Bericht: Eintracht Frankfurt – MSV (3:0)

Blicken wir einen Spieltag zurück. Im Wedaustadion spielten sich beim 3:1 Sieg gegen Ingolstadt, welchen man am liebsten in Anführungszeichen setzen wollen würde, bizarre Szenen ab.
Das Team aus Meiderich verspielte sich in Hälfte 1 jeglichen Kredit, den die Nordkurve der Mannschaft schon vorbildlich gönnte. Aberwitzig schafften es die Ingolstädter, sich noch dämlicher anzustellen als unsere Truppe und man durfte letztlich einen 3:1 Sieg erleben, der sich eher wie eine 0:4 Klatsche anfühlte.
Zu allem Überfluss mussten wir heute zum Ligaprimus Eintracht Frankfurt reisen. Ligaprimus nicht unbedingt aufgrund der tabellarischen Situation, sondern aufgrund des Etats, welches in Duisburg nichtmals nach Etablieren in Liga 1 zu erreichen wäre. Nebenbei ist die SGE in dieser Saison noch ungeschlagen. Gerne spricht man bei solchen Duellen von David gegen Goliath.
Die Vorzeichen standen also alles andere als gut, was sich auch im Endergebnis wiederspiegeln sollte.
Duisburg reiste mit 900 Mann zur Metropole an den Main. Sicherlich eine Zahl, welche aufgrund des guten Termins enttäuscht. Zu erklären ist die Zahl natürlich anhand der sportlich und mannschaftlich desaströsen Saison. Der Mob kam pünktlich in Frankfurt an und beflaggte den Zaun recht ansprechend. Bis zum 1:0 kann man mit dem Auftritt des Gästeblocks durchaus zufrieden sein, supportete ein kompakter Kern in der Mitte des Blocks sehr ausgiebig und bei internen Echos und Klatscheinlagen konnte eine ansprechende Lautstärke erreicht werden.
Pro kassiertes Gegentor sank mehr und mehr die Mitmachquote, bis nach dem 2:0 der Support für die Mannschaft eingestellt wurde. Nun wurde die „Mannschaft“ endgültig zum Teufel geschickt.
Wir sind Duisburger, und ihr nicht! Es ist das 3. Mal hintereinander, dass der Meidericher Spielverein in Frankfurt richtig auf den Sack bekommt.
Die Heimkurve kam überraschender Weise erst nach dem 3:0 auf gewohnte Betriebstemperatur. Zuvor hat man von der Nordwestkurve sowohl optisch (außer der Zaunbeflaggung) als auch akustisch mehr erwartet.
Während der Rückfahrt wurde überlegt, in wie fern der Mannschaft nun ein prägnantes Signal übermittelt werden kann. Schöne Zaunstürme sowie Einstellen des Supports scheinen keine Wirkung zu zeigen. Am Mittwoch wartet das 2.Rundenspiel des DFB-Pokals bei Holstein Kiel. Ein durch und durch attraktives Los. Trauriger weise muss man sich aufgrund der momentanen Verfassung der Meidericher sogar ernsthaft über das Weiterkommen im Pokal sorgen machen….