Bericht : MSV – Lodz (Arenatag)

Lautstark den neuen Platz eingenommen

Es war so weit – 17.Juli 2010 – für die Nordkurve Duisburg sollte ein neuer Zeitabschnitt beginnen. Einhergehend mit dem durchaus attraktiven Testkick gegen den polnischen Traditionsverein aus Lodz, im Rahmen des Arena-Tags, wurde die neue Heimat der aktiven Szene Duisburgs, mittig vom H-Block eingeweiht. Der Stimmungsblock wurde zum ersten Mal mit Leben gefüllt. Nach reichlich informativer Grundlage, für den Rest der geliebten blau-weißen Kurve, ging es rund eine halbe Stunde vor Spielbeginn auch für die letzten der supportgewillten Zebras in die neue Heimat. Rund 150 heiße, gestreifte Zebraherzen versammelten sich in dem Teil der Kurve, von dem aus in der Zukunft der Rest der Fans angeheizt werden soll.

Mit einem hellblauen Konfettiregen wurde das Unternehmen Stimmungsblock mit dem Anpfiff entgültig eröffnet. Immer wieder zeigte sich im Verlaufe des Spiels das aus alten Zeiten bekannte Potenzial, das zweifellos in der Nordkurve steckt. Auch der neue Gesang -bekannt aus dem Testkick im Homberger PCC-Stadion- wurde von großteilen der Szene gut angenommen und hallte lautstark durchs rund des Wedaustadions. Zum Seitenwechsel präsentierte sich der frisch eingeweihte Block, dann im Rahmen einer kleinen Choreo in den geliebten Farben blau und weiß.

Natürlich war noch nicht alles Gold was glänzt, aber insgesamt bleibt ein durchaus positiver Auftakt in den Köpfen der vielen Zebras, die sich die ganze Sommerpause über, für eine verbesserte Stimmung bei Heimspielen eingesetzt hat.

Bericht : MSV – KV Mechelen

Auftakt in den Testspielmarathon

Endlich durften wir nach dieser vom Vuvuzelalärm beeinflussten WM in Südafrika wieder unsere Kultur zur freien Entfaltung bringen, so stand am Abend des 16.07. im Homberger PCC-Stadion das erste Testspiel unserer Zebras auf dem Programm. Wir begrüßten den belgischen Erstligisten KV Mechelen in Homberg, welcher in den 80er und 90er Jahren International für Furore sorgte. Es herrschte also ein leichtes Europapokalfeeling im kleinen Rund!
Unter den offiziell 808 Zuschauern fand sich unter dem Haupttribünendach ein 100 Mann großer Ultràmob aus Duisburg und ein stolzer 100 Mann – Anhang aus Belgien wieder.

Das Spiel begann aufgrund eines für die Tage fast schon typischen Unwetters eine halbe Stunde später, aber dann legte der Blau-Weiße Pöbel einen ligatauglichen Support hin und es wurde noch ein neues Lied mit ins Liedgut einstudiert. Man kann also sagen, die Generalprobe für die Einweihung des Stimmungsblocks am Samstag im heimischen Wedaustadion ist gelungen. Der Gästeanhang supportete wie erwartet eher britisch sporadisch.
Unsere noch nicht ganz vollständige Truppe auf dem Rasen legte vor allem in Halbzeit 2 einen sehr guten Auftritt hin und gewann das Spiel eindrucksvoll mit 3:0. Wenn diese junge Mannschaft in der Liga das kämpferische Niveau dieses Abends durchzieht, werden wir weitaus mehr Freude an unseren Meiderichern haben als in den beiden Vorsaisons!

Saisonrückblick 2009/2010

„Die Ratten verlassen das scheinbar sinkende Schiff…..“ – auch Walter H.

Eine traurige Saison ist vor ca. einem Monat zu Ende gegangen und es scheint, als sei die durch die WM bedingte lange Sommerpause ein Geschenk für unseren Meidericher Spielverein, um den es in letzter Zeit mächtig Wirbel gab und den es erst mal wieder zu ordnen gilt.

Lässt man die Gedanken ein wenig abschweifen und überlegt man, wie es wäre, wenn man ab nächster Saison wieder im Oberhaus zu Besuch wäre, kämen einem unzählige Ideen, was man alles erleben könnte, was man für geile Touren machen könnte und es kommen Bilder von vergangenen Tagen hoch, die einen an Auftritte in fremden Sektoren erinnern, die einem für kurze Zeit das Lächeln ins Gesicht zurückbringen…

Aber genug der Konjunktive. Wir sind in Liga 2. Wir bleiben in Liga 2 und wir werden in absehbarer Zeit auch nicht da raus kommen. Ein Blick auf die vergangene Saison stimmt einen nachdenklich und enttäuscht. Da sind nicht nur unzählige verschenkte Punkte, unschöne Auswärtsauftritte und noch unschönere Heimauftritte. Hat man in der einen Woche alle Varianten durchgerechnet, in welchen Fällen und unter welchen Umständen man evtl Richtung Liga 1 kommen könnte, wurde es vergeigt und man schwor sich selbst und allen anderen, nicht mehr eine Minute an diesen dubiosen Gedanken zu verschwenden und in der darauffolgenden Woche saß man mit dem Taschenrechner und der aktuellen Tabelle in seinem Kämmerchen und hoffte, nicht gesehen zu werden.

Ich erinnere mich an einen sehr motivierten Start in die Saison 2009/2010, waren doch alle aufkeimenden Hoffnungen noch nicht vom Spaten der Realität vergraben worden, sondern jeder glaubte, dass unsere Liebe MSV dieses Jahr wirklich etwas reißen könne, woran wir uns gerne zurückerinnern, wenn wir an alte Zeiten denken. Fing die Saison mit einem Spiel in Frankfurt a.M. bei tropischen Temperaturen und einem 1:2 unter P. Neururer an, so endete die Hinrunde schon bei einem ernüchternden 0:2 im Wedaustadion gegen die Aachener mit Herrn Sasic.

In der Winterpause packte man besagte Taschenrechner in den Schrank, stellte sich auf eine mehr oder weniger lahme Rückrunde ein, während man insgeheim imposante Auswärstauftritte und Aufstiegschancen noch nicht ganz in den Hinterkopf hatte geraten lassen.

Kurz und knapp: die Rückrunde begann mit einem 5:0 gegen Frankfurt und endete mit einem müden 1:1 gegen Aachen am neuen Tivoli (…der im Gesamtkonstrukt merkwürdigerweise einige Ähnlichkeiten zu diversen anderen Stadien in Deutschland aufweist, das nur nebenbei). Das einzige was an diesem Tag hoffen ließ, waren junge und motivierte Spieler aus der 2. Mannschaft aus Meiderich.

Einige Zeit ist seit diesem Tag in Aachen verstrichen und nachdem bekannt ist, dass der MSV seine Lizenz (irgendwie) bekommen hat, freut man sich trotz alledem auf die nächste Saison… aber eine Frage bleibt: Wie lange kann sich unser Meidericher Spielverein noch darauf verlassen, Lizenzen zu bekommen, Spieler zu halten und vor allem nicht in weitere Schuldenberge zu verfallen?!

In diesem Sinne, es bleibt abzuwarten. Stay proud!

Bericht : Aachen – MSV

Unentschieden am Tivoli

Zum Saisonabschluss ging es für unseren geliebten MSV, der uns in dieser Saison leider vier zu oft aufs tiefste enttäuschte, in die Kaiserstadt nach Aachen. Die rund 90 Minütige Zugfahrt nahm ein ca. 100 Mann großer Mob der Szene auf sich. Zu früher Stunde traf man sich am gewohnten Platz und machte sich kurz darauf auf den Weg gen Hauptbahnhof. Im Zug ergab sich, „zur Überraschung aller“ eine absolut ereignislose Fahrt, ehe man im Aachener Hbf eintrudelte. Von hier gabs noch eine viertelstündige Busfahrt als Zugabe, bis man kurz darauf den „neuen Tivoli“ betrat. Ein Stadion wie jedes andere… Einmal gesehn, und schon hat man genug.

Im Stadion ergab sich das zu erwartende Bild auf den Rängen, im Duell zweier geschlagener Mannschaften. Die etwa 1000 mitgereisten Zebras konnten sich ganz selten bemerkbar machen, legten aber insgesamt ein unterdurchschnittliches Saisonfinale hin. Nur die Wenigsten schafften es sich für dieses Team noch einmal zu motivieren. Die Spieler die es verdient haben, wurden noch gebührend gewürdigt.

Auf dem Platz lieferte das stark verjüngte Team einen kämpferischguten Auftritt hin. Beim Abpfiff hieß es 1:1-Unentschieden. Bleibt zu hoffen, dass Spieler, die vielleicht nicht die größten Fähigkeiten besitzen, sich aber Mal für Mal den Arsch aufreißen, vom Verein nicht ins Niemandsland abgeschossen, sondern auch in der kommenden Spielzeit mit Verträgen ausgestattet werden. Auf Aachener Seite ein ähnlich, wenn nicht sogar schwächeres Bild, wie bei Heimspielen unsererseits. Unübersehbar, dass die Ultragruppierung in der Kaiserstadt einen schweren Stand beim Rest der gelb-schwarzen Fangemeinde hat. Insgesamt ein ereignisloser Tag, an den sich die Rückfahrt gnadenlos anpasste, bis man wieder heimischen Duisburger Boden betrat.