Bericht : MSV Duisburg vs. SV Werder Bremen 2 (1:0)

Zebras machen Heim-Hattrick perfekt

 

Sommer, Sonne, Fußball! Unter diesen Vorzeichen stand der sportlich eher unattraktive Kick gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen, womit wir die beiden Zweitvertretungen der Liga direkt mal zu Beginn der Saison abgefrühstückt hätten. Mit bester Laune wurde sich in den heimischen Räumlichkeiten versammelt und der übliche Weg zum Wedaustadion beschritten. Dort versammelten sich über 12.000 Zuschauer.

Gleich vom Anpfiff weg versuchte der Meidericher Spielverein, den Gegner in die eigene Hälfte zu schnüren. Man kann folgendes vorweg nehmen: Die Gäste von der Weser hatten in 90 Minuten gerade mal eine halbwegs gute Torchance zu verzeichnen. Der MSV tritt vor allem bei Heimspielen in dieser Saison bislang sehr dominant, offensiv und spielfreudig auf. In der 23. Minute wurde die blau-weiße Drangphase mit dem Führungstreffer durch Erat belohnt, der schon in Magdeburg zum Matchwinner avancierte. Auch nach dem Treffer spielten die Zebras weiter zielstrebig nach vorn. Wenn diese Mannschaft eine Schwäche aufweist, dann ist das in der Tat die etwas verschwenderische Art und Weise, mit allerbesten Torchancen umzugehen. Alleine Janjic und in der 2. Hälfte auch Onuegbu hätten noch mindestens 2 weitere Treffer beisteuern können. Doch am Ende war die Freude über den 3. Heimspielerfolg hintereinander wesentlich größer als das Nachtrauern von vergebenen Chancen. Mit noch besserer Laune als schon vor Spielbeginn wurde die Heimreise angetreten und die Tabellenführung wurde bis in die späten Abendstunden standesgemäß abgefeiert.

Gut gefeiert wurde auch in der brühend heißen Nordkurve. In der ersten Hälfte konnte man insgesamt mit der Stimmung zufrieden sein. Aufgrund des extrem einseitigen und wenig spannenden Spiels flachte die Stimmung bis auf kurze Ausreißer nach oben in der 2. Hälfte etwas ab, aber da gab es schon schlechtere Auftritte. Fing man gegen Paderborn eher schwach an, konnte man eine leichte Steigerung gegen Mainz II und Bremen II vernehmen.
Kurzer Bezug zu den Spruchbändern: Positiv für uns war die Anwesenheit eines unserer Mitglieder im Rolli-Bereich trotz erst kürzlich erfolgter OP. Des Weiteren verfolgte eine szenenahe Person mal wieder nach langer Zeit ein Spiel der Zebras, wir hoffen das noch viele weitere Spiele folgen werden!

Bericht : Post SV Solingen vs. MSV Duisburg (0:7), Niederrheinpokal 1.Runde

Erfolgreicher Aufgalopp im Niederrheinpokal

 

Da hat er uns wieder, der Niederrheinpokal. Auf der einen Seite winken haufenweise Gegner, die in den Niederungen des Amateurfußballs unterwegs sind, auf der anderen Seite kann eben ein Sieg des Pokals die direkte Teilnahme am DFB-Pokal sichern, sollte man am Ende der Saison nicht auf eines der vier Plätze der Tabelle landen. Als erster Gegner wurde uns Post SV Solingen zugelost. Attraktiv war immerhin der Austragungsort, zählt die Jahnkampfbahn in Solingen zu eines der wenigen verbliebenen Grounds mit „echtem“ Fußballcharme.

Beide Ultràgruppen, gleichwohl numerisch etwas dezimiert, reisten per S-Bahn nach Solingen. Erste gegnerische Gestalten wurden bereits bei Ankunft des örtlichen Bahnhofs erspäht, am Stadion angekommen erblickte man einen netten Hool-Haufen, vermutlich bestehend aus diversen örtlichen Städten am anderen Ende des Stadions. Wir entschlossen kurzfristig, unseren Standort auf die akustisch vorteilhafte Haupttribüne zu verlegen. Den Spurt dorthin werteten die Einheimischen C-ler scheinbar als Angriff, weshalb diese sich nicht lange bitten ließen. Dass jedoch in der Presse im Anschluss an die Partei von „wüsten Prügeleien“ die Rede war, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Es kam nicht zu einem direkten Schlagabtausch, dafür waren beide Seiten nicht entschlossen genug und die Cops zu zeitig vor Ort. Alles also halb so wild. Nachdem sich Kohorte und wir allmählich sortieren konnten, wurden die Zaunfahnen ausgepackt und es wurde begonnen, unseren MSV zu unterstützen. In unseren Reihen war ehrlicherweise schnell die Luft raus, sodass man nicht von einem würdigen Auftritt sprechen kann. Der MSV ließ auf dem Rasen gegen wacker kämpfende Kreisligisten nichts anbrennen und entschied das Spiel am Ende mit 7:0 standesgemäß für sich. Die Abreise gestaltete sich unproblematisch, da der Hool-Mob die letzten Patronen bei einem missglückten Angriff kurz vor Abpfiff des Spiels verschossen hatte. So erlebte man einen überraschend munteren Auftakt im Niederrheinpokal.


Bericht : FC Magdeburg vs. MSV Duisburg (1:2)

Auswärtssieg trotz Rückstand: Der MSV ist wieder da!

 

Der MSV und Auswärtsspiele, das war im letzten Jahr so eine Sache für sich. In der vergangenen Saison konnte man lediglich einen (!) Dreier auf fremden Plätzen ergattern. In dieser Spielzeit entführte man 2 Punkte aus Osnabrück und Münster, nun stand die minder schwere Aufgabe beim FC Magdeburg an. Sicherlich eine besondere Partie, jedoch trug die hirnrissige Terminierung auf einen frühen Freitagabend dazu bei, dass es vielen Zebras nicht möglich war, beim ersten Ligaspiel aller Zeiten zwischen diesen beiden Mannschaften dabei zu sein. Am Ende reisten knapp 400 Zebras mit Bussen, 9ern und Autos in die Zone und quälten sich zuvor durch ellenlange Staus.

Wir riefen bereits im Vorfeld der Partie dazu auf, sich lediglich mit Karten für den Sitzbereich des Gästeblocks einzudecken. Passenderweise wurde der Stehplatzbereich später von den örtlichen Behörden zum Pufferblock umfunktioniert, weshalb schließlich der Gästeblock einen geschlossenen Eindruck machte. Das Spiel fand unter saunamäßigen Bedingungen statt. Der FCM begann stark und ging bereits in der 11. Minute in Führung: Einen eigentlich harmlosen Ball ließ unser Keeper Flekken blöd durch die Hosenträger passieren. Wir werden dir diesen Fehler verzeihen! Unsere Zebras steckten nicht den Kopf in den Sand, sondern reagierten im Stile eine Spitzenmannschaft. Nach einer präzisen Ecke von Janjic stand Käpt´n Bajic goldrichtig und köpfte in der 20. Minute den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Genau die richtige Antwort auf den frühen Rückstand! Jetzt entwickelte sich ein gutes Spiel und trotz der hohen Temperaturen hauten sich beide Teams in jeden Zweikampf. Der MSV übernahm jedoch die Kontrolle und schon bald sollte der Gästeblock in endgültige Ekstase verfallen, als in der 39. Minute Neuzugang Erat zum Führungstreffer einnetzte. Mega geil, innerhalb so kurzer Zeit auswärts den Rückstand zunichte gemacht! Obwohl die Magdeburger im weiteren Spielverlauf 2-3 gute Möglichkeiten für sich verbuchen konnten, hatte man zu keiner Zeit das Gefühl, dass Meiderich hier die Kontrolle über das Spiel abgeben wird. Diese positive Entwicklung innerhalb weniger Monate ist schon fast nicht mehr zu erklären. Wir retteten also die knappe Führung über die Zeit und durften ausgelassen den zweiten Auswärtssieg des Kalenderjahres 2016 feiern!

Die Abreise verlief völlig entspannt, es kam zu keinerlei Handlungen seitens der Gastgeber. Im mit 15.718 Zuschauern ordentlich gefüllten Magdeburger Stadion konnte der Gästeblock vor allem mit dem Schreck vom Niederrhein punkten, anschließend konnte man sich ob der numerischen Unterlegenheit logischerweise nur dezent in Szene setzen. Der Heimanhang um Block U lieferte zwar eine sehr solide Vorstellung ab, vom Gefühl her dürfte der Auftritt jedoch nicht gerade einer der stärksten gewesen sein. Man merkte jedoch in jeder Sekunde das große Potenzial an, welches hinter dieser Heimkurve steckt.

Westdeutschland!

Bericht : MSV Duisburg vs. Union Berlin (1:2)

Zebras verabschieden sich mit viel Applaus aus dem DFB Pokal

MSV Duisburg vs. Union Berlin. Als uns mitten in der Sommerpause diese Begegnung zugelost wurde, schwankten die Meinungen über den Kontrahenten: Einerseits hat Union noch nie die Massen an der Wedau elektrisieren können, andererseits hatte man auch nicht direkt einen Übergegner vor der Brust und durfte sich realistische Chancen aufs Weiterkommen ausrechnen. Spiele gegen die Köpenicker zählten in der Vergangenheit wahrlich nicht zu der Marke: „Weißte noch damals, gegen Union, das war ein krankes Spiel…“. Das Erstrundenspiel im diesjährigen Pokal dürfte im Nachhinein betrachtet zumindest das Potenzial haben, nicht komplett in Vergessenheit zu geraten.

Im Gegensatz zum breiten Publikum (lediglich 14.209 Zuschauer waren anwesend), bereiteten beide Fanszenen dem Spiel einen würdigen Rahmen. Der gut gefüllte Gästeblock zeigte eine Choreo bestehend aus großen Zaunfahnen, welche den gesamten Gästeblock umrahmten, Luftballons und Schwenkfahnen in Vereinsfarben. Unsere Nordkurve wurde choreografisch komplett einbezogen: Eine riesige und sehr aussagekräftige Blockfahne schmückte die gesamte Kurve, umrandet von dunkelblauen Schwenkfahnen. Sehr schön anzuschauen das Ganze. Schön anzuschauen war auch die aufopferungsvolle Darbietung unserer Truppe auf dem Rasen. Während der gesamten 120 Minuten konnte kein Klassenunterschied erkannt werden. Vor allem in Halbzeit 1 hatte man mehr vom Spiel als die ziemlich passiven Gäste. Nach dem unnötigen Rückstand in der 62. Minute hauten unsere Spieler endgültig alles raus, was sie hatten und wurden belohnt: An der Eckfahne setzt sich Wiegel durch, in der Mitte lässt Iljutcenko einen Berliner stehen und versenkt den Ball anschließend gekonnt in die lange Ecke! Alles war wieder drin. In der Folge wurden die Berliner jedoch immer stärker und man merkte unserer Truppe das enorme zuvor abgespulte Laufpensum an. Die Verlängerung kam uns nicht wirklich entgegen und so kassierten wir fast logisch durch ein ziemlich bescheuertes Eigentor das entscheidende Gegentor in der 95. Minute. Meiderich kämpfte weiter, kam auch noch zu 1-2 guten Tormöglichkeiten, doch es hat am Ende nicht sollen sein. Dennoch ziehen wir den Hut vor dieser mutigen und couragierten Leistung unserer Mannschaft!

Auf den Rängen zeichnete sich ein ähnliches Wechselbad der Gefühle ab: Während die Nordkurve in den ersten 20 Minuten gut an Fahrt aufgenommen hatte, schaltete sie bis zum Pausenpfiff vom 4. in den 2. Gang runter. Teilweise sind diese Stimmungseinbrüche wirklich nicht zu erklären. Zum Glück gab es in der 2. Hälfte noch einige lautere Phasen, die den Gesamtauftritt einigermaßen retten konnten.
Die roten Berliner lieferten wie in den Vorjahren einen sehr soliden Auftritt an der Wedau ab. Die fast durchweg gute Beteiligung sorgte dafür, dass der Gästeblock das eine oder andere Mal gut bei uns vernommen wurde.