Bericht: MSV vs. SV Sandhausen (3:0)

 

Zebras fegen Überraschungsteam vom Platz

Dank der mit Abstand besten Halbzeit der bislang gespielten Saison sichern sich die Meidericher einen nicht für möglich gehaltenen (hohen) Sieg über das Überraschungsteam aus Sandhausen. Profitierten eben jene Sandhäuser vor über 2 Jahren von unserem Lizenzentzug, zeigte man ihnen an diesem verregneten Sonntagnachmittag, dass mit dem MSV in Liga 2 noch gerechnet werden kann. Entscheidend dafür ist jedoch, dass bis zum Jahresende noch weitere Siege folgen, um den Anschluss an das rettende Ufer zu schaffen.

Vor Beginn der Partie wurde es kreativ im Stimmungsblock: Unter dem Motto „Lasst es Punkte regnen“ wurden blau-weiße Regenschirme aufgespannt und ein Konfettiregen ergoss sich über den kompletten Block. Der MSV brauchte ein wenig Anlauf um ins Spiel zu finden, doch nach 10 Minuten drückten sie immer mehr ihren Stempel auf das Spielgeschehen. Damit hatte die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Saison wohl nicht gerechnet. Der MSV zeigte ein gut strukturiertes Offensivspiel gepaart mit jeder Menge Laufeinsatz und ließ, bis auf ein einziges Mal, keinen Konter der Gäste gefährlich vor das eigene Gehäuse zu.
Nach Wiederanpfiff zeigten wir die schon weiter oben erwähnte beste Saisonleistung. Nach einem Ecken-Durcheinander in der 61. Minute landete der Ball bei Rolf Feltscher, der im Stile eines Mittelstürmers den Ball aus kurzer Distanz am Torwart vorbei ins Tor schob. Eeeeendlich belohnten sich die Zebras für ihr Engagement! Und es ging noch weiter: Die bislang geilste Bude der Saison gelang nur wenig später Tim Albutat, der eine maßgeschneiderte Flanke von Janjic volley im Tor versenkt. Ein Jubelorkan stürmte über die Wedau, von den Gästen war weiterhin wenig bis gar nichts zu sehen. Der nie gefährdete Sieg wurde in der 90. Minute durch Janjic selbst sogar noch zum 3:0 ausgebaut. Wer im Vorfeld der Partie Geld auf dieses Ergebnis gesetzt hatte, kann sich heute vermutlich Millionär nennen. Bis auf die weniger als 100 Hanseln aus Sandhausen gingen die 13.454 Zuschauer diesmal mehr als zufrieden nach Hause.

Die Atmosphäre auf den Rängen passte sich in der ersten Halbzeit ziemlich dem tristen Wetter und den Umständen, einen nicht annähernd ernsthaften Konkurrenten im Gästeblock vor sich zu haben, an. Einzig der Stimmungsblock war um akustische Unterstützung bemüht. Als der MSV dann in Halbzeit 2 sein Feuerwerk auf den Rasen brannte, übertrug sich das Geschehen selbstverständlich auch auf die Ränge und es konnte bis zum Schluss eine gute Lautstärke erreicht werden. Der Materialeinsatz im Stimmungsblock bewegte sich auf konstant gutem Niveau.