Bericht : Greuther Fürth vs MSV (1:1)

Zebras verdoppeln Auswärtsausbeute

Duisburg gegen Fürth. Das riecht so richtig nach 2. Liga. Damit das auch zukünftig so bleibt, hätte der MSV als Sieger vom Platz gehen müssen, um sich über den Relegationsplatz irgendwie in dieser Liga halten zu können. Trotz verschwindend geringer Hoffnung reiste am späten Freitagmorgen ein voller 50er Bus mit gut gelaunten Proud´lern an Board ins fränkische Fürth. Magere 8 Stunden dauerte unsere Reise an, weshalb wir blöderweise erst mitten in der Halbzeit im Ronhof eintrafen. Die Zaunfahnen fanden auch ihre Plätze und so musste halt in den verbleibenden 45 Minuten alles aus sich heraus geschrien werden.

Auf dem Rasen stand es noch 0:0, laut Radio und Live Ticker dominierten die Gastgeber das Geschehen, ohne dass sie daraus Kapital schlagen konnten. Bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff ereignete sich ein wahrlich seltenes Phänomen: Der MSV geht auswärts in Führung!! Wolze hämmert den Ball in Richtung Tor, der Ball wird abgefälscht und landet unhaltbar im Netz. Jetzt folgte ein wirklich emotionaler Auftritt von den 250-300 mitgereisten Ruhrpottkanaken. Flutlicht, nur der harte Kern am Start und Meiderich führt. Gute Voraussetzungen also zum Freidrehen! Auch optisch gab der Gästeblock eine gute Figur ab. Der euphorische Zustand hielt leider nur ganze 20 Minuten an, da in Minute 67 sowohl unser Kicker Holland mit Rot vom Platz musste, als auch der anschließende Elfer durch Ex-Spieler Gjasula zum Ausgleich verwandelt wurde. Ab jetzt war klar, dass die Duisburger nur noch Beton an mischen würden. Unter normalen Umständen hätte man mit einem Punkt auswärts in Unterzahl gut leben können. Da wir uns jedoch alles andere als in einer „normalen“ sportlichen Situation befinden, muss auch dieses Remis eindeutig als viel zu wenig abgestempelt werden. Es blieb am Ende beim 1:1, was uns nun wirklich nicht weiterhilft, da man mehrere SIEGE benötigt, um den direkten Anschluss an Platz 16 wiederherzustellen. Daher: Berechtigte Pfiffe und Unmutsbekundungen von vielen der Mitgereisten!
Unsere Vorzeigesportler auf dem Rasen hatten dafür überhaupt kein Verständnis und für die eine oder andere Geste unserer Profis in Richtung des eigenen treuen Anhangs hätten diese Kicker mindestens den Heimweg zu Fuß in Richtung Pott verdient gehabt. Söldnerschweine!

Der Heimanhang verabschiedete sich von seiner altehrwürdigen Haupttribüne, welche in den kommenden Tagen anrückenden Baggern zum Opfer fallen wird. Akustisch kam nur selten etwas von der Heimkurve bei uns im Gästeblock an. Nach Abpfiff merkte man den Fürthern an, dass sie den Schalter sofort auf das anstehende Derby gegen den Clubb umlegten. Wir legten den Schalter auch direkt um und schalteten in den Suff-Modus, es standen schließlich noch 6 Stunden Rückfahrt an.