurde mit unseren Zaunis endgültig vollgeballert und man vertrieb die letzten Minuten bis zum Anpfiff mit ersten Gesängen.

In den ersten 20 Minuten des Spiels fragte man sich, ob unsere Truppe auf dem Rasen mental überhaupt aus dem Bus gestiegen war. Die Gastgeber drückten, hatten 2-3 sehr gute Tormöglichkeiten und unsere Abwehrreihe schwamm was das Zeug hielt. Dennoch konnte man die erste Drangphase unbeschadet überstehen. Anschließend kam Meiderich immer besser ins Spiel, sodass man den Gegner bis zum Halbzeitpfiff weit weg vom eigenen Tor halten konnte.
Die in schwarz-rot aufspielenden Zebras kamen nach dem Seitenwechsel diesmal gut aus der Kabine und hätten nach den 1000%igen Möglichkeiten von Onuegbu und Grote in Führung gehen müssen. MÜSSEN. Denn wenn du auswärts freistehend vor dem Tor so Dinger nicht reinhaust, wirst du als Tabellenletzter nun mal bestraft. So kam es wie es kommen musste: Nach dem gefühlt 100. Abschlag von Rata ins Seitenaus schalteten die Gastgeber schnell um und Skarke haute den Ball unhaltbar in der 83. Minute ins Netz. Dass der MSV sich von diesem Nackenschlag nicht mehr erholen konnte, war schnell klar und somit musste man sich mit der nächsten Auswärtspleite abfinden. Bitter, da viele Abstiegskonkurrenten zuvor gut punkten konnten. Die rote Laterne wird also noch eine Zeit lang in Meiderich bleiben…

Im mit knapp über 400 Duisburgern gefüllten Gästeblock konnte der Ultràhaufen optisch und vom Einsatz her überzeugen, wirklich laut konnte es jedoch nur werden, wenn noch die restlichen 250 Menschen in die Gesänge einstiegen. Dies war nur in der 2. Hälfte gelegentlich der Fall, weshalb man akustisch keine Bäume ausreißen konnte. Den Heimblock vernahm man sehr selten auf unserer Seite. Die Unitas Aquileiae zeigten sich nur beim Zeigen diverser Spruchbänder sehr aktiv.

Zum nächsten Heimspiel gegen die dreckigen Schlacker Freunde ist Siegen erneut Pflicht, wenn man nicht mit einer 100%igen Garantie auf einem Abstiegsplatz überwintern will.