Bericht: MSV – 1860 München (0:3)

Auch ohne Sasic keine Punkte

Es war einiges los im Wochenverlauf an der Wedau. Nach Pleiten Pech und Pannen kam das was kommen musste. Im Anschluss an das peinliche Pokalaus in Kiel musste Milan Sasic die Segel streichen. Ein Zeichen, dass im Geschäft schließlich gesetzt werden musste. Auch wenn Sasic mit dieser Truppe wohl der ärmste Kerl von allen war. Zusätzlich wurde von Vereinsseite verkündet, dass sowohl Ivo Grlic als auch Ennatz Dietz intern in die Führungsetage aufsteigen würden. Aber stellt sich aktuell die Frage ob all das überaupt noch Grund zur Hoffnung gibt. Zu beängstigend ist momentan die Realität auf dem Platz und vor allem auch hinter den Kulissen. Genau wegen der finanziellen Misere versammelte sich ein Teil der Duisburger Fanszene, egal ob Ultra oder Kutte am heutigen Heimspieltag eine dreiviertel Stunde vor Anpfiff auch vor der Hauptribüne des Wedaustadions. In einem stillen Protest sollte die Führungsetage des Vereins aufgeweckt werden. Wir wollen endlich einen Einblick in das haben was sich hinter den Fassaden bei unserem geliebtem MSV abspielt. Nach den stillen Minuten des Schweigens, geschmückt von zahlreichen Spruchbändern begab man sich geschlossen in die Nordkurve. Rund 11.000 Fans hatten bei bestem Spätherbstwetter den Weg an die Wedau gefunden. Und es war einem großteil der Anwesenden anzumerken, dass er nicht so recht wusste wie er mit der aktuellen Situation umgehen sollte. Schweigen, Pöbeln, Anfeuern … , dass kann im Moment wohl nur jeder für sich selbst entscheiden. Wir als Proud Generation hatten für uns im Vorfeld beschlossen uns dem bisher von der Mannschaft gezeigten anzupassen: „Nichts tun“. So stellte man den Support seitens unserer Gruppe für dieses Spiel geschlossen ein. Der Support des Stimmungsblock blieb dagegen zum Großteil bestehen. Und tatsächlich muss man der Mannschaft zugestehen, dass sie heute definitv wollte. Allerdings scheint es im Moment einfach nicht zu reichen. Und alls wenn das Übel nicht schon schlimm genug wär kam jetzt auch noch eine ordentliche Portion Pech dazu. Das 0:3 fiel im Endeffekt fiel zu hoch aus. Für die rund 700 angereisten 60er war es aber, verständlicher Weise, Grund genug zum feirn. Nicht oft aber ab und zu waren die Münchener die aktuell ja selbst schwere Zeiten durchleben müssen, in der Nordkurve zu vernehmen. Zusätzlich gab es zum Intro eine recht nette Choreo im Gästesektor zu sehen. Nach dem Abpfff blieb es diesmal ruhig an der Wedau. Trotz der Niederlage schien der Großteil der Kurve den Willen der Spieler zu honorieren. Ob man nun selbst der Mannschaft Beifall spendet oder das ganze Desaster für sich selbst verarbeiten muss, diese Entscheidung muss wohl jeder für sich selbst treffen. Am Sonntag geht es zum Krisengipfel nach Aachen. Und da müssen wir uns gemeinsam aus dem Tabellensumpf rauskämpfen. Und damit seien alle Zebras angesprochen: Lasst euch nicht unterkriegen und reist zahlreich mit an die holländische Grenze….