Bericht: MSV – Cottbus

Schiri klaut den siebten Heimsieg

Es war ein Montag an dem der gloreiche Meidericher Spielverein sein siebtes Heimspiel antreten „durfte“. Gegner am 13. Spieltag der direkte Verfolger Energie Cottbus. Mit einem Sieg konnte man ein Loch von 5 Punkten zwischen sich und den Lausitzern klaffen lassen. Mit einer Niederlage hatten die Gäste die Chance am unseren Zebras vorbeizuziehen. Ab rund 18 Uhr liefen mehr und mehr die bekannten Gesichter am Container ein und stimmten sich auf die bevorstehenden 90 Minunten im Rund des Wedaustadions, welches man ca. eine Stunde später betrat ein. Insgesamt fanden enttäuschender Weise wieder nur knapp 11.000 Zebras den Weg an die Wedau. Gründe wie Vereinspolitik, Anstoßzeit, Liveübertragung im TV, all das sollte dieser sich für den MSV zerreißenden Mannschaft doch nicht den verdienten Lohn nehmen.
Stimmungsmäßig hatten die anwesenden Blau-weißen einen wirklich guten Tag erwischt. Trotz zwischenzeitlichem Rückstand sprang der Funke von den Elf kämpfenden Zebras auf dem Platz über weite Strecken der Partie auf die Nordkurve über. Immer wieder wurde es mit den bekannten Gesängen richtig laut. Ein wirklich netter Auftritt – trotz oder vielleicht gerade wegen der wenigen Zuschauer. Die elf Zebras auf dem Platz dankten es erneut mit einer Topleistung. Am Ende reichte es aber zum ersten Mal in dieser Saison auf heimischem Boden „nur“ zu einem Punkt. Ein 0:1 wurde in eine zwischenzeitliche 2:1-Führung gedreht. Nur kurz darauf folgte der unglückliche Ausgleich. Ein Punkt mit dem man trotzdem Leben kann – Wäre da nicht die Tatsache, dass zum wiederholten Male der Schiedsrichter dem Endergebnis seinen Stempel mitaufgesetzt hatte. So verweigerte er dem Meidericher Spielverein durch einen glasklaren, aber nicht gegebenen Elfmeter sowie einigen anderen äußerst zweifelhaften Entscheidungen bereits eine frühere Führung.
Auf Cottbuser Seite belagerten, trotz der beschissenen Terminierung des DFB’s etwa 300 Fans den Gästeblock. Von einem wahren Szenenbild allerdings wenig zu erkennen. Nach dem Spiel gab es von unserer Seite aus noch eine bildliche Verabschiedung unseres, von Jedermann geliebten Präsidenten, der doch offiziell schon lange das Handtuch schmeißen wollte. Daran beteiligte sich nahezu der komplette Stimmungsblock.
In den Köpfen bleibt eine Mannschaft die erneut die Herzen der Fans gewonnen hat – hoffentlich endlich auch derer die wieder nicht im Stadion waren – , ein stimmungsmäßig guter Auftritt des Meidericher Anhangs, ein scheiss Schiedsrichter und der Ausblick auf das kommende Highlight bei dem Ligaprimus in Berlin. Am kommenden Samstag gastieren die Zebras bei der Hertha – chancenlos sind sie dort mit der selben Einstellung wie zuletzt keineswegs.

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