Bericht : MSV vs FC St.Pauli (0:2)

Es bleibt eine rabenschwarze Rückrunde

Nein, es ist einfach nicht unsere Saison. Trotz aller Bemühungen im Vorfeld der Partie gegen St. Pauli, Fans und Mannschaft durch interne Gespräche wieder näher ran rücken zu lassen um gemeinsam das mittlerweile kleine Wunder „Klassenerhalt“ zu vollbringen, schafft es die Mannschaft nicht, im Spiel die nötige Torgefahr auszustrahlen, um einen Sieg einfach mal zu erzwingen. Wie so oft in diesem Jahr kann man der Truppe mangelnde Einsatzbereitschaft nicht abstreiten. Aber mehr denn je werden in dieser Rückrunde die Qualitätsunterschiede selbst gegen schwach aufspielende Kontrahenten mehr als deutlich. Ist man mal am Drücker, so springt oft nichts bei heraus und der nächste individuelle Patzer lauert schon auf seine Chance, dem Gegner endlich die nächste Bude aufzulegen. So auch geschehen gegen Pauli:
In unserer besten Phase treffen die Gäste mit ihrem ersten gescheiten Angriff zum vorentscheidenden 0:1 in Minute 63. Weil man selbst aus dem entfachten Druck nach vorne kein Kapital schlagen konnte und es nur eine Frage der Zeit ist, bis man das Gegentor bekommt, wenn man seit Monaten auf Platz 18 rumgammelt. Auch nach dem Gegentreffer zeigte die Truppe weiter Kampfgeist, aber anstatt den Ausgleich zu erzielen, fängt man sich in der Nachspielzeit noch das 0:2, was jedoch auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Verloren ist verloren. Die ernüchternde Bilanz von 2 mageren Pünktchen in dieser Rückrunde sprechen mehr als deutlich für sich und gegen uns.

Knapp über 20.000 Zuschauer verfolgten bei bestem Wetter die Begegnung zwischen den beiden Traditionsvereinen. Bemerkenswert weiterhin, mit welcher Geduld das Duisburger Publikum mit der fast aussichtslosen sportlichen Situation umgeht. Es wurden fast keine Pfiffe vernommen und der Zuschauerzuspruch ist weiterhin absolut in Ordnung. In Sachen Stimmung merkt man jedoch, wie sehr der Stimmungsblock momentan auf sich alleine gestellt ist. Viel zu selten wachen der Oberrang oder andere Tribünenbereiche auf, um die gewünschte Lautstärke für einen guten Heimauftritt zu erreichen.
Vor dem Anpfiff zeigte Kohorte im Stimmungsblock eine Choreo zum Thema „Fankultur“ bestehend aus einer Blockfahne und anschließendem Schnipsel- und Ballonintro. Im Spielverlauf holte man über weite Strecken das Maximum aus der jetzigen Situation heraus, viel mehr Luft nach oben ist einfach unter diesen Umständen nicht mehr.
Die gut über 3.000 angereisten Zecken konnten ab und an bei uns vernommen werden, jedoch konnte man zu keiner Zeit an die guten vergangenen Auftritte im Wedaustadion anknüpfen. Scheinbar macht sich die Vielzahl der Stadionverbote auf Seiten der USP und Konsorten mehr als bemerkbar.

Zum Glück bleibt nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken. Bereits am Mittwoch geht es in Frankfurt weiter. Wir verabscheuen die Anstoßzeit an einem Nachmittag unter der Woche. Für fangerechte Anstoßzeiten!!