Stellungnahme: Supportboykott

Seit dem desaströsen Auftreten unserer Mannschaft im Pokalspiel gegen Augsburg hat sich die Ultraszene in Duisburg dazu entschlossen den Support auf längere Zeit einzustellen und nur in der Halbzeitspause, sowie vor und nach dem Spiel unsere Farben zu präsentieren und die Stimme zu erheben.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Seit Jahren wird die „Schlucht“ zwischen Fans und Verein immer größer, Fanbelange werden nicht mehr wahrgenommen. Durch die neuartige Strukturierung des MSV Duisburg e.V., welche uns allen immer als „der neue MSV“ verkauft wird, könnte es in naher Zukunft dazu kommen, dass unser Meidericher Spielverein in den finanziellen Ruin getrieben wird. Offiziell lässt sich die Vereinsseite auf dieses Thema noch nicht ein. Aber spätestens beim nächsten Lizenzierungsverfahren der DFL, könnte ein wenig Klarheit ans Licht kommen. Letzten Endes führte die sportliche Demütigung von Seiten der Spieler dazu, dass der Kerngedanke des Ultra seins, auf unbestimmte Zeit in den Hintergrund rückte und der Verein nicht mehr während den berühmten 90 Minuten voll und ganz unterstützt wurde.
Die Anfangsintention des Boykott´s zielte zusammengefasst daraufhin ab sich Gehör zu verschaffen, ein professionelles Trainerteam zu fordern, zumindestens mal wieder Kampf und Leidenschaft auf dem Platz erkennen zu können und letzten Endes auf die evtl. finanziellen Probleme in der Zukunft aufmerksam zu machen!
Natürlich sollte man Spiel zu Spiel betrachten und abwägen, ob eine Weiterführung des Boykotts sinnvoll ist.

Mittlerweile sind 4 Wochen vergangen. Auf dem Platz steht mittlerweile ein Team, was zum Großteil nichts für die beschämende Leistung u.a. in Augsburg kann. Wir haben ein neues Trainergespann, welchen man wie allen anderen auch eine Chance gewähren sollte. Der aktuelle Zustand ist keinen Falls zufriedenstellend, jedoch macht er, auch in Betracht auf das heutige Gespräch mit den Fans, ein wenig Hoffnung. Es sind weiterhin einige Missstände im Verein vorhanden, die es mit einem geeigneten Mittel zu bekämpfen gilt.

Unsere Gruppe ist der Meinung, dass ein weiterer Boykott des Supports während des Spiels kein geeignetes Mittel mehr darstellt, sondern sich eher negativ auf die Spielverläufe unserer Mannschaft auswirken könnte.
Aus diesem Grund werden wir den Boykott in den folgenden Spielen nicht mehr unterstützen und die Manschaft wie gewohnt anfeuern.

Wir haben die Position unserer Gruppe, sowie die Gründe dafür auch der Kohorte nahegelegt und möchten klar hervorheben, dass wir jegliche andere Meinung, sowie einen evtl. fortgeführten Boykott akzeptieren. Was von uns keinerlei Akzeptanz erfahren wird, sind Szenen innerhalb unserer Kurve, wie sie sich nach dem letzten Heimspiel abgespielt haben. Diese Art von Kritikäußerung verurteilen wir und wird von uns als kontraproduktiv angesehen.
Außerdem behalten wir uns als Gruppe vor, mit geeigneteren Mitteln auf die noch bestehenden Probleme aufmerksam zu machen und gegen diese ggf. vorzugehen.

Proud Generation Duisburg

Bericht : MSV – Augsburg

One Love
Quelle : www.petrick-online.de

Zebras erkämpfen einen Punkt

Nach der letzten Bayerntour des Jahres sollte sich an diesem Wochenende der FC Augsburg im Wedaustadion präsentieren. Bei Duisburger Wetter sammelte sich ab rund 11 Uhr nach und nach der bekannte Ultramob am Container. Nachdem, bei einem leckeren Glühwein, die wichtigsten Dinge der vergangenen Tage besprochen wurden, machte man sich etwa eine Stunde vor Spielbeginn, wie gewohnt auf den Weg in die geliebte Nordkurve. Zu sehen ein recht trauriges Bild. Bei den nur noch 10.000 offiziell vermeldeten Zuschauern, taten sich selbst im Stehbereich riesige Lücken auf. Da uns im Wedaustadion zur „Freude“ aller, die Popstarsfinalisten erwarteten – einen Schelm auf den der denkt Fußball und Kommerz kommen sich immer näher – beschränkte man sich ausschließlich auf den Support in der halben Stunde nach dem Spiel. Hier kam es allerdings zu einigen unschönen Szenen. Als sich die Ultraszene mit geschätzten 150 Mann aufmachte ihr Ding erneut durchzuziehen und die Farben blau und weiß zu feiern, erntete man von Teilen der Kurve massig Beleidigungen und wurde mit Feuerzeugen beworfen. Davon unbeeindruckt begann man die Support-Halbe-Stunde mit einer kleinen Choreo seitens Kohorte, die die Liebe zum Verein ausdrückte. Mit der Zeit zogen sich die „Gegner“ dieser Aktion allmählich zurück und der Mob hat noch einmal alles gegebn, während die Zebras sich auf dem Platz ausliefen. Von den Gästen aus Augsburg gabs so gut wie nichts zu hören. Die ca. 120 Mann auf der anderen Seite sind nur manchmal durch ein wenig Hüpfen etc. wahrgenommen worden. Auf dem Platz sah man eine MSV-Elf wie man sie schon lange nicht mehr bestaunen konnte. Mit großem Kampf und guten Kombinationen schafften es die Zebras durch zwei Elfmetertore von Christian Tiffert, noch einen 0:2-Rückstand zu drehen und wenigstens einen Punkt an der Wedau zu behalten.

Bericht : Fürth – MSV

1:0 für die Szene / Dreier im Frankenland

Am 13. Spieltag war es mal wieder soweit. Die von jedem Fußballfan „geliebte“ Tour in den Gästeblock des Fürther „Sportpark Ronhof“ stand auf dem jährlichen Programm. Dank der allmählich schon gewohnten, kaum zu realisierbaren Anstoßzeiten sollte schon um halb sechs morgen die Fahrt ins mehr als 500 Kilometer entfernte Frankenland beginnen. Mehr oder weniger motiviert, und bei einigen mit sichtbaren Spuren der vorangegangenen, noch nicht komplett beendeten Nacht, sammelte sich kurz vor der Abfahrt dann auch der gesamte, ca. 50 Mann große Ultramob, der die Farben des MSV auch in Fürth vertreten wollte, am HBF und am Wedaustadion. Auf der Fahrt gab es diesmal ein ungewohntes Bild. Ohne jeden Tropfen Alkohol spielten sich keine außergewöhnlichen Dinge ab, sondern viel mehr wurde Schlaf nachgeholt, um im Gästeblock alles geben zu können. Alles geben zu können?! – Vor und nach dem Spiel, sowie in der Halbzeit versteht sich. Auf Grund der aktuellen, bekannten Lage gab es auch heute, während der regulären 90 Minuten Spielzeit keine Unterstützung für das Team. Umso mehr dagegen präsentierte der mit nur knapp 100 Mann gefüllte Gästeblock die Farben weiß und blau wieder in den Minuten vor, nach und in den Halbzeiten. Klar, viel zu vernehmen gab es von dem nicht überdachten Block, bei dieser Anzahl an Zebras nicht. Allerdings gab man ein gelungenes, von Schwenkern geprägtes Bild der Szene Duisburg ab, was mit durchgehenden Gesängen begleitet wurde. Zu kleineren Rangeleien mit den Fürther Ordnern kam es nach dem Spiel, da diese es scheinbar nicht erwarten konnten in den Feierabend zu kommen, und den Gästeblock schnellstmöglich räumen wollten. Als man allerdings die Zaunfahnen unserer Szene voreilig abnehmen wollte, hielt man geschlossen zusammen und verteidigte diese und zog sein Ding weiter durch. Einen für viele überraschend guten Auftritt konnten an diesem Tag die Fürther hinlegen, die durchaus das ein oder andere mal, mit ihren Liedern, deutlich zu vernehmen waren. Zu vermerken ist auch das Spruchband „Ihr seit der Verein – gebt nicht auf Kohorte“, auch wenn dieser sich besser hätte auf die gesamte Szene Duisburg hätte beziehen sollen. Sportlich gesehen siegte der MSV nach einer engagierten Leistung mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Nicky Adler nach 62 Minuten. Nachdem man einige Chancen zu Entscheidung hatte liegen lassen, konnte man den für den MSV eigentlich typischen Ausgleich kurz vor Schluss durch einen verschossenen Elfer der Fürther vermeiden. Auf dem Rückweg dann ein ähnliches Bild wie auf dem Hinweg, und man war froh wieder das heimische Duisburg zu erreichen. In diesem Sinne,

– Wir sind der Verein! –

Der Auswärtsblock in Fürth
Der Auswärtsblock in Fürth

Quelle : http://www.spvgg-fuerth.com/

Bericht: MSV – Union Berlin

Heute trafen wir uns wie gewohnt vorm Spiel am Fancontainer. Mäßiges Wetter und die letzten Saisonniederlagen versprachen nicht gerade einen aufregenden Tag. Nachdem sich der Mob ins Stadion begab und die Fahnen gehisst waren, ging es los mit den ersten Gesängen.
Die Gästefans, die den kompletten Stehplatz gefüllt hatten, zeigten zum Intro geschätzte 50 rot, gelbe Fahnen. Im restlichen Verlauf des Spiels war Union stellenweise mit einigen Schlachtrufen zu vernehmen.
Die Stimmung nach dem Anpfiff wollte leider nicht auf das normale Nordkurveniveau steigen, was aber nach dem Oberhausenspiel voraus zusehen war. Auch nach dem 1:0 unserer Zebras hätte man mehr vom Duisburger Publikum erwarten können. Unsere Gruppe präsentierte zum Anfang der 2 Halbzeit ein Spruchband:
Keine halben Sachen – 2 x Vollzeit fuers Fanprojekt. Hiermit wollen wir auf die Etatkürzung des Fanprojekts Duisburg aufmerksam machen und unterstützen das Fanprojekt und seine Mitarbeiter bei dem Versuch eine Lösung hierfür zu finden.
Das Spiel ging mit einem 3:1 für den MSV aus, was am Ende die Stimmung doch noch mal steigerte.
Nach dem Spiel gab es keine besonderen Vorkommnisse mehr. Ein Berliner Mob lief in starker Begleitung der Grünen nah am Fancontainer vorbei. Jedoch blieb gepöbel oder gepose von beiden Seiten aus.
Im Ganzen ein sportlicher gelungener Tag für Duisburg, wobei man die Unterstützung der Fans vor einer 2:0 Führung vermisst.

Spruchband für die unbefriedigende Situation des Fanprojekt Duisburg e.V.

MSV-UNION_Spruchband

Quelle: gabriele@petrick-online.de

Msv-Union_Spruchband2
Quelle: http://www.unveu.de/