Bericht: MSV – 1. FC Nürnberg (0:0)

Nullnummer an der Wedau bringt Zebras nicht weiter

Am 12. Spieltag gastierte der Glubb an der Wedau. 16.418 Zuschauer wollten sich den Kick am frühen Samstagnachmittag nicht entgehen lassen. Beide Teams standen gehörig unter Druck. Die Schlakker Freunde brauchten den Sieg, um sich vom Tabellenmittelfeld zu befreien, während ein Sieg auf unserer Seite den Kontakt zum Relegationsplatz wiederhergestellt hätte.
Vor der Partie präsentierte die Kohorte auf der Nord eine Choreografie im Rahmen der „Fare Actionweek“, während die knapp 2.000 Gäste, worunter sich selbstredend jede Menge Blaues Pack gesellte, mit einem schönen Fahnenintro punkteten. Man merkte dem Geschehen auf dem Spielfeld und auf den Rängen an, dass beide Teams einen unbefriedigenden Saisonverlauf durchmachen. Die Stimmung auf unserer Seite war in der ersten Hälfte ziemlich mies, bei den Gästen flachte die recht laustarke Anfangsphase auch schnell ab. Somit passten sich die Kurven so ziemlich dem mauen Spiel auf dem Rasen an.
Zum Intro in Halbzeit 2 thematisierten wir via (zugegebenermaßen optisch misslungenem, da zu spontan gesprühtem) Spruchband die Enthüllungen rund um die Vergabe der WM 2006. Fußballmafia DFB! Unsere Truppe auf dem Rasen zeigte sich nun offensiver und konnte, angekurbelt durch „Messi“ Chanturia, ein paar gefährliche Angriffe vortragen. Endlich wachte auch der Oberrang auf, sodass zwischendurch eine gute Lautstärke erreicht wurde. Leider flachte auch dieses Hoch spätestens ab der 80. Minute komplett ab. Alles rechnete schon mit einem Remis, als in der 93. Minute plötzlich Kevin Wolze nach einer Hereingabe völlig frei vor dem FCN-Kasten steht, aber den Ball kläglich übers Tor haut. Mal wieder machte uns die schlechte Chancenverwertung einen dicken Strich durch die Drei-Punkte-Rechnung.

Am kommenden Sonntag kommt es zum ersten „Abstiegs-Endspiel“, wenn in der Arroganz-Arena zu München die Zebras zum ersten Sieg in diesem Stadion verdammt sind und auf den Tabellenvorletzten 1860 München treffen. Also Arsch aufreißen und so zahlreich wie möglich nach Bayern fahren!